Bild: Diskussion vor vollem Haus: Die Veranstaltung „Chancen schaffen Aufstieg. Bildungsgerechtigkeit und Bildungsaufstieg fördern“ war gut besucht. , Friedrich-Ebert-Stiftung beleuchtet Aufstieg durch Bildung: Wissenschaftsministerin an der RUB Foto: Jan Frytag

In einem Dialog zwischen Politik, Bildungsfördernden und BildungsforscherInnen diskutierten am 3. November unter anderem Wissenschaftsministerin Svenja Schulze und RUB-Professor Karsten Rudolph vpm Historischen Institut die Gerechtigkeit im Bildungssystem. Kritisiert wurde, dass in Deutschland noch immer Bildung zu sehr mit Herkunft verknüpft sei. Dies zu ändern sei eine Herzensangelegenheit der SozialdemokratInnen, wie Moderatorin Eva Ellereit betonte. In der Diskussion wurde jedoch angemerkt, dass der Fokus auf die Herkunft den Blick auf andere Hindernisse beim Bildungsaufstieg verdecke.

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:Die Redaktion

 

Die druckfrische :bsz-Ausgabe 1103 wurde in der vergangenen Woche nicht am Campus verteilt. Das entschied der Vorstand des AStA. Grund dafür: ein schlecht recherchierter Artikel über den beschlossenen Nachtragshaushalt. Die Opposition spart nicht mit Kritik, der AStA als Herausgeber gab via Facebook eine Stellungnahme ab. Und die :bsz steht im Kreuzfeuer der Kritik. 

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Bild: Finanzen: Ein Überblick über die Kosten Bochumer Neubauten Karikatur oben: kac Illustrationen/Grafik unten: mar

Kunstmuseum

Die Dachsanierung wird doppelt so teuer wie geplant: 1,2 Mio. Euro statt 600.000 Euro

Der Grund: Vorher nicht bekannte notwendige Neuerungen der Dachentwässerung und eine von der Gebäudeversicherung geforderte Spezialverglasung. Außerdem: notwendige Asbestsanierung und Brandschutzmaßnahmen.

Amtshaus Harpen

Für die Sanierung des BürgerInnenzentrums soll die Stadt 1,2 Mio. Euro zur Verfügung stellen. Im nächsten Jahr stehen 670.000 Euro zur Verfügung, die übrigen 530.000 Euro in den Folgejahren.

Bergbaumuseum

Sanierung und Ausbau zum Leibniz-Forschungsmuseum. Geplante Ausgaben: 54 Mio. Euro, Dauer bis 2020.

Anneliese-Brost-Musikforum Ruhr

Kosten insgesamt 38 Mio. Euro statt 32,9 Mio., davon 15 Mio. Euro Spenden, die übrigen ca. 16 Mio. von der EU, Städtebau-Förderung und Kultur-Förderung. Geplant war ein städtischer Anteil von 2,4 Mio. statt 15 Mio.

Zentraler Betriebshof am Hauptfriedhof

Wird 1,2 Mio teurer als gedacht. Darin enthalten: Risikoaufschlag von einer halben Million Euro, angesetzt für „bisher noch nicht kalkulierbare Risiken“. Gesamter Kostenrahmen: 7,3 Mio Euro.

U35-Haltestelle Gesundheitscampus

Die Kosten für die für 12,2 Mio. Euro geplante Haltestelle belaufen sich mittlerweile auf 15 Mio. Euro. Die Haltestelle sollte ursprünglich bereits im Sommer 2014 eröffnet werden.                  

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Bild: Eine gut gelaunte Ministerin: Svenja Schulze bei ihrer Eröffnungsrede. , Ministerin Svenja Schulze debattiert an der RUB über Bildungsgerechtigkeit Foto: Jan Freytag

Die Friedrich-Ebert-Stiftung lud am 3. November an der RUB zu einem Veranstaltungsabend mit dem Titel „Chancen schaffen Aufstieg. Bildungsgerechtigkeit und Bildungsaufstieg fördern“. Neben Diskussionen zwischen der Wissenschaftsministerin, BildungsakteurInnen und BildungsforscherInnen konnten sich Interessierte auf einem Markt der Möglichkeiten über Förderangebote von Bochumer Hochschulen und Fördervereinen wie Arbeiterkind e. V. informieren.

Gut gelaunt rief die Wissenschaftsministerin in ihrer Begrüßungsrede: „Eigentlich sind wir ja alle Talente.“ Den Rahmen der Veranstaltung bildeten die Fragen, warum einige ihre Talente nutzen können, aber andere nicht und was zu ihrer Förderung getan wird.

Talentscout Suat Yilmaz berichtete von seinem eigenen steinigen Bildungsaufstieg und wies auf den Mangel an Fördererern und Förderinnen sowie Vorbildern im Bildungswesen hin. Das Fehlen von Vorbildern in den Schulen – insbesondere männliche mit Zuwanderungsgeschichte – wurde vom Professor der Geschichtswissenschaft Karsten Rudolph angesprochen. Auch Ministerin Schulze schien dieses Problem erkannt zu haben und berichtete vom Förderprogramm der Landesregierung zugunsten von Lehrpersonal mit Zuwanderungsgeschichte.

