Am 14. Juni 1868 wurde Karl Landsteiner geboren – niemand ahnte damals, dass der gebürtige Österreicher später das System der Blutgruppen entdecken und dafür den Nobelpreis für Medizin erhalten würde. Heute hingegen dreht sich an seinem Geburtstag alles rund um den roten Körpersaft, denn seit 2004 wird am 14. Juni der Weltblutspendetag begangen.

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Wer kennt das nicht? Wir waschen unsere Wäsche, falten die ersten beiden Sockenpaare zusammen – und beim dritten Paar fehlt plötzlich eine Hälfte. Am Tag der verlorenen Socke am 9. Mai können wir der verlorenen Partnerin dann gedenken. Das Mysterium um die immer mal wieder in der Waschmaschine verschollenen Socken wurde bis heute nicht vollständig gelöst –  wobei die Spaß-Enzyklopädie Stupipedia eine ganz eigene Theorie des Verschwindens offenbart: „Bei der Geburt einer Socke sucht sie sich innerhalb von wenigen Minuten einen Lebenspartner. Etwas Menschliches kann dieses Bündnis kaum trennen, als nur allein das gewaltige Drehen, Schleudern und Trommeln der Waschmaschinen. Dabei landet die eine meist im Müll oder vergammelt im Schrank, die andere entschwindet durch den Abwasserkanal zu der 1900 gegründeten Geheimorganisation der Socken. Anführer dieser Geheimorganisation ist Osama bin Socke.“ 
Die AnhängerInnen der verwaisten Socken versuchen gemeinsam, die partnerInnenlose Fußbekleidung zu entsorgen oder nützliche Sachen daraus zu basteln, wie zum Beispiel Sockenpuppen für Kinder oder mit Lavendel gefüllte Duftsäckchen. Auch für Putzlappen eignen sich die einsamen Socken.
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Der Internationale Tag des Versuchstiers wurde von der britischen Tierrechtlerin Muriel Dowding 1962 ins Leben gerufen. Der Tag soll uns darauf hinweisen, wie grausam Tierversuche sind. Jährlich werden schätzungsweise 100 Millionen Wirbeltiere, wie zum Beispiel Hausmäuse oder Primaten, für Experimente verwendet. Viele der Tiere sterben an den Folgen der Versuche oder werden anschließend getötet. Die Lebewesen werden nicht nur in der Kosmetik-, Tabak- und Pharmaindustrie eingesetzt, sondern auch in der Medizin. Sie dienen dort der Erkenntnisgewinnung zur Entwicklung neuer Therapiemöglichkeiten.

Knapp 13.000 Wirbeltiere werden jährlich allein an der RUB für Forschungszwecke verwendet. Die RUB bietet sogar im Optionalbereich jedes Semester einen Kurs über die Grundlagen tierexperimenteller Arbeit an. Drei Credit Points bekommt Ihr für diese praktische Übung mit Versuchstieren. Seit dem 1. Januar 2014 besteht an der RUB eine Meldepflicht für alle genetisch veränderten Tiere. Bei sogenannten „überschüssigen“ Tieren (die nicht mehr für Versuche geeignet sind) muss ein triftiger Grund angegeben werden, um das Tier „entsorgen“ zu können, sprich zu töten. Laut dem Tierschutzbeauftragten Matthias Schmidt können diese Tiere jedoch für in-vitro-Versuche (Experimente, die in einer kontrollierten künstlichen Umgebung außerhalb eines lebenden Organismus stattfinden, wie zum Beispiel in einem Reagenzglas) verwendet werden.

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Ihr denkt bei Platten und Musik nicht zuerst ans lockere RUB-Pflaster? Für Euch klingen Album-Download und Streaming-Dienst seelenlos? Ihr, die Musik auf Silberscheibchen oder – noch besser – Vinylräder gepresst bevorzugt, wisst, was Ihr am Record Store Day (RSD) zu tun habt: Huldigt den Plattenläden Eures Vertrauens! Geht in die unabhängigen Record Stores, weil seit 2007 der dritte Aprilsamstag Euer höchster Feiertag ist! „More important than Christmas“, schrieb die L.A. Times 2011. Weltweit machen Tausende Indie-Plattenläden mit, verkaufen exklusiv zum RSD produzierte Platten, veranstalten Partys und Konzerte. Vergesst Produktempfehlungsalgorithmen! Lasst Euch lieber von VinylfachverkäuferInnen beraten und in Fachsimpeleien verwickeln! Wühlt nach der Platte, die Ihr schon immer gesucht habt, – und findet eine ganz andere! Wenn Ihr dann den Store so richtig unterstützen wollt, kauft Ihr Euch diese Scheibe!

