Schon seit 2014 herrscht Krieg zwischen Russland und der Ukraine, die letzte Woche war mit dem Einmarsch der russischen Armee – erst in die Separatistengebiete und dann in den Rest der Ukraine – eine neue Eskalationsstufe. Viele sind sprachlos wegen der Geschehnisse, der Opfer, die sie kosten, und der ungewissen Zukunft. Auch uns fehlen die Worte. Trotzdem haben wir versucht, auf dieser Seite einige Informationen zu sammeln, die euch helfen könnten, und Euch zeigen, wie Ihr anderen helfen könnt.

Hilfe für Bochums Partnerstadt  

Seit 35 Jahren besteht der Partnerschaftsvertrag zwischen Bochum und Donezk, einer Stadt im Süd-Osten der Ukraine.  

Aktuell werden täglich Demonstrationen, Friedensgebete und Spendenaktionen für die ukrainische Bevölkerung organisiert. Für helfende Hände in und um Bochum sei auf die Gesellschaft Bochum-Donezk e. V., ansässig in Bochum Riemke, verwiesen, welche über eine Sammelstelle für humanitäre Hilfsgüter – zum Beispiel gut erhaltene und saubere Kleidung, Bettwäsche, Decken, Handtücher und Taschen – verfügt. Aktuell bittet die Gesellschaft Bochum-Donezk e. V. auf Facebook
speziell um:

Handtücher 
Decken 
Verbandsmaterial  
Zahnpasta 
Kerzen und Streichhölzer  
Energieriegel 
Nudeln und Fleischkonserven 
Spritzen 
Babynahrung und Windeln 
Binden 

Wenn Ihr spenden könnt und wollt, solltet Ihr darauf achten, Eure Spenden in stabilen Kartons, die nicht schwerer als 15kg sind, zu verpacken. Ihr solltet die Kartons nicht zukleben und für eine sichere Verpackung der Lebensmittel sorgen. Außerdem ist zu beachten, dass Lebensmittel mindestens sechs Monate haltbar sein sollten. Grundsätzlich sind auch Geldspenden an die Gesellschaft willkommen.  

Die Spenden können jeden Donnerstag in der Herner Str. 146 von 10 Uhr bis 17:30 Uhr abgegeben werden. Weitere Informationen können der Website der Gesellschaft Bochum-Donezk e. V. und deren Facebook-Seite entnommen werden: bochum-donezk.de/ und https://tinyurl.com/t5v2zvjc.  

:becc

Vorsicht beim Fernsehen und Zeitunglesen   

 

Fake News und Propaganda sind ein omnipräsentes Problem, welches durch Krisen- und Kriegssituationen wie der aktuellen noch verschärft werden. Worauf man achten sollte. 

Wenn Russland auch klar der Aggressor im Krieg mit der Ukraine ist, so sollte man jedoch bei der Berichterstattung beider Seiten Vorsicht walten lassen. Staatsnahe Medien aus Russland sind genauso kritisch zu betrachten, wie solche aus der Ukraine, wenn man nach Neuigkeiten über die Entwicklungen im aktuellen Krieg sucht. Auch die ukrainische Regierung und das Militär haben ein Interesse daran, genau zu kontrollieren, welche Nachrichten an die Öffentlichkeit kommen. Wenn ihr etwas zu Gefechten lest, Zahlen zu getöteten Soldat:innen oder Zivilist:innen, Berichte zu eingenommenen Stellungen oder dem Vorgehen der jeweiligen Truppen, versucht herauszufinden, woher diese Informationen stammen. Seriöse Berichterstattung gibt für derartige Meldungen üblicherweise eine Quelle an. Wenn ihr an möglichst neutralen Informationen interessiert seid, ist es empfehlenswert, nach Berichterstattung außenstehender Journalist:innen oder Organisationen zu suchen. Ein Krieg findet nicht nur auf dem Schlachtfeld statt, sondern auch in den Zeitungen, sozialen Medien und im Fernsehen. Seid Euch dessen bewusst, und bleibt skeptisch und aufmerksam. 

:kjan

 

 

 

Spendenaktionen für Menschen in der Ukraine  

 

Die schrecklichen Ereignisse in der Ukraine lassen viele Menschen in Not zurück. Wohnorte gehen verloren und die Versorgung ist Mangelware. Viele Anlaufstellen solidarisieren sich mit den Menschen in Not und rufen zu Spendenaktionen auf. Ein Überblick zu den verschiedenen Spendenaufrufen und Anlaufstellen. 

Die Aktion Deutschland hilft e.V., ein Bündnis von deutschen Hilfsorganisationen wie der Johanniter-Unfall-Hilfe und der AWO International sammelt Spenden für die medizinische Versorgung, Nahrung und Notunterkünften. Zur Website und Spendenaktion: https://www.aktion-deutschland-hilft.de/

Die ukrainische freie Universität organisiert unter dem Motto #standwithukraine die Rückkehr von Studierenden und Lehrkräfte an den Standort München und finanziert Flucht- und Transportwege und Sicherung sowie Versorgung. Zur Spendenaktion: https://ufu-muenchen.de/spendenaufruf 

Die Nigerians in Diaspora Organisation hilft unter #AfricansInUkraine und #NigeriansInUkraine Menschen, die die Ukraine verlassen und nach Polen flüchten. Sie stellen zudem wichtige Infos bereit, die in der aktuellen Situation vielen Menschen helfen. Zur Website und Anlaufstellen: https://lnkj.in/p/nido/

Hilfe vor Ort bieten auch die Malteser. Sie unterstützen die Menschen in der Ukraine durch Hilfsgütertransporte, psychologische Erste-Hilfe-Trainings und psychologische Einzelsitzungen. https://www.malteser-international.org/de.html 

Das Deutsche Rote Kreuz weitet seine Hilfe in der Ukraine aus und arbeitet dafür mit dem Ukrainischen Roten Kreuz zusammen. Der Verein unterstützt besonders verletzliche Menschen, die nahe der Kontaktlinie im Osten der Ukraine leben, mit Spendengeldern für Medikamente und Lebensmittel. Zur Website: https://www.drk.de/  

                    :afa

 

 

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