Bild: Symbolbild, Bochum als Uni-Stadt im Vergleich Bild: kjan

Bei einem neuen Hochschulranking gibt es Fakten zu Bochum und der RUB. Auch zu den einzelnen Fachbereichen bekommt Ihr hier Infos und Meinungen von Profs und Studis! 

Das Ranking des Centrums für Hochschulentwicklung (CHE) soll vor allem als Hilfe für interessierte Menschen dienen, die auf der Suche nach der richtigen Uni für sich selbst und die angestrebte Fachrichtung sind. Neben Fakten zu den Städten und Universitäten sammelt das CHE Daten und Bewertungen zur Ausstattung, Lehre, Forschung, Veröffentlichungen, Praxisorientierung und vielem mehr. Schlussendlich werden keine ganzen Universitäten geranked, sondern Fachrichtungen und Fakultäten.
Die Ruhr-Uni strebt seit Jahren nach der Exzellenz, da wirkt es nur fair sie – und Bochum – mit den wichtigsten Universitätsstädten des Landes zu vergleichen. So gibt es in Bochum zwar deutlich weniger Studierende als in Berlin oder Hamburg, der Studierendenanteil im Vergleich zu den Einwohnenden ist jedoch mehr als doppelt so groß. Wenig verwunderlich für eine kleinere Stadt, die jedoch als Uni-Standort wichtig ist. So hat Aachen beispielsweise einen Studi-Anteil von fast 25 Prozent. Bochumer Studierende nutzen, für den Weg zu ihrer Hochschule deutlich öfter das Auto als in Aachen, Berlin oder Hamburg. Fast 40 Prozent wählen dieses Verkehrsmittel, während an anderen Standorten der ÖPNV die Statistik klar dominiert. Münster wird dem Ruf als Fahrradstadt auch hier gerecht: knapp über 80 Prozent der Studierenden fahren mit dem Rad zur Uni. Dass die RUB eine Pendler:innen-Uni ist, zeigt sich klar am Prozentsatz der Studierenden, die noch bei ihren Eltern wohnen. Mit 46 Prozent ist dieser in Bochum deutlich höher als in anderen Städten. 
Genug aber zu Zahlen und Fakten zur Stadt. Wie gut schneiden einige Fachbereiche der RUB ab? Besonders die Hilfe beim Einstieg ins Studium scheint in Bochum gut zu funktionieren, das wird laut den Ergebnissen der Befragung durch das CHE schnell deutlich. Ein gutes Urteil bekommt vor allem das Fach Sport/Sportwissenschaft. Sowohl die Lehre, Räumlichkeiten, Sportstätten als auch vieles andere gefällt den Studierenden hier besonders gut. Medizin schneidet wiederum deutlich schlechter ab, nur die Bibliotheksausstattung und Studienorganisation bekommt relativ gute Noten. In der Biologie stechen Exkursionen und die Räumlichkeiten besonders hervor, und viele Studierende der Biologie werden wissen, warum. Vergleichsweise praktisch orientiert, ist das Exkursionsangebot besonders groß und wird auch von Studierenden positiv bewertet. Die zur Verfügung stehenden Räume schneiden wiederum sehr schlecht ab, wie leider auch die Betreuung durch die Lehrenden. In der Germanistik fallen die Räume sogar noch deutlich schlechter aus, wie Studierende bei der Umfrage meldeten. Hier wird die sehr unterschiedliche Situation an verschiedenen Orten des Campus schnell klar. Besonders beim Einstieg ins Studium kann die Uni noch punkten, schnell werden jedoch auch Mängel in verschiedenen Bereichen klar. Die Umbