Bild: Alles kaputt: Anschlag auf die Bochumer Stadt- und Studierendenzeitung sorgt für zerbrochenes Glas. , 2015 gibt es Scherben für uns – und, wie gewohnt, Inhalt für Euch Quelle: ck/michaelbay.com

Die Redaktion wünscht ein „Frohes Neues!“ und begrüßt Euch in diesem Jahr mit der :bsz 1026. Wir greifen in dieser Ausgabe die aktuellen Entwicklungen der Pegida-Demonstrationen auf, die Deutschland vor eine Herausforderung stellen: Lest dazu  Ungestörte Veranstaltungen unmöglich und Mit Fremdenhass gegen BürgerInnen-Angst. Ebenso beleuchten wir die E-Mail-Aktion von RUB Knallhart, sich daraus ergebende Fragen des Datenschutzes sowie eine mögliche Zuspitzung der Hochschulpolitik, welche Menschen trennt statt zusammenbringt. Wir dagegen wollen die Gemeinsamkeiten herausstellen und zeigen, wie Ihr Euch zwischenmenschlich (Flirten an der Uni) und interkulturell (Neujahr in Taiwan) begegnen könnt.

:Die Redaktion

Vorsatz: Mit Neujahr so eng verbunden wie Bleigießen ist das Fassen von Vorsätzen fürs kommende Jahr. Meist werden sie zusätzlich als so genannte „gute Vorsätze“ normativ überfrachtet. Dabei ist doch klar, dass sich an Neujahr niemand etwas Böses vornimmt; zumindest nichts, was sie selbst für böse hielten, höchstens für notwendig oder alternativlos. Für VerbrecherInnen hingegen wirkt es strafverschärfend, wenn sie bei ihren Missetaten mit Vorsatz handeln. Im Gegenteil zu Neujahrsvorsätzen, die zwar vollmundig verkündet, aber häufig nicht umgesetzt werden. Man nehme nur die Abspeckziele nach all den Festtagsessen oder die Versprechen von PolitikerInnen. Da sollte eher von Lippenbekenntnissen die Rede sein. Doch ist es nun nicht so, dass Neujahrsvorsätze mit dem geheimen Vorsatz gefasst werden, sie eh nicht umzusetzen. Nein, das wäre zu pessimistisch. Wie ernst wir unsere Vorsätze nehmen, wie viel wir in sie hineinlesen, ist eine Frage der eigenen Interpretation. Womit wir wieder beim Bleigießen wären.

:joop

Die wichtigsten Aufgaben für einen NAWI-geführten AStA fasst Christian Volmering von der NAWI für die :bsz zusammen: „Mit am Wichtigsten sind für uns selbstverständlich die Fortführung der Vernetzung zum SemesterTicket, die von uns geforderte Kulturflatrate und die Verbesserung des Studiums für alle Studierenden.“ Das genaue Programm hinge allerdings davon ab, wie sich die laufenden Koalitionsgespräche gestalten.

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Unter dem Slogan „RUB bekennt Farbe“ fand im letzten Semester eigentlich eine antirassistische Kampagne der Uni-Verwaltung und des AStAs gegen Nazi-Umtriebe auf dem Campus statt. Nun sorgt unter dem gleichen Namen eine „Satire“-Facebookseite für Empörung, bei der vor allem die Listen Grüne Hochschulgruppe (GHG), Linke Liste (LiLi) und B.I.E.R. verunglimpft werden. Verbindungen zur „RUB knallhart“-Massenmail sind nicht ausgeschlossen. Der AStA distanzierte sich derweil von den Inhalten der Seite.

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Bild: Kommissarin und Kommissar für mehr Qualität in der Lehre: Denise Welz und Leon Schmitz., Das Akronymicon – :bsz knackt den Gremiencode VIII: QVK – Die Qualitätsverbesserungskommissionen Foto: mar

QVK mag im ersten Moment so ähnlich klingen wie ein Teleshopping-Sender, doch hinter dem Kürzel verbergen sich die einzigen Uni-Gremien mit studentischer Mehrheit: Die Qualitätsverbesserungskommissionen. Aber was genau heißt das denn, Qualitätsverbesserung?

