Avanti
Volle Plakatwände und volle Wohnungen
Verwirrung und Zerstörung: Beim Krieg der Plakate hat sogar Sauron schon den Überblick verloren. Karikatur: ck

Auf dem Campus tobt der Plakatkrieg, in der Stadt werden Einzelkämpfe um die wenigen WG- und Wohnheimzimmer ausgefochten. Der Wohnraum ist genauso knapp wie freie Flächen an den Wänden der Unigebäude. Wer dann endlich wohnungsmäßig fündig geworden ist, muss sich entweder mit der Polizei, MitbewohnerInnen in der WG oder mit Langeweile und Isolation (Geflüchtete) in den geschaffenen Heimen auseinandersetzen. Die :bsz gibt Tipps zu günstigen Wohnmöglichkeiten in Bochum, zeigt die Avanti-Situation in Dortmund auf (Bericht und Kommentar) und liefert AStA-Neuigkeiten zum Geflüchteten-Heim.

:Die Redaktion

 

Freiraumtage von Polizeirepression überschattet
Marketing trifft Realität: Protest gegen Leerstandsmisere.  Foto: bent

Nach einer Woche sind die Freiraumtage von Avanti mit Vorträgen, Workshops, Filmvorführungen und einer Demo zu Ende gegangen. Auch die Initiative für ein Soziales Zentrum zieht ein positives Fazit. Nach zwei Hausbesetzungen innerhalb einer Woche in der Nordstadt, die schnell Räumungen nach sich zogen, sowie weiteren Polizeischikanen stand dann aber doch die Repression im Vordergrund.

Kommentar: Nach Freiraumtagen: Krasse Polizeirepression sorgt für Unverständnis und verdeckt die wesentliche Frage
Hat Spuren auf der Straße hinterlassen: Die Avanti-Freiraumtage in Dortmund. Foto: bent

Ob Präsentation eigener Kunst, gemeinsames Grillen im Park oder eine Schnitzeljagd, mit der man spielerisch auf die Leerstandsproblematik im Stadtteil hinwies, es gab viele kreative Aktionen im Rahmen der Freiraumtage. Mit Polizeischikanen wurden Beteiligte eingeschüchtert oder provoziert, Veranstaltungen teilweise esprengt.

Entfaltung statt Verwertung: Freiraumtage Dortmund vom 6. bis 12. April.
So soll es wieder sein: Viele Menschen unterstützten im letzten Jahr das  Soziale Zentrum Avanti. Foto: bent

Demo, Workshops, Konzert und vieles mehr: Die Freiraum-Initiative Avanti, die sich letzten Sommer mit der einwöchigen Besetzung der ehemaligen St. Alber-Magnus-Kirche zusammen fand, plant einen neuen Anlauf: Das Soziale Zentrum Avanti war vor der Räumung für hunderte DortmunderInnen ein Anlaufpunkt, mit den Freiraumtagen vom 6. bis 12. April will man nun verstärkt für ein solchen Zentrum kämpfen.

Nach der Räumung: Sechs Tage Avanti in der Dortmunder Nordstadt
Freiräume jetzt! Die Banner verkündeten die Hausbesetzung. Foto: bent

Am Freitag, den 29. August, wurde das soziale Zentrum Avanti in der Dortmunder Nordstadt geräumt, um wegen versuchter Tötung, wie die Polizei begründete, zu ermitteln. Für die Menschen im Viertel verkörperte das selbstverwaltete Sozial- und Kulturzentrum aber auch eine Aufbruchstimmung. Eine Chronik der sechstägigen Besetzung.