Augustina Berger (gust)
Musik für die Ohren

Kommentar. Wie notwendig sind Award Shows während einer Pandemie? Anscheinend so wichtig, dass auch die Grammys 2021 zum 63. Mal stattfinden. 

Ich weiß, Ihr könnt es nicht mehr hören, ich doch auch nicht! Mir läuft der Schweiß kalt den Rücken runter, wenn ich nur dran denke: Klausurenphase und Hausarbeiten. Schlimmer als jeder Horrorfilm. Und es wird jedes Semester schlimmer! Gut, dass wir im Onlinesemester sind, macht die ganze Sache natürlich nicht leichter. Fachliteratur zu finden ist in diesen Zeiten schier unmöglich und ich habe mich noch nie so sehr danach gesehnt, in der Bib um einen Sitzplatz zu kämpfen. Der meditative Rhythmus der Wackelplatten ist besser als jede Lofi-Playlist. Und egal was man versucht, irgendwie bringt alles nichts. Da möchte man einfach nur aufgeben. Die Klausur ein weiteres Mal schieben, die Hausarbeit absagen und durch den Kurs fallen. Und selbst wenn aus der Überlegung Realität wird: Das ist okay. Wir sind keine Maschinen, man kann nicht alles schaffen. Überarbeitet Euch nicht und passt auf Euch auf.          

 :gust

Der feministische Kampftag, ein Tag mit über hundertjähriger Tradition

Feminismus. Der feministische Kampftag hat seine Wurzeln in Arbeiter:innenkämpfen und sozialistischen Bewegungen des frühen 20. Jahrhunderts, eine Tradition, die manchmal in Vergessenheit zu geraten scheint.

Juan Carlos el Bobón

Festnahme. Am 16. Februar wurde der katalanische Rapper Pablo Hasél festgenommen. Seither gehen tausende Spanier:innen – der Großteil davon Studierende – auf die Straße. Doch warum bringt diese Festnahme so viele Proteste mit sich? 

Digital, Digitaler, Jobcenter!

Jobcenter. Mit dem Umzug ins Home-Office wird vieles digitaler – auch das Jobcenter. Dass die Pandemie dadurch eine sozialpolitische Reform in Gang setzt, haben Forscher der RUB feststellen können. 

Studie. Eine Priorität seit Beginn der Pandemie ist der Schutz der älteren Generationen. Ge-rade jetzt, mit dem Beginn der Impfungen, haben viele Menschen Meinungen und Ansichten, was für die älteren Generationen das Beste sei. Doch die Generation für sich selbst reden zu lassen, wird bisher außer Acht gelassen. Das möchte jedoch ein studentisches Team des Op-tionalbereichs der RUB mithilfe einer Umfrage ändern. Das Projekt „Eine Stimme aus dem Altenheim“ fragt mithilfe einer Studie nach den Themen, die die ältere Generation in Alten-heimen beschäftigt. Die 62 Fragebögen sind bewusst offen formuliert, damit jede:r Teilneh-mer:in so viel schreiben kann, wie er:sie will. Die Studie fragt danach, wie der Alltag durch die Corona-Pandemie verändert wurde und welche Auswirkungen die Kontaktbeschränkun-gen für die Bewohner:innen haben. Aber auch fragt die Studie nach anderen Themen, die die Bewohner:innen im Jahr 2020 besonders bewegt haben. Die Umfrage findet in den ersten zwei Februarwochen dieses Jahres in fünf Senior:innenwohnheimen in Bochum und Umge-bung statt. Das Projektteam setzt sich zusammen aus Daniel Ruhmöller, Elena Schneider, Sophie Lohkamp, Angin Kuriewicz und Anna Petcheeva. Das Ziel der Umfrage ist eine künst-lerische Ausstellung. „Mit dem Projekt wollen wir so auch die Verallgemeinerung durchbre-chen, da im öffentlichen Diskurs zwar oft über die Bewohnenden als Gruppe gesprochen wird, sie jedoch nur selten zu Wort kommen“, so Ruhmöller. 

:gust

Anti-Antifa?

NRW. Mit einem neuen Gesetzesentwurf der SPD könnte das Land NRW bald vielleicht ein eigenes Versammlungsgesetz bekommen. Schützt dieses Gesetz Demonstrierende oder nimmt es eher die Demonstrationsfreiheit?  

Impfungen. Seit dem 15. Dezember letzten Jahres ist das Impfzentrum im Bochumer RuhrCongress betriebsbereit. In den insgesamt sechs bis acht Impfstraßen können pro Tag 1.000 bis 1.600 Menschen geimpft werden, in einem Monat sogar bis zu 50.000 Menschen. Eine Impfstraße hat die Kapazität von 150 Impfungen am Tag. Allerdings werden zunächst nur maximal vier der acht Impfstraßen bei Eröffnung des Zentrums in Betrieb genommen. Der Start für die Terminvergabe des Bochumer Impfzentrum ist für Montag, den 25. Januar, geplant und kann auch eingehalten werden, trotz der aktuellen Lieferschwierigkeiten. Die Kassenärztliche Vereinigung (KVWL) arbeitet derzeit an einem speziellen Terminmanagementsystem, damit nicht nur telefonisch Termine vergeben werden können, sondern auch online. Natürlich bisher nur an die Menschen, die unter die Priorisierungsgruppe der höchsten Priorität fallen. Jedoch wurde der offizielle Start des Impfzentrums auf Montag, den 8. Februar, verschoben. Der eigentliche Start war für den 1. Februar geplant. Grund dafür ist der Lieferengpass der Firma BioNTech/Pfizer. Am 19. Januar wurde bekannt gegeben, dass keine der bestellten Impfdosen für das Land Nordrhein-Westfalen geliefert werden könnte. Daraufhin stoppte das Bundesland beginnend am Mittwoch, den 20. Januar, jegliche Erstimpfungen. Nun warten tausende Menschen - Ärzt:innen, Pfleger:innen sowie Seniorenheimbewohner:innen - auf ihre
Impfungen. Und das in ganz NRW.     

:Augustina Berger 

Ein Gewinn für jüdische Familien

Raubkunst. Der Fund von fast 1.500 Kunstwerken des Kunstsammlers Cornelius Gurlitt 2013 beinhaltete Raubkunst aus der NS-Zeit. Jetzt wurden alle Werke wieder an die eigentlichen Besitzer:innen zurückgegeben.  

Neuroanatomie. Den Forscher:innen der RUB ist ein Durchbruch in der Neuroanatomie gelungen. Im Rahmen ihrer Promotion an der Medizinischen Fakultät entdeckten Marie Sanders und ihr Team eine neue Eigenschaft des Inudsium griseum, der auf Deutsch „grauer Schleier“ bedeutet. Wie sich herausstellt, ist er eine gesonderte Unterregion des Hippocampus mit eigener Identität. Zuvor dachten Forscher:innen, dass der graue Schleier im Laufe der Entwicklung bestimmter Unterregionen des Hippocampus entsteht. Dadurch wäre der Schleier nur ein ausgelagerter Teil und hätte keine eigene Identität. Doch anhand Untersuchungen der Proteinexpressionen konnten die Wissenschaftler:innen der RUB das Gegenteil beweisen. Da die Proteinverteilung im Indusium griseum der des Gyrus dentatus, einer weiteren Unterregion des Hippocampus, abweicht, beweist dies, dass der graue Schleier nicht zu der Unterregion Gyrus dentatus gehören kann, wie zuvor angenommen. Die Studie wurde am 12. Januar 2021 in der Zeitschrift „Frontiers in Cells and Developmental Biology“ veröffentlicht und bedeutet einen weiteren Schritt in der Erforschung des Hippocampus. Der Hippocampus ist zuständig für das Kurzzeitgedächtnis und die räumliche Navigation, doch was die funktionelle Bedeutung seiner Unterregion Indusium griseum ist, muss noch weiter erforscht werden. Bekannt ist, dass die Neurone besonders resistent sind gegen neurodegenerative Krankheiten. Dadurch eröffnet die Erkenntnis für weitere Forschungen im Hinblick auf neurodegenerative Erkrankungen        

:gust

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