In Bochum machen DISCover (Untere Markstraße 1) und Aktiv Music Point (Kortumstraße 97) mit. Welche Läden in der Nähe sonst noch dabei sind, erfahrt Ihr unter: www.recordstoredaygermany.de

:Johannes Opfermann

Wer in den letzten Tagen im Chinesischen Garten der RUB entspannen wollte, stand vor verschlossenen Türen: „Aufgrund von Vandalismus vorerst geschlossen!“ Wer jedoch am 13. April zum Ehrentag der Pflanze viel Grün erspähen möchte, wird sich sowieso eher im Rest des Botanischen Gartens aufhalten.

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Am 14. März 2015 um exakt 9:26:54 Uhr passiert er: Der Super-Pi-Tag zu Ehren der Kreiszahl Pi. Ursprünglich 1988 in San Francisco vom Physiker Larry Shaw inoffiziell ins Leben gerufen, wurde der Pi-Tag 2009 sogar vom US-Kongress zu einem nationalen Feiertag erklärt.  Dank US-amerikanischer Datumsschreibweise 3-14-15 mutiert der Pi-Day in diesem Jahr zum Super-Pi-Day, entsprechen doch Datum und haargenau festgelegte Uhrzeit – 9:26:54 – Pi bis auf die neunte (gerundete) Nachkommastelle. Zwar mögen die einen oder anderen EuropäerInnen wohl an der Richtigkeit dieser Zeitrechnung zweifeln, doch wird ihnen sicherlich der kreisrunde Kuchen schmecken. Die Kuchentradition greift nämlich auf die englische Phonetik zurück, die Kuchen (pie) und die Zahl Pi gleich klingen lässt. Da wir das unendliche Pi hier nicht in ihrer Gänze ehren können, da dazu schlicht der Platz fehlt, soll ihr wenigstens die letzte Zeile gehören: 3.1415926535897932384626433832795028841971693993751058…

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Die Geburt eines Eisbären in einem deutschen Zoo ist meist nur eine Randnotiz für die Lokalblätter –  bis 2006 ein gewisser Knut das Licht der Welt erblickte und plötzlich die Titelblätter sämtlicher Zeitungen dominierte. Die größten politischen Streitthemen erschienen nebensächlich angesichts der ersten tapsigen Schritte des wandelnden Kuschelbär-Klischees in der Öffentlichkeit. Tatsächlich bleiben Eisbären nicht lange klein und niedlich, schließlich müssen sie ja ihrem Titel als größtem an Land lebenden Raubtier gerecht werden. Ein Titel, der eventuell bald einer anderen Tierart zufallen könnte, denn Schätzungen zufolge leben weltweit nur noch zwischen 25.000 und 30.000 Eisbären in freier Wildbahn.

Der Tag des Eisbären wird seit 2004 begangen und soll darauf aufmerksam machen, dass die Tiere vor allem durch illegale Jagd bedroht sind, die auch vor 1973 eingeführten Fangquoten nicht Halt macht. In US-amerikanischen Zoos bekommen die Eisbären an diesem Tag eine Extraportion Fisch – ob das ihren Artgenossen in der Wildnis hilft, ist die andere Frage.

:bk

Bild: 21. Februar: Welt-Tannenzapfentier-Tag, Welt-Schuppentier-Tag Project Pangolin

Wer vertilgt rund 70 Millionen Ameisen im Jahr? Wer hat keine Zähne, sondern zerkleinert seine Nahrung mithilfe von Steinen in seinem muskulösen Magen? Wer hat eine Zunge, die länger ist als sein Körper? Es ist das Schuppentier!

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