Festival. Wenn Ihr auf einem Kunstfestival arbeiten möchtet und dabei ein aktiver Teil einer Theaterproduktion sein wollt, bei dem Menschen mit vielen kulturellen Hintergründen teilnehmen, dann habt Ihr nun die Chance dazu. Denn die Ruhrtriennale sucht für die Inszenierung „The Welcoming Party“ noch junge Guides, die das Publikum von Szene zu Szene führen, denn im Stück besuchen Zuschauer*innen mehrere Orte, an denen sich die Handlung abspielt. Bei der Inszenierung „The Welcoming Party“ der aus London stammenden, internationalen Theatergruppe Theatre Rites geht es um Flucht, das Abschiednehmen und Ankommen. Die Aufführung handelt von einem Sudanesen, der zum Höhepunkt der Flüchtlingsbewegung von Calais nach England reiste.

Da das Stück auf Englisch ist, werden gute Englischkenntnisse vorausgesetzt. Die Termine sind von Ende August bis Mitte September.

Weitere Infos gibt es unter tinyurl.com/Ruhrtriennale und ein Trailer der Produktion findet sich hier: tinyurl.com/youtube-ruhrtriennale

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Bild: Auch abseits von Hochschulpolitik: Die Wichtigkeit von studentischem Engagement., Historiker*innen kämpfen für Stellenerhalt Bild: stem

Mitbestimmung. Mit einer Petition haben sich zwei Studentinnen dafür eingesetzt, die Stelle ihres Dozenten zu erhalten. Dabei ging es ihnen nicht nur um den Lehrenden, sondern auch darum, ein Zeichen von studentischem Engagement zu setzen.

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Wettbewerb. Die Ruhr-Universität ist eine von acht Finalisten im Förderprogramm „Data Literacy Education“ des Stifterverbandes zur Datenkompetenz und der Heinz-Nixdorf-Stiftung. In dem Wettbewerb, bei dem 47 Hochschulen ihre Bewerbungen zum Thema Datenkompetenz einreichten, geht es im September um eine Förderung von bis zu 250.000 Euro. Dann stimmt eine Jury über die Konzepte ab, die in der Finalrunde vorgestellt werden und kürt die Gewinner. Ziel der Förderung ist es, Studierende beim Erlernen digitaler Methoden für ihre Datenkompetenz zu unterstützen und neue Konzepte dafür zu etablieren. Abseits von der Teilnahme an der Finalistenrunde hat die RUB diesen Monat eine Digitalisierungsstrategie vorgestellt, an der Fakultäten und Rektorat gemeinsam arbeiteten. Im darin enthaltenen Programm „Digitale Lehre“ sollen zum Beispiel fachspezifische Konzepte gefördert werden, so dass die Lehre langfristig digitaler wird. Was viele Studierende freuen wird: auch das WLAN soll laut der Strategie ausgebaut werden.

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Bild: Leer und ohne Glanz: Das evakuierte Lohring-Hochhaus. , Gebäude am Lohring geräumt Bild: stem

Brandschutz. Aufgrund mangelhafter Brandschutzvorkehrungen musste ein Bochumer Hochhaus innerhalb von zwei Wochen evakuiert werden. Nun ist noch nicht sicher, wie es mit dem Gebäude weitergeht.

Die Mieter*innen des Hochhauses am Lohring, Ecke Wittener Straße, erreichte vor kurzem eine Hiobsbotschaft: Innerhalb von zwei Wochen müssen sie die Wohnungen räumen, denn aufgrund von erheblicher Brandschutzmängel seien sie in akuter Gefahr. Dies wurde bei einer Brandschutzuntersuchung des Gebäudes, das unter ständiger Kontrollpflicht durch die Feuerwehr steht, entdeckt.

Laut Stadtbaurat Markus Bradtke habe man sich „mit dem Objekt schon länger befasst.“ In der Vergangenheit gab es demnach schon häufiger kleine Mängel. Bei der neuesten Untersuchung durch das Bauordnungsamt erkannte man jedoch erhebliche Mängel an der Feuerfestigkeit der Wände. Eigentlich müssten die Wände einen Brandschutzfaktor von F90 aufweisen, also unter Feuerangriff mindestens 90 Minuten standhalten. Die Wände des Lohringgebäudes haben laut Bradtke nicht einmal einen Brandschutzfaktor von F30. „Das sieht man den Wänden von außen nicht an“, so Bradtke. Auf Nachfrage der WAZ erklärte Stadtsprecher Thomas Sprenger, dass das Gebäude bereits beim Bau nicht den Brandschutznormen entsprach. Da damals jedoch noch keine städtische Baubegleitung stattfand, war es dem damaligen Eigentümer möglich, beim Bau zu schummeln.

