Präsentation: Der Begriff hat seinen Ursprung im Lateinischen und er bedeutet so viel wie “gegenwärtig machen“ oder auch „darbieten“. Wir kennen Präsentationen im Kontext eines Vortrags, also einer Vorstellung, durch die eine ausgewählte Sache dargeboten wird. So zum Beispiel, wenn man den eigenen Partner seinen Eltern vorstellt. Der Fokus verändert sich und die Wahrnehmung wird dadurch tiefenschärfer, der Gegenstand wird zu etwas besonderem. Die BetrachterInnen sehen dadurch Dinge, welche ihnen sonst kaum aufgefallen wären. Ähnlich wie in einem Museum erlangt dadurch die Sache eine Bedeutungsverschiebung. Wir meinen allerdings nicht immer „Präsentation“, sondern eigentlich „Repräsentation“. Die Begriffe ähneln sich, doch handelt es sich bei Letzterem um ein Abbild oder Modell. Richtig wäre es also beispielsweise zu sagen: „Hiermit, o holde Lebensspenderin, repräsentiere ich, mit diesem Bild, meine Freundin! Schau, wie schnuckelig sie ist!“ Aber wer redet denn bitte so?

:alx

Bild: Atmosphärische Scheinwerfer im Palladium beim Alt-J-Konzert., ∆ präsentiert sich künstlerisch – die Briten in Köln Foto: alx

Alt-J waren am 8.2.2015 zu Gast im ausverkauften Kölner Palladium. Neben den aktuellen Tracks aus dem Album „This is all yours“ gab das britische Alternative-Pop-Trio ausgewählte Songs des Debütalbums „An Awesome Wave“ zum Besten. Lohnt sich beim nächsten Mal der Kampf um ein Ticket?

Die Vorfreude im Saal war groß, die Stimmung unruhig angespannt, so dass sich nur ein Bruchteil des Plebsikums auf die Vorband einlassen konnte. Umso größer war die Erleichterung zu spüren, als dann Alt-J die Bühne betraten und das ganze Publikum begeisterten. Vom Original leicht abweichende Songs wurden durch abstrakte Licht – sowie Nebelspiele begleitet und boten eine ansehnliche Bühnenshow. Gelb-oranger Equalizer-Background, Scheinwerfer Vorhänge und Spotlights rückten das Trio in Szene. Ein Konzertbesuch lohnt sich in jedem Fall. Und das industriell wirkende Palladium bietet durch seine Balkone und Rechteckige Form die Möglichkeit, die Bands gut zu sehen.

If you’re happy and you have it …

„An Awesome Wave“ ist ein empfehlenswertes Album und gleiches gilt für „This is all yours“, auch wenn es sich stilistisch vom vorangegangenen abhebt: Flötenspiele, Redneck, und Miley Cyrus. Die Antichristin der US-Konservativen wurde im Vorfeld der Produktion von „Hunger of The Pine“ nämlich von Thom Green (Drummer) gefragt, ob er einen Remix aus ihrem Song „4×4“ machen dürfte. In Zusammenarbeit mit den anderen Bandmitgliedern entwickelte sich daraus der genannte Track, der die Cyrus Vocals „I’m a Female Rebel“ einspielt. Die Briten gehen mit ihrem neuen Album nur wenige Kompromisse ein: „Left Hand Free“ ist wohl der popigste Track des Albums, ‚natürlich‘ direkt nach dem Flötensolo (Interlude – Garden of England).

:Alexander Schneider

:bszinfo

Der Bandname erinnert an die Tastenkombination Alt + J. Wieso es aber Alt – J heißt, lässt sich nur spekulieren. Bei Mac-PCs erzeugt die Kombination das griechische Schriftzeichen und Symbol ∆ (Delta), das in der Mathematik Änderungen anzeigt. Die Band steckte bei der Namensfindung in einer Phase des Wandels.

Bild: Abenteuer Lärmschutz: Kinder brüllen knappe 100 Dezibel laut, wie man in der Schallschutzkammer lernen kann. , Arbeitswelten jetzt und damals – Ausstellung zeigt Lebenswirklichkeiten Foto: alx

Seit nun mehr als 20 Jahren besteht die Dortmunder DASA (Deutsche Arbeitsschutz Ausstellung). Sie erhielt mehrfach Preise für ihr Konzept und die Initiative „Land der Ideen“ kürte sie als repräsentativen Ort. Es ist eines der größten Museen der Stadt und behauptet von sich selbst, dass es den Titel „Arbeitsschutzausstellung“ längst abgelegt habe – stimmt das wirklich?

