Köstliche Kohlrouladen, eine Hühnersuppe, die Dich an den kältesten Tagen im Jahr wohlig und warm erfüllt oder original italienische Ravioli – all dies sind Gerichte, die den meisten von uns bekannt sind. Vor allem in ihrer abgespeckten Version, von Blech umgeben und für drei Leben haltbar gemacht. 

Am diesjährigen Konservendosen-Tag seid Ihr also dazu angehalten, der zahlreichen faulen Tage in Eurem Leben zu gedenken, an denen Ihr dem Dosenfutter gefrönt habt und begeistert davon wart, so gut wie keinen Dreck in der Küche zu machen und kaum Zeit für eine Mahlzeit aufzuwenden. Obendrein war Euer Mahl der Wahl sicherlich auch noch unverschämt günstig. 

Die bereits 1810 patentierte Erfindung Peter Durands erfreut sich aber nicht nur hier größter Beliebtheit, sondern ermöglicht auch super Kriegsführung! Tapfere KriegerInnen müssen nicht hungern oder sich um verdorbenes Essen sorgen, wenn sie doch viel besseres zu tun haben. Einfach am Verschlussring ziehen, Finger rein und wohl bekommt’s!

:tom

Sommer, Sonne, (Sand-)Strand sind für die meisten Leute ein absolutes Muss in der warmen Jahreszeit. Wir fahren raus an den See, ans Meer oder zumindest in ein Freibad mit aufgeschüttetem Strand. 

Am Spiel-im-Sand-Tag am 11. August sollen nicht in erster Linie Kinder zum Buddeln animiert werden, denn die haben ohnehin schon viel Freude daran, sondern die Buddelkistenkinder von gestern, die heute erwachsen sind. Der Aktionstag wurde von KünstlerInnen errichtet, die großartige Festungen oder Tiere aus dem kleinen Steingranulat bauen. Zahlreiche Festivals gibt es unter anderem in Deutschland, aber auch auf der restlichen Welt, wo sich oft Hunderte solcher AktivistInnen treffen, um mit dem richtigen Mischungsverhältnis von Sand und Wasser ein tonartiges Gemisch zum Modellieren herstellen und Skulpturen zu formen. Dabei ist sich jede teilnehmende Person schon im Vorfeld bewusst, dass die Sandkunst nur temporär erhalten bleibt – nach dem ersten Regen verlaufen sich die Bauten wieder im Sand!

 :kac

Nun folgt ein kleines Rätsel, werte :bsz-LeserInnen: Was ist auf jedem dritten Foto auf Instagram, Facebook und Tumblr zu finden, ist eine vorwiegend weibliche Eigenart und erfordert höchstes Lippenspitzengefühl? Ganz recht, die Rede ist natürlich vom allseits polarisierenden Duckface. Die einen lieben es, die anderen machen sich über diese Pose lustig. 

Am 22. Juli setzt die Fraktion der Letztgenannten ein Zeichen. Der von der Comedykombo Y-TITTY 2011 erstmalig ins Leben gerufene und an eine amerikanische Aktion angelehnte Anti-Duckface-Tag soll auf die Albernheit des Internettrends aufmerksam machen. Neben einem fancy Facebookbutton, mit dem das eigene Profilbild verziert werden kann, gibt es noch den von den Kölner Comedians veröffentlichten Anti-Duckface-Song, der in passende Stimmung bringt. Zeigt an diesem Tag also zur Abwechslung mal nicht Euer Entengesicht, sondern erfreut andere mit Eurem Lächeln. Und sehet, auch dies könnte „sexy“ und „verwegen“ wirken! 

