Protest
Futtern wieder bei Muttern: Das Ärgernis der Akafö-Preiserhöhung
Bündnis gegen zu hohe Akafö-Preise: Mitglieder der GHG, KLIB und BIER grillen für die Studierenden. Foto: kac

Seit einigen Wochen ärgern sich viele von uns über die Preiserhöhung in der Mensa und den Cafeterien, die vom Akafö betrieben werden. Eine willkürliche Preisanhebung auf fast alle Speisen und Getränke, die eineN umgehauen hat. Hochschullisten wie die Grüne Hochschulgruppe Bochum (GHG), Kultur & Leben in Bochum (KLIB) und die BIER-Liste setzten vergangenen Mittwoch ein Zeichen gegen die Akafö-Preispolitik.

Aktionstag: TTIP und CETA stoppen
TTIP und CETA: Demokratie leben! :bsz-Redakteur Tim Schwermer nahm aktiv am großen Aktionstag teil. Foto: tims

Während über das transatlantische Handels­abkommen TTIP (Trans-Atlantic Free Trade Agreement) zwischen den USA und der Europäischen Union noch gestritten wird, scheint beim lang verhandelten CETA-Abkommen (Comprehensive Economic and Trade Agreement) mit Kanada bereits Einigkeit erzielt worden zu sein. Doch campact! und europaweit 240 andere Nicht-Regierungsorganisationen wollen beide Abkommen stoppen und organisierten einen Aktionstag, um eine Million Unterschriften zu sammeln. :bsz-Reporter Tim Schwermer orderte auch das Basic-Paket, um aktiv teilzunehmen.

Kommentar: Ist Meinungsfreiheit an der RUB verboten?
Brutzeln gegen das Preisdiktat. Foto: kac

Ein ziemlicher Schock war es, als in allen Akafö-Betrieben die Preise plötzlich 30 Prozent höher waren. Die RUB ist eine Pendleruni und es liegt in ihrer Verantwortung, dass sich alle eine warme, ausgewogene Mahlzeit leisten können.

Nach Fahrpeiserhöhungen durch VRR: Protest und Kritik durch Studierende

Ganze zehn Minuten hat es gedauert: Der Verwaltungsrat des Verkehrsverbunds Rhein-Ruhr (VRR) hat am Freitag, den 27. Juni, im Rathaus Essen Semesterticketerhöhungen bis 2020 abgesegnet. Neben den regulären Tariferhöhungen um 3,3 Prozent wurde eine Sondererhöhung für das Semesterticket beschlossen: Bis zum Winteresemester 2015/16 soll der Preis um 2 Euro angehoben werden, ab dem Sommersemester 2016 kämen bis 2020 um die 45 Cent pro Monat hinzu. Schon im Vorfeld kritisierten StudierendenvertreterInnen eine Intransparenz in den Tarifgesprächen mit dem VRR. Erst nach dem Beschluss boten Verantwortliche einen Dialog an. Da zog es die rund 100 empörten Studierenden, die der Verwaltungssitzung beiwohnten, aber schon in einer Demo zum Essener Campus auf die Straße.

Normiertes Saatgut und privatisiertes Trinkwasser?
Bedrohte Vielfalt! Bald auch beim n.a.t.u.r.-Festival keine unbedrohte Saatgutvielfalt mehr? Foto: clu

Macht die EU nur noch Politik für Großkonzerne? Die aktuellen Bestrebungen der politischen Eliten, die Grundversorgung der Bevölkerung multinationalen Konzernen zum Fraß vorzuwerfen, lassen das vermuten: Wenn es nach der Europäischen Kommission ginge, würde nicht nur einer Privatisierung der Trinkwasserversorgung Tür und Tor geöffnet (siehe :bsz 945, Seite 4, „Sintflut oder Sturm im Wasserglas“), sondern künftig bei Obst und Gemüse fast ausschließlich kostspielig patentiertes Saatgut zugelassen. Durch europaweite Referenden gegen beide Vorhaben wird versucht, die basisferne Eurokratie zu zügeln – mit ersten Erfolgen. Wieviel bürokratische Bevormundung aus Brüssel verträgt Europa?   

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