Das Gebäude aus den 60er-Jahren, das einst als Vorzeigeprojekt moderner Architektur in Bochum galt und zwischendurch sowohl ein Hotel als auch eine Disco und eine Nebenstelle der Staatsanwaltschaft beherbergte, müsse nun kernsaniert werden.

Ungewisse Zukunft

Mittlerweile ist das Lohring-Haus leer und abgeriegelt. Alle weiteren Schritte liegen in der Hand der Eigentumsfirma Immonex Property. Die ungefähr 70 Mieter*innen wurden von der Immobilienfirma, die die Verantwortung für die Unterbringung der Mieter*innen und die Kostenübernahme des Umzugs trägt, in neuen Wohnungen untergebracht. Ein paar wenige mussten auf Übergangswohnungen ausweichen.

Wie es mit dem Gebäude selbst weitergeht, ist momentan jedoch noch nicht sicher. „Derzeit läuft es auf eine Kernsanierung hinaus“, sagt Markus Bradtke. Je nachdem wie hoch die Kostenschätzung der Sanierung ausfällt, könne es im schlimmsten Fall dazu kommen, dass das Hochhaus komplett abgerissen werden muss. In beiden Fällen könnte das ein Problem werden, denn den Mieter*innen steht ein Rückkehrrecht unter ähnlichen Mietkonditionen zu. Bei einer Kernsanierung müsse gegebenenfalls der Grundriss des Gebäudes geändert werden, weshalb möglicherweise nicht alle Mieter*innen in der Lage sein werden, in ihre alten Wohnungen zurückzukehren, trotz Rückkehrrecht. Dies merkte unter anderem der Mieterverein Bochum kritisch an. Außerdem bemängelte der Mieterverein die von der Stadt zu kurz gesetzte Frist von zwei Wochen. Einige der Mieter*innen seien zum Beispiel erst kurz vor Ablauf der Frist in der Lage gewesen, eine neue Wohnung zu finden.

Derzeit prüft die Stadt 110 weitere Gebäude auf ihren Brandschutz. Bis jetzt seien nur kleine Mängel aufgefallen. Doch bei vielen der Gebäude, die nicht einer ständigen Kontrollpflicht unterstehen, sind die Vermieter*innen dafür verantwortlich, regelmäßige Kontrollen durchzuführen.

:Stefan Moll

Theater. Freund*innen der Bühne können sich für die nächste Spielzeit auf einen erheblichen Wandel am Bochumer Schauspielhaus einstellen. Denn in der neuen Saison wird das Ensemble rundum erneuert. Von dem alten Ensemble bleiben einzig Martin Horn („Biedermann und die Brandstifter“, „Der Kirschgarten“, „Mephisto“) und Bernd Rademacher („The Humans. Eine amerikanische Familie“, „Arc de Triomphe“, „Tartuffe“). Das neue Ensemble ist wesentlich internationaler aufgestellt. So kommen Schauspieler*innen aus Belgien (Mourad Baaiz), von der Krim (Svetlana Belesova), den Niederlanden (Guy Clemens, Elsie de Brauw, Sanne den Hartogh, Anne Rietmeijer), Frankreich (Pierre Bokma), Estland (Risto Kübar), Kenia (Mercy Dorcas Otieno) und Surinam (Mandela Wee Wee). Neben vielen neuen Gesichtern kommen auch wieder einige alte Bekannte zurück an die Königsallee. Darunter Jele Brückner, Stefan Hunstein, Michael Lippold und Karin Moog

Bild: Prof. Constantin Goschler und Staatsministerin Petra Köpping: Diskutierten über Strukturwandel in Ost und West. , Gespräch über Strukturwandel Bild: stem

Austausch. Bei einer Podiumsdiskussion des Lehrstuhls für Zeitgeschichte sprachen die Teilnehmenden über die Herausforderungen und Gemeinsamkeiten des Strukturwandels im Ruhrgebiet und Ostdeutschland.

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Bild: Kooperation: Bei den International Science Days trafen sich deutsche und japanische WissenschaftlerInnen. , ForscherInnen aus Japan zu Gast in Bochum Bild: RUB, Marquard

Tagung. Bei den RUB International Science Days trafen sich ForscherInnen, um über eine neue Gesellschaftsform zu sprechen.

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Bild: Zensur bei Theaterfestival: Theaterschaffende geben nicht klein bei. , Wegen regierungskritischer Inszenierung Bild: Nestroy Komitee Schwechat

Österreich. Aufgrund einer kritischen Inszenierung bei den Nestroy-Spielen Schwechat drohte ein FPÖ-Mitglied mit Mittelstreichung.

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