Die Essener Innenstadt wird Schauplatz des rockigen Nord Open Airs. Ein Sinnbild dafür, dass auch die kleinen alternativen Festivals wieder Fuß fassen.   

 

In den letzten Monaten ging es in den Ruhrpott-Städten aus der Perspektive der Musikliebhaber:innen heiß her. Im Mai feierten die Essener Essen Original – mit Bands, Sänger:innen und Entertainer:innen wie Kuult, Choma, Weekend und der WDR 4 Band – und im Juli ging Bochum Total an den Start. Beide Festivals zeichneten sich dadurch aus, dass sie ein Programm boten, dass einen Großteil des musikalischen Spektrums abdeckten. Besonders bei Bochum Total, wurden auch Fans von subkulturellen musikalischen Stilen fündig. Am vergangenen Wochenende, vom 29. bis zum 30. Juli, bespielte nun das nächste kleine Festival die Straßen Essens. 

Das Nord Open Air ist verglichen mit seinen großen Festivalgeschwistern eine kleine Nummer, spricht allerdings, ganz im Stil der Veranstalter:innen aus dem Cafe NORD, nur Rock- und Metalfans an. Unter freiem Himmel traten gegenüber dem Café auf dem Viehofer Platz auf einer Bühne die Headliner Sick Of It All und Paradise Lost auf, begleitet von kleineren Bands wie Drei Meter Feldweg, Indecent Behavior, The Night Eternal und Toxpack.  

Für Fans des Metal, Rock und Hard Rock lohnte sich bei diesem musikalischen Aufgebot auch die mehrstündige Anreise in den Pott – zumal der Eintritt des Festivals wie in den Jahren vor der Coronapandemie kostenlos war.Da ließ sich auch über fünf Euro für ein Bier (ohne Pfand) hinweg sehen. Wer gerade knapp bei Kasse ist, konnte sich außerdem in den umliegenden Kiosken der Stadt non-alkoholische und alkoholische Getränke für einen Euro besorgen und die lauten Klänge der Musik auf einer Wiese sitzend ein Stück vom Gelände entfernt genießen, denn das Nord Open Air ließ sich nicht beirren und auch einige Querstraßen vom Schauplatz des Geschehens entfernt ließen sich die Songs sehr gut hören und genießen. Insgesamt war die Stimmung der vielen Konzertfans ausgelassen fröhlich. 

Die Menschenmasse bezeugte, dass sich auch die kleineren und alternativen Festivals nach Corona weiterhin – sogar noch stärker, denn der Wunsch nach Live-Konzerten musste lange zurückgestellt werden –  halten können. Insbesondere bei einem Kultcafé wie es das Cafe NORD ist, das schon über 30 Jahre besteht, ist es zwar nicht erstaunlich, dass das Festival mit solchem Andrang besucht wurde, aber nichts desto weniger faszinierend, dass dieser Andrang weiterhin so hoch geblieben ist und bleibt.  

      :Rebecca Voeste

 

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