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Bild: Am Set: Kameramann Emmanuel Lubezki und Regisseur Alejandro González Iñárritu geben Michael Keaton detailliert Anweisungen. , Der Preis ist heiß: Nominierungen ohne Ende für „Birdman“ Quelle: Twentieth Century Fox

Der Schauspieler Riggan Thomson (Michael Keaton) wurde durch die „Birdman“-Trilogie berühmt und wohlhabend, doch rutschte der Star durch seine Absage für einen vierten Teil an den Rand der gesellschaftlichen Bedeutungslosigkeit. Persönlich und finanziell kämpft er nun um die Anerkennung seiner Fähigkeiten, die er durch seine Broadway-Produktion „What We Talk About When We Talk About Love“ zu erlangen hofft. Auf seiner Ruhmes-Odyssee wird er von seiner Tochter, seinem Manager und den DarstellerInnen begleitet, die es ihm nicht immer leicht machen. Widerstände sind für Birdman keine Seltenheit, denn von nahezu allen Seiten gibt es schmerzliche Kritik und Engpässe, die seine Existenz bedrohen.

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Alex wird, wenn er Zeit findet, am 5. Februar schon wieder seinen Abend im Bahnhof Langendreer verbringen. Diesmal mit The Busters, einer Ska-Band aus Baden-Württemberg, die derzeit mit ihrem 17ten Album auf den deutschen Bühnen unterwegs ist. 1987 gegründet, besteht die Ska-Größe inzwischen aus elf Musikern, die Euch einiges zu bieten haben: Von Gesang und Gitarre bis hin zum Piano, Saxophon und Trompete ist einiges zu erleben. Im Rahmen der „Supersonic Eskalator Tour“ beglückt die Band auch wieder den Pott ­– und Ihr könnt dabei sein.

Bild: Phallische Phackel: Der Phernsehturm Phlorian. , Farbenfroh: Dortmunder Winterleuchten endet mit fulminantem Feuerwerk Foto: alx

Die Unwetterwarnung der vergangenen Woche verschob das Abschlussevent des Winterleuchtens auf den Abend des 17. Januar, doch dann wurden Dortmund und die BesucherInnen des Westfalenparks zu ZeugInnen eines fast halbstündigen Feuerwerks. Die PyrotechnikerInnen läuteten damit das Ende der Illumination des Parks ein, die am 6. Dezember 2014 startete.

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Bild: Dortmund: Das U bekundet Presse- und Meinungsfreiheit. , Deutsch-französische Freundschaft: Solidarität von NRW bis nach Berlin Grafik:alx

Nach dem Anschlag vom 7. Januar auf das Satire-Magazin Charlie Hebdo rücken nicht nur die PariserInnen und Staatsleute Europas näher aneinander, um ihre Solidarität zu bekunden, sondern auch BürgerInnen Europas und sogar Gebäude. Essen, Köln, Düsseldorf, Aachen und Dortmund setzten ein Zeichen, welches das Mitgefühl greifbar macht und offenbart, dass die französisch-deutsche Freundschaft gelebt wird.

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Bild: Guter Unterhalter: Liedermacher Götz Widmann. , Liedermacher: Widmann & Co. mit neuen Alben im Bahnhof Langendreer Guter Unterhalter: Liedermacher Götz Widmann.

Mit seinem vielseitigen Auftritt überraschte Götz Widmann am 8. Januar das Publikum im Bahnhof Langendreer, aber auch seine musikalische Begleitung sorgte für gute Laune und einige Lacher.

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Bild: Kommentar: Datenschmutz: NSA, Sony, jetzt auch die Uni-Mailadressen

Datenmissbrauch und -schutz sind wieder einmal in aller Munde. Während sich der NSA Skandal, der Datenklau und Serverangriff gegen Sony-Pictures in der internationalen Sphäre abspielte, erreichte uns RUB-Studierende diese Problematik nun im Mikrokosmos der Uni. RUB Knallhart, eine Gruppe von unbekannten politischen Aktivisten à la Anonymous, nutzten RUB-E-Mail Adressen im Laufe der StuPa-Wahl, um Druck auf die Listen auszuüben. Dramatisch daran ist, dass sich kriminelle Potentiale eröffnen und dass die diplomatischen Beziehungen darunter leiden. Ob es nun die Hochschulpolitik oder die Beziehungen zwischen den USA und Nordkorea sind, sowohl das wenig vorhandene Vertrauen als auch die Handlungsspielräume werden geringer.

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Alex wird sich am Donnerstagabend, den 8. Januar entspannt vertreiben mit einem Bier und humorvollem Gesang. Im Bahnhof Langendreer gibt der Liedermacher Götz Widmann sein neues Album „Krieg und Frieden“ zum besten. Musikalisch verstärkt wird der gebürtige Bonner Musiker von Billy Rückwärts und dem Vorprogramm seines Genrekollegen Falk. Lockere, unverklemmte Texte mit gitarrischer Begleitung erwarten Euch, die neben einem Lacher auch für ernste Themen offen sind. „Du hast dein Iphone verloren“, „Proletarier sucht Frau“ oder „Arm sein ist teuer“ können einen ersten Vorgeschmack bieten: „Und du würdst ihn gern verhaun, aber solltest du dich traun, bist du endgültig ruiniert, soweit hast du ihr spiel kapiert, die nächste miete kannst du vergessen, und du mußt es einfach fressen.“