Jan Freytag (fry)
Zu Besuch im Imperial War Museum
„Tee statt Waffen“ : Plakat der Antikriegsbewegung gegen den Irakkrieg. Foto: Jan Freytag

Wie lässt sich Krieg darstellen, ohne ihn und seine AkteurInnen zu glorifizieren oder zu dämonisieren? Kann man ZivilistInnen den Horror und die Gefahren der Front und des Kampfes jenseits von Kriegsromantik begreiflich machen? Diese Frage dürfen sich nicht nur VeteranInnen und PolitikerInnen, LiteratInnen und andere GeisteswissenschaftlerInnen stellen, sie müssen vielmehr die Gesellschaft als Ganzes beschäftigen. Der Archivar der :bsz, Jan Freytag, war für Euch vor Ort. 

Eine verlorengeglaubte Waffe, die im Nordirlandkonflikt zur Tötung von 15 KatholikInnen in einem Belfaster Wettbüro benutzt wurde, ist im Imperial War Museum in London aufgetaucht. Dort lag sie jahrelang in einer Vitrine ohne weitere Beachtung zu finden.

Mangelhaftes Informationsmanagement
Eigentlich sollte an dieser Stelle ein ausgewogener Artikel über die Campussecurity der RUB stehen. Aufräumen wollte ich mit den Vorurteilen über Sicherheitsleute als Spaßbremsen und Möchtegernsherrifs, die Studierende vom Campus und aus ihren Fachschaftsräumen vertreiben. Dieser Artikel muss leider auf Grund von Informationsausfall und Themenumleitung entfallen.
 
Der Mythos der Selbstmorduni
Haltung bewahren: Treibt die RUB Studis in den Freitod? Zeichnung: Klaus Pitter; Quelle: :bsz-Archiv

Viele Erstis haben schon vom ihm gehört – dem Mythos der Bochumer Selbstmorduni. Kaum jemand weiß jedoch, wie er entstand und ob er überhaupt wahr ist. Denn auch an anderen Universitäten geschehen Selbstmorde, doch nur an der RUB werden Statistiken geführt. Klar ist: Auf den ersten Blick hinterlässt die Ruhr-Uni keinen positiven Eindruck. Zu viel Grau, zu viel Beton; das bemerkte auch schon Mitte der 1970er Jahre „Die Zeit“: „Festgefroren auf der grünen Woge der Ruhrberge droht die Ruhr Universität Bochum. 13 Gebäude mit Balkons, die niemand betritt. Fenster, die niemand wäscht. Professoren, die keiner kennt. 19.600 Studenten, die niemand tröstet“ („Zeitzeichen“, WDR).

Das Féile-an-Phobail-Festival in Belfast
Politik trifft Kunst trifft Unterhaltung: In Belfast geht das alles Hand in Hand. Quelle: Twitter / Jan Freytag

Das Féile-an-Phobail-Festival passt eigentlich nicht nach Belfast. Wenigstens habe ich die Stadt bisher nicht mit Fröhlichkeit, Heiterkeit und Toleranz in Verbindung gebracht. Durch das Féile habe ich Belfast jedoch von einer ganz neuen Seite kennengelernt.

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