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Bild: War beim diesjähirgen Hallenfußballturnier Sparkassen Masters dabei: Der AFC Bochum., GELD SCHIESST TORE, TRADITION WIRFT BENGALOS? – Teil 9 der :bsz-Reihe zur Lage des Fußballs – 25 Jahre AFC Bochum Foto: tims

Der Arabische Fußball Club (AFC) Bochum feiert in diesem Jahr sein 25-jähriges Jubiläum und möchte am liebsten in die Kreisliga B aufsteigen. Das primäre Ziel lautet aber wie immer: Dabei sein, Spaß haben und eine soziale Verantwortung für die Region übernehmen. Auch mit der aktuellen Flüchtlingsdebatte befasst sich der Verein aus Querenburg. JedeR ist willkommen!

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Bild: So sieht die nationale Bewegung aus: GegendmonstrantInnen verhinderten Kundgebung der Neonazis in der Dortmunder Nordstadt. , Nazi-Szene: „Pegida-Effekt“ bleibt aus Foto: nordstadtblogger

Innerhalb weniger Tage fanden in Dortmund Ende Dezember und Anfang Januar mehrere Kundgebungen statt, mit denen vor allem die faschistische Partei Die Rechte versucht, an die islamfeindliche Pegida-Bewegung anzuknüpfen, die in Dresden Tausende auf die Straße lockte. Die :bsz sprach mit Iris Bernert-Leushacke vom Blockadebündnis BlockaDO.

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Weihnachtslieder bei einer Demo, auf der offen fremdenfeindliche Thesen geäußert werden? Was von den führenden Köpfen der Pegida-Bewegung als „besinnliches Weihnachtssingen“ beworben wurde und etwa 17.500 Menschen auf den Platz vor der Dresdener Semperoper lockte, wirkte auf manch Außenstehenden befremdlich – und passt zu dem Rätsel, vor das Pegida PolitikerInnen, Medien und WissenschaftlerInnen stellt. Wie soll man diese Bewegung einordnen – und vor allem ihre TeilnehmerInnen?

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Bild: Tönnies-Imperium: Hier wird geschlachtet, was das Zeug hält. , Monopolismus und Konsum: Die Folgen der Maßlosigkeit Foto: tims

Die Weihnachtszeit ist vorbei und mit ihr auch die Völlerei, der unbegrenzte Fleischkonsum: Zwischen dem obligatorischen Gänsebraten und dem Fleischsalat mit einem Brühwürstchen passten bestimmt noch die Rinderrouladen und die Hühnersuppe in den Magen. Es offenbart die Ausmaße des westlichen Fleischkonsums, doch ist sie nur der jährliche Höhepunkt einer perversen Entwicklung: Die Gier nach billigem Fleisch ohne Rücksicht auf die beängstigenden Folgen für Tier und Mensch.

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Bild: Lange vor GC-Mania: Diskussion im „Kohlenkellerklub“ um 1970. , Früher war mehr Lamento: Wird die Campus-Partykultur 2015 wiederbelebt? Foto: entn. aus Wilhelm Bleek und Wolfhard Weber: „Schöne neue Hochschulwelt“, 2003

Fast ein halbes Jahrhundert lang hatte die Ruhr-Uni seit ihrer Eröffnung 1965 Zeit, eine eigene Party-Kultur zu entfalten, wo insbesondere bei den einst legendären Fachschaftspartys bis vor wenigen Jahren noch für Mini- wie Massenfächer Locations verschiedenster Größenordnung zum Abfeiern zur Verfügung standen. Die Gebäudepartys der JuristInnen, MedizinerInnen oder IngenieurInnen finden jedoch inzwischen in Bochumer Großraumdiscos statt, und auch kleineren Fachschaften wird zunehmend das Leben schwer gemacht, indem die Nutzungsrechte des KulturCafés als letzter Partystätte so stark reglementiert werden wie nie zuvor. Ob die Party-Kultur auf dem Campus mit einem zügigen KuCaf-Umbau im 50. Jahr des Bestehens der RUB eine Renaissance erfahren kann, wird sich in den nächsten Monaten zeigen.

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