:lor                       

Warum sind wir hier? Also an der Uni? Zum Spaß? NEIN! Wir müssen uns fortbilden, lernen, lernen, lernen. Vor allem angesichts der tollen Aussichten, die Studierenden … drohen. Also legt Wert darauf, Euch bestmöglich zu bilden und investiert das gewonnene Wissen auch mal karitativ, zum Beispiel am 15. Juli, dem Welttag für den Kompetenzerwerb junger Menschen. Dieser wurde im vergangenen Jahr das erste Mal begangen, nachdem er von den Vereinten Nationen bereits im Dezember 2014 beschlossen wurde. Ziel dieses Tages ist es, die weltweit verbreitete Arbeitslosigkeit und das mangelnde Engagement Jugendlicher, beides verursacht durch fehlendes Wissen und Fähigkeiten, zu adressieren. Im Vordergrund sollte stehen, Jugendlichen vor allem Kompetenzen in Bezug auf informierte Entscheidungsfindung zu vermitteln. Ebenso ist der Tag als Aufruf an jene gedacht, die schon in den Genuss von Bildung kamen. Macht Bildungs- und Freiwilligenarbeit, assistiert Kampagnen oder unterstützt Sensibilisierungsmaßnahmen!

:tom

Sie tragen gelbe Regenmäntel, stehen zu Unzeiten auf, um ihre Arbeit zu machen. Wettergegerbte Haut und ein rauer Humor sollen laut Kino und Buch ihre Markenzeichen sein. Die Rede ist von Seefahrenden, die mit ihren Booten und Schiffen die Weltmeere erschlossen und so manch spannenden Stoff für Abenteuergeschichten geliefert haben. Doch auch heute noch darf man die Bedeutung der Seefahrerei nicht unterschätzen. Über 300.000 Menschen arbeiten in Deutschland an Land und auf hoher See dafür, dass Waren und Personen von A nach B kommen.
 
 Am Tag des Seefahrers, der 2010 durch die „International Maritime Organization“ (IMO) ins Leben gerufen wurde, soll auf die Bedeutung dieses Wirtschaftszweigs für unser Leben aufmerksam gemacht werden. Das Motto lautet „At Sea For All“. Mit dem gleichnamigen Hashtag sind Menschen weltweit aufgerufen, ihren Dank und ihre Anerkennung für die Arbeit der Seefahrende auszudrücken.  Auf der Website der IMO kann das eigene Wissen über Seefahrerei getestet werden.
 
:lor

Für die einen sind sie kitschig, für die anderen ein Hort, an dem man Blattläuse kultivieren kann. Rettungslosen RomantikerInnen geht dagegen das Herz auf, wenn am Welttag der roten Rose die Königin der Flora gefeiert wird. Zurückgehen soll dieser Tag auf die englischen Rosenkriege im 14. Jahrhundert zwischen den Adelsgeschlechtern der Yorks (weiße Rose im Wappen) und den Lancasters (rote Rose) – der Aktionstag kann also auch ganz unromantisch als Erinnerung an die Sinnlosigkeit kriegerischer Handlungen gewertet werden. 

Heutzutage ist die rote Rose die Blume der Liebenden, sie steht symbolisch für Romantik. Feierlich begehen kann man diesen Tag, indem man (und frau) den Liebsten eine ebensolche Pflanze schenkt. Irgendwo tief drinnen freut sich auch einE Rosenmuffel und -muffli über die kleine Geste. Verantwortlich für die rote Farbe ist übrigens laut Mythologie  Aphrodite, die sich an den Stacheln einer Rose den Finger zerstochen hat. Alternative: Eine Nachtigall, die ein weißes Exemplar mit ihrem Herzblut eingefärbt habe.
:Andrea Lorenz

Katzen sind einfach der Renner! Egal ob im Internet oder zu Hause. Und unabhängig davon, ob es sich um eine gezüchtete Rassekatze handelt oder um einen Mischling, dem gar keine Katzenrasse zugeordnet werden kann.

Um es mit da Vincis Worten auszudrücken: „Das kleinste Katzentier ist ein Meisterstück.“ Am kommenden Umarme-Deine-Katze-Tag soll daher der Zuneigung für die felinen MitbewohnerInnen des Menschen Nachdruck verliehen werden, indem man sie schlichtweg umarmt. An diesem Punkt bitte auf Körpersprache achten! Leicht geschlossene Augen der Katze sowie ein Blinzeln signalisieren Zuneigung und können leicht vom Menschen imitiert werden; was wiederum häufig durch die Katze erwidert wird. Eine Pfote mit gezückten Krallen und einem begleitenden Fauchen hingegen bedeutet das Gegenteil. 