Nicht nur Diskussion, sondern auch Austausch

Neben der wissenschaftlichen Perspektive durften auch Studierende ihren Blickwinkel mit einbringen. Die Studentin Sina aus der Wischen von Arbeiterkind e. V. berichtete von ihren Erfahrungen als Jura-Ersti und von dem Standesdünkel, der ihr dort begegnete. Ausführlich wurden dann durch Fragen des Moderators die verschiedenen Bildungschancen und Fördervereine vorgestellt.

Diese präsentierten sich ebenso wie die Förderangebote der Bochumer Hochschulen, wie etwa der Career Service. Laut Organisatorin Eva Ellereit habe man bewusst nicht nur einen Diskussionsabend geplant, sondern hatte auch immer den Austausch zwischen Fördernden und zu Fördernden im Blick. Es war ein gelungener Abend mit vielen Beispielen der Diskutierenden zu ihren eigenen Bildungswegen.

Gastautor :Jan Freytag 

Bild: Verrechnet? Die Haushaltsführung des AStA sogt für Empörung bei der Oppositionsliste GRAS. , Wahlkampferöffnung: GRAS wirft AStA schlechte Finanzpolitik vor

„Grob fehlerhaft“ seien die Rechnungsergebnisse der letzten Haushaltsjahre, so die Liste der Grünen & alternativen Student*innen Bochum (GRAS) in einer Stellungnahme. Erstmals seit dem Mensapartyskandal 2007 plant der AStA zudem, auf Geldrücklagen zurückzugreifen.

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Bild: Netzwerken an der RUB: Beim ersten Pitch im UFO am vergangenen Mittwoch wurden Kontakte zwischen GründerInnen und InvestorInnen geknüpft. , Alte Wollschläger-Lagerhalle wird künftig von GründerInnen genutzt Foto: Agentur der RUB

In einer Lagerhalle an der Industriestraße, die 2014 von dem Werkzeug-Hersteller Wollschläger verlassen wurde, entsteht ein Makerspace für kluge Köpfe. Dirk Hansmeier von Worldfactory wird InventorInnen künftig dabei beistehen, ihre Produkte marktfähig zu machen und mögliche InvestorInnen dafür zu begeistern. Die neue Lokalität bildet nach dem UFO (Universitätsforum)  den zweiten Schritt für GründerInnen und soll interdisziplinären Austausch ermöglichen.

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Bild: Immerhin steht die Marienkirche noch: Das Musikforum ist Kirchenerhalt für 38 Millionen Euro. Foto: mar, Kritik an BoSy-Spielstätte neuentflammt Foto:: mar

Streitfall Musikforum: Nun ist es gebaut und mit einem zweitägigen „Bürgerfest für alle“ am 29. und 30. Oktober eröffnet worden. Erst am 28. Oktober wurde eine Beschlussvorlage angefertigt, nach der ungeplante 921.000 Euro Mehrkosten, die das Musikforum verursacht, aus dem Schuletat der Stadt gedeckt werden sollen. Laut Volker Steude von den Stadtgestaltern, einem der schärfsten Kritiker des Musikforums, hat das Projekt die Stadt nicht wie geplant 2,4 Millionen Euro gekostet, sondern inklusive versteckter, mit dem Projekt mittelbar und unmittelbar verbundener Kosten über 15 Millionen. Die laufenden Kosten belaufen sich nicht auf 0,58 Millionen, sondern auf über 3 Millionen Euro im Jahr.

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Last week, a 27-year old man died after partying, probably due to toxic drugs. Two friends of him were also intoxicated, and hence hospitalised. In the meantime, police have interrogated a suspect from Bochum, who is said to have allegedly sold the toxic pills. North­rhine-Westphalia’s (NRW) left-wing party Die Linke now demands drug checks to avoid more drug-related deaths.

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Bild: Erst reserviert, dann abgesagt: so machen Lokale Verluste. , Bochumer Restaurants beklagen finanzielle Verluste Foto: ken

Weihnachtszeit ist Essengehzeit. Doch was ist, wenn man den reservierten Tisch nicht wahrnimmt? Als GastronomIn bleibt man oft auf hohen Kosten sitzen. Deshalb fordern einige Bochumer GaststättenbetreiberInnen – abhängig von den jetzt anstehenden Feiertagen – für das kommende Jahr eine Reservierungsgebühr, die verrechnet werden soll, wenn die Gäste wie geplant erscheinen.

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Ein PR-Stück mit 1,7 Millionen Euro Produktionskosten: Die Bundeswehr hat mit erheblichem Aufwand die Dokutainment-Reihe „Die Rekruten“ auf Youtube gestartet. Mit zusätzlichen 6,2 Millionen Euro Werbeetat wird auf die Online-Serie aufmerksam gemacht. Kritik gab es prompt, nicht nur von der Linkspartei für die Kampagne an sich, sondern auch vom Wehrbeauftragten des Bundestags, der das Geld lieber direkt in die Truppe investiert sieht.

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