Bild: Symbolbild, Share Economy Bild: CC0

Du brauchst eine Bastelschere, einen Rollator oder ein Giraffenkostüm? Oder einen Beamer für zu Hause? Kein Problem, die „bib der dinge“ hat alles vorrätig. 

Wie ist die Idee für die „bib der dinge“ entstanden? 

Die Konsumgesellschaft trägt zur Zerstörung unseres Planeten bei und wir hatten uns gefragt, wie man die materielle Lebensqualität erhalten kann, ohne so viele Dinge produzieren, Rohstoffe und Energie für die Produktion aufwenden zu müssen. Wir kamen rasch aufs Sharing, das aber so organisiert sein sollte, dass es für die meisten Menschen alltagspraktisch war. Für die Bezeichnung „Bibliothek der Dinge“ hatten wir uns entschieden, weil Bibliotheken die Ur-Idee der Share Economy sind, seit Jahrtausenden etabliert sind und der Funktionsweise unserer „Bib“ nahekommen. 

 

  Wie funktioniert das Ausleihen? 

  Ganz einfach: wie in einer Stadtbücherei. Konto einrichten, Mitgliedsgebühr bezahlen und losleihen. Man kann Dinge bei uns online bestellen und vor Ort abholen, oder sich an eine unserer Pickup-Stationen in der Stadt oder gar nach Hause liefern lassen.  

 

Welche Gegenstände können ausgeliehen werden? 

Wir haben viele Gegenstände aus den Bereichen Werkzeuge, Küchengeräte, Reiseequipment, Sport- und Freizeitutensilien, Gartengeräte, Spiele und Spielzeuge, Fahrräder und vieles mehr. 

 

Wie ist die „bib der dinge“ bislang bei den Leuten angekommen? 

Wir haben durchwegs ein positives Feedback erhalten. Viele fragen: Warum gibt‘s das nicht schon immer – es ist doch so naheliegend, sich Dinge ausleihen zu können, die man nicht ständig braucht. 

 

Wie kam die Kooperation mit dem AStA der RUB zustande? 

Das RepairCafe der RUB und die bib der dinge Bochum verfolgen beide die gleichen Ziele: beide Initiativen denken Konsum neu und setzen sich für Nachhaltigkeit ein. Da war es nur naheliegend, miteinander ins Gespräch zu kommen und zu überlegen, wie man sich gegenseitig unterstützen kann. Im „Glaskasten“ können vorab bestellte Gegenstände abgeholt werden, wodurch die bib der dinge erreichbarer wird. Im Gegenzug unterstützt die "bib der dinge" das RUB RepairCafe mit Dingspenden. 

   

Was müssen Studierende beachten, die sich etwas ausleihen wollen? 

Zunächst muss man sich ein Nutzerkonto einrichten. Einmal müssen wir uns tatsächlich persönlich kennenlernen, damit die Registrierung abgeschlossen werden kann. Danach ist es wirklich einfach: Online im Katalog stöbern, Dinge für den gewünschten Zeitraum reservieren und munter drauflos leihen. Vor Ort am Hauptstandort vorbeikommen, geht während der Öffnungszeiten freilich auch.  

         

 Gibt es Pläne für weitere Angebote oder Standorte der „bib der dinge“? 

Es gibt bereits Pick-Up Stationen in Kooperation mit der Stadtbücherei Bochum. Außerdem sollen die Möglichkeiten ausgebaut werden, Dinge vor Ort zu nutzen – nicht jeder will die Kreissäge im Wohnzimmer haben… Mit dem AStA der benachbarten Hochschule Bochum besteht der Plan, dass die an der Hochschule Studierenden über ihren AStA-Beitrag automatisch Mitglieder der „Bib“ werden und so Zugang zu unserem gesamten Inventar bekommen. Nebenbei werden sie so Teil einer gesellschaftlichen Transformation, denn solche „Bibliotheken“ gründen sich zunehmend auch in anderen Städten und Ländern. 

 

In der „bib der dinge“ können die verschiedensten Alltagsgegenstände ausgeliehen werden. Ihr Hauptstandort liegt in Bochum Harpen, aber auch an der RUB selbst können Dinge abgeholt werden. Weitere Informationen sind auf der Website zu finden: bib-der-dinge-bochum.myturn.com/library/

 

 

 

 

 

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