Kolumne

Die RUB hat ihren ganz eigenen Sound, und der klappert auffällig gefährlich. Die älteren unter Euch erinnern sich noch an Super Mario und seinen Kampf gegen verschwindende Bodenplatten.

Isoglukose, eine Zuckerart aus Mais – in den USA schon lange verwendet, hier noch stark begrenzt – wird ab Oktober flächendeckend erlaubt und stellt nicht nur eine Gefahr für die heimische Zuckerproduktion dar, die nun mit dem billigen Zucker aus Brasilien mithalten muss. Denn das Miese an diesem Stoff ist, dass man ihn nicht erschmecken kann.

Neuer, größer, besser! Und bald auch in Deinem Kiez! Du hast gedacht, Du brauchst keinen Luxus-Studi-Appartementkomplex in Deiner Nachbarschaft? Dann hast Du Deine – marktwirtschaftlich ohnehin falsche – Rechnung ohne die BaseCamp GmbH gemacht. Deren Arbeitsweise ist klar und deutlich erkennbar: einfaches Prinzip, maximaler Profit. Anders sind die horrenden Mietkosten in bisher drei Basecamp-Studierendenwohnheimen nicht zu erklären. Bald wird auch Bochum in den Genuss einer solchen Luxus-Absteige für den akademischen Nachwuchs kommen. Miete Deine voll eingerichtete Freiheit auf bis zu 27 Quadratmetern! Sei individuell, so wie alle Deine MitbewohnerInnen! Na? Schon überzeugt? Dann melde Dich noch heute, um eine superschnieke Bude in Bochums neustem Plattenbau für Studierende zu ergattern. Oder eben nicht. Trotz Leerstandsproblematik in Bochum muss glücklicherweise kein MalocherInnenkind unserer geliebten ProletarierInnen-Uni dieses Gespenst der Gentrifizierung unterstützen. In diesem Sinne: Glück auf!

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Sie ist wieder da: die Banalität des Bösen. Kassels AfD-Stadtverordneter Thomas Materner stellte sein kulturpolitisches Interesse unter Beweis und „kritisierte“ das neue Kunstwerk auf dem Königsplatz. Dabei handelt es sich um einen im Rahmen der documenta 14 dort aufgetürmten Obelisken des nigerianischen Künstlers Olu Oguibe.

Ich präsentiere: Die Willkommenskultur des Duden. Mit einer Filterblase scannte der Duden die politische Lage Deutschlands und passte sich ihr an. Die deutsche Sprache wird immer rechtspopulistischer, wieso sollten Propagandabegriffe wie „Flüchtlingskrise“, „Lügenpresse“ und „Volksverräter“ dann nicht im Duden stehen.

Lieber Martin „Sellerie“ Sellner,

das mit der Verteidigung Europas lernen wir aber noch ein bisschen, ja? Natürlich, durch das Einfrieren Eurer Spendenkonten habt Ihr eine Menge Geld in den Sand gesetzt; da hättet Ihr die Kohle auch direkt in den Rhein werfen können, Ihr hättet es wenigstens Platschen gehört. Doch statt Euch mit dem deutschesten aller Gewässer zufrieden zu geben, musstet Ihr Euch direkt ins Mittelmeer wagen? Wenigstens eins habt Ihr erkannt: Das Meer ist nichts für Euch Landratten in Hochwasserhosen, also habt Ihr Euch neben einem langsamen, alten Schiff gleich noch eine Crew gechartert. Nun, gechartert wäre zu viel gesagt: Ihr habt von den 20 srilankischen Seeleuten tatsächlich mehrere tausend Euro verlangt, um sie nach Italien zu befördern. Soweit, so … warte mal … Ihr habt nicht-europäischen AusländerInnen gegen Geld versprochen, ins sichere Europa zu gelangen? Ist das nicht Schlepperei? Menschenschmuggel? Wolltet Ihr nicht genau dagegen vorgehen? Das lief gehörig daneben. 

In diesem Sinne: Defend Europe – Help People in Need.                              

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Der Sultan rückt mal wieder auf die Titelseiten der Zeitungen seines Reichs. Natürlich wird nur positiv über den großen Herrscher berichtet, wie könnte es denn auch anders sein? Ein Schelm, wer böses dabei denkt. Und einE TerroristIn, die/der es wagt, Kritik zu üben.

Wie glücklich wir uns doch schätzen können, an der Ruhr-Uni etwas „ordentliches“ zu lernen. Nicht so wie die FaulenzerInnen, die ihre Zeit vergeudet haben und nun die bittere Pille für ihre schlechte Ausbildung schlucken müssen: Drei Mini-Jobs, um den Lebensunterhalt zu verdienen.

Große Aufregung bei der Berliner Polizei! BeamtInnen sollen in Hamburg hart gefeiert haben. Alles dabei: Wildpinkeln, Sex am Zaun und sogar tanzende PolizistInnen! 

Der Bundestag ist schon ein hinterfotziges Kerlchen. Er ist wie eine Mücke, die Euch im Sommer unbemerkt sticht, und nachdem Euch auffällt, dass das Gift Euren Körper durch Juckreiz in den Wahnsinn treibt, ist es bereits zu spät.

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