Bild: EU-Podiumsdiskussion: Unter anderem Sascha Bednarz (CDU) und Fotios Amanatides (Piraten) diskutierten die Zukunft Europas., Europawahl: Kandidaten verschiedener Parteien diskutieren auf dem Campus Foto: bk

Die Europawahl scheint ein Imageproblem zu haben: Während die Beteiligung bei der letzten Bundestagswahl im Vergleich zur letzten Wahl um einige Prozentpunkte nach einem historischen Tief im Jahr 2009 auf etwa 75 Prozent gestiegen ist, konnten sich bei der letzten Europawahl nur 42 Prozent aller stimmberechtigten BürgerInnen dazu aufraffen, ihr Kreuz auf den Wahlzettel zu setzen. Damit dies bei der nächsten Wahl am 25. Mai anders wird, organisierte das AStA-Referat für Politische Bildung eine Podiumsdiskussion mit Kandidaten einiger Parteien, um interessierten Studierenden die Möglichkeit zum Austausch über politische Themen zu geben.

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Bild: Ruhe vor dem Sturm: In Westerfilde haben sich die Neonazis versammelt, um mit Fahnen, Transparenten und Wut im Bauch durch Dortmund zu ziehen., Rund 450 Rechtsradikale marschierten durch Dortmunder Vororte und trafen auf breiten Widerstand Foto: dh

Feiertags ist 9 Uhr morgens besonders früh. Diesige Luft legt einen Schleier über die menschenleere Dortmunder Innenstadt. Polizeiwagen warten auf dem Bahnhofsvorplatz. Der U-Turm verkündet in fliegenden Bildern, dass er Nazis schon damals doof fand. Am Abend werden die Medien berichten: von Rechtsradikalen, verbal aggressiv, friedlich protestierenden BürgerInnen, ein wenig Polizeigewalt – gegen vermummte Linksautonome, denn die haben angefangen. Alles wie immer. Und bestimmt kommen sie wieder, spätestens Anfang September, Neonazis jeder Couleur: Tätowierte, stiernackige Glatzköpfe, mit vor Wut pulsierenden Adern auf der Stirn, Möchtegernhitler, deutsche Altrocker und junge „autonome Nationalisten“ in Schwarz. Alles wie immer – oder nicht?

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Bild: Einkaufswagen als Arbeitsgerät: Auch unter PfandsammlerInnen gibt es unterschiedliche Grade der Professionalisierung., Erste wissenschaftliche Arbeit über PfandsammlerInnen erhellt eine Sozialfigur Illustration: mar

Seit einigen Jahren gehören sie zu einem Fußballspiel wie die Fangesänge, zu einem Festival wie das Bier, zum Gelände vor dem Eingang der Disko wie die Türsteher; man trifft sie in jeder deutschen Großstadt auf ihren Routen, in Bochum auch an der Uni und im Bermudadreieck: Die Rede ist von PfandsammlerInnen, denjenigen Menschen, die für acht Cent öffentliche Mülleimer durchwühlen. Der Soziologe Sebastian J. Moser hat sich dieser „urbanen Sozialfigur“ erstmals ausführlich wissenschaftlich angenommen. Das erstaunliche Ergebnis seines im März erschienen Buches „Pfandsammler“, das auf seiner Dissertation basiert: Geld ist nicht das einzige Motiv der SammlerInnen, nicht einmal das wichtigste.

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Bild: Erhebt den Arm für den Frieden: Gesellschaftskritiker Ken Jebsen., Jebsen: medienwirksam auf Facebook, Youtube, Montagsdemos – wer ist das eigentlich? Foto: Flickr, watchyaworld (CC BY-NC-ND 2)

Ken Jebsen ist ein freischaffender Journalist, der sich via Internet vermarktet und zurzeit auf den (neuen) Montagsdemos das Wort ergreift. Im Internet engagiert er sich als kritische Stimme, welche die Gesellschaft hinterfragen und Missstände anprangern will. Wer aber ist Ken Jebsen oder KenFM? Was hat er vorher gemacht, was tut er jetzt und wieso sollte mich das interessieren? Dieser Artikel will Euch nicht nur Fragen beantworten, sondern auch stellen.

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Bild: Das erste Mal beim Comedy Clash im Kulturcafé dabei: Fatih Çevikkollu., AStA und Autonomes AusländerInnen-Referat präsentieren Comedy Clash Vol. II Foto: fatihland.de, Heiko Neumann Public Relations

Am 7. Mai ist es wieder so weit: Der Comedy Clash 2014 im KulturCafé geht in die zweite Runde. Mit multikulturellen Comedy-Sternchen kann wieder gelacht und vor Freude geweint werden. Lachen mit Moderator Benaissa, sowie aus dem letzten Jahr bekannten Gesichtern: Hany Siam, Pu und Enissa Amani und einem zumindest auf der KulturCafé-Bühne neuen Comedian.

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Bild: Noch ahnt ahnt er nichts von seinem Sieg: Tuna Tourette (rechts) spricht mit Moderator Sebastian 23, dazwischen Slamteilneh­merInnen Felicitas und Frederik., Zwölf SlammerInnen spielten beim Campus-Slam mit Worten und Bildern Foto: USch

Ein Abend im April. Im gut gefüllten KulturCafé sitzen Studierende zusammen; Stimmengewirr erfüllt die Luft, im Hintergrund läuft leise Musik. Doch die BesucherInnen, die es an diesem Abend des 29. April ins KulturCafé zog, redeten zu Beginn nur, weil sie auf die WortakrobatInnen warteten, die bald die Bühne betreten sollten. Sie wollten den auf der Bühne vorgetragenen Worten lauschen. Worte, die zornig sind, Worte, die berühren wollen oder den/die ZuhörerIn einfach nur zum Lachen bringen sollen. Es war so weit – auf dem Campus fand wieder der semesterliche Poetry Slam statt.

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Bild: Die Göttinnen haben gerufen: An einem hellen und warmen Abend auf dem Weg zum Vortrag in der Frauenbibliothek., Religionen, Frauenbilder und Frauenfeindlichkeit Foto: Patrick Henkelmann

Betrachtet man Religionen kritisch, kann man auch die Stellung der Frau und ihre Gleichberechtigung in Augenschein nehmen. Selten aber wird das mythologische und theologische Frauenbild der Religionen an sich betrachtet. Dabei hat selbiges einen erheblichen Einfluss auf die Entwicklung der Geschlechterverhältnisse in den jeweiligen Kulturräumen. Letzte Woche Montag fand in der Frauenbibliothek Lieselle (in GA) zu eben diesem – viel zu selten beleuchteten – Thema ein außergewöhnlich interessanter Vortrag statt. Die aus Tübingen angereiste Theologin, Mythenforscherin und Buchautorin Vera Zingsem referierte aus feministischer Perspektive über religiöse Frauenbilder, von den drei Frauen Adams über die von Zeus geborene Athene bis hin zur sumerischen Göttin Inanna.

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