Der ursprünglich aus den USA stammende „Feiertag“ ist übrigens auch etwas für Nicht-Katzen-BesitzerInnen; in Übersee hat man ihnen zuliebe neben dem „Hug Your Cat Day“ den „Hug Someone Else’s Cat Day“ eingeführt.

:tom

Jeden Mittwoch verteilen wir in der :bsz-Redaktion verschiedene Aufgaben, die der- oder diejenige RedakteurIn innerhalb einer Woche zu erledigen hat. Dazu gehört unter anderem die Beantwortung von Mails oder eben die Versorgung unserer beiden Pflanzen.

Einige Menschen vergessen unsere Blümchen: Für all diejenigen gibt es den Aktionstag „Gieße eine Blume“ am 30. Mai, damit die Blumen erhalten bleiben.

Um das Grünzeug zu wässern, gibt es stylische Gießkannen, mit breiteren oder schmaleren Tüllen. Die Breiten eignen sich besonders für den Garten oder große Blumenkästen auf dem Balkon, die Schmalen sind hervorragend für Zimmerpflanzen, denn mit ihnen kann man den Wasserstrahl gezielter in Gefäße steuern. Wir, die :bsz-Redaktion, haben keine Gießkanne, aber das ist nicht schlimm, denn dafür haben wir die Wasserflasche Günther, die sich bestens dafür eignet, unsere Pflänzchen zu wässern.

Günther verdankt seinen Namen unserer Redakteurin Kendra, die ihn bestens in unsere Redaktion integriert hat.                        

  :kac

 

Während Blumen in Gewehrläufen bloß Symbole sind, feiern bekennende PazifistInnen an diesem Sonntag den Internationalen Tag der Kriegsdienstverweigerung mit Mahnwachen und Demonstrationen.

Seit 1921 propagieren die War Resisters’ International (WRI), ein Netzwerk von 90 Organisationen, die gewaltfreie Revolution. Dabei gelten ihre Ambitionen nicht aktiven Anti-Kriegsmaßnahmen, sondern der Unterstützung derjenigen , die sich dem bewaffneten Einsatz aus moralischen Gründen verweigern. 

Krieg sei „ein Verbrechen gegen die Menschheit“, heißt es in der Gründungserklärung der WRI. In Zeiten, die nicht mehr ohne Nachrichtenbilder von BürgerInnenkriegen auskommen, eine nach wie vor bedeutende Botschaft. Für die tatsächliche Gewährleistung von BürgerInnenrechten und Schutz vor staatlichen Repressionen werden am 15. Mai wieder Tausende auf die Straße gehen, um das einzufordern, was trotz Europäischer Menschenrechtskonvention immer noch nicht in allen europäischen Staaten als Selbstverständlichkeit gilt.

:ksz

Gerade in diesem Jahr, diesem Monat ist es besonders wichtig, dass Österreich diesen Nationalfeiertag gebührend begeht. Beim ersten Wahldurchlauf im April konnte sich der rechte Norbert Hofer (FPÖ) als aussichtsreichster Kandidat (35 Prozent) für das Amt des Bundespräsidenten durchsetzen. Daher sollten die ÖsterreicherInnen am Gedenktag gegen Gewalt und Rassismus im Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus insbesondere den Teil „gegen Rassismus“ im Namen verinnerlichen, bevor sie am 22. Mai bei der Stichwahl zwischen Hofer und dem von den Grünen unterstützten Alexander van der Bellen entscheiden müssen. Schließlich hat der Nationalrat 1997 diesen Feiertag eingeführt, „um die Sensibilität gegenüber den verschiedenen Formen der Gewalt zu wecken und zu verstärken“. Am 5. Mai 1945 wurde das KZ Mauthausen befreit. Wohl ebendieser FPÖ, die damals drittstärkste Kraft im Nationalrat war und nun, 2016, wieder so stark ist, ist es zu verdanken, dass der Gedenktag nicht explizit den Holocaust im Namen trägt.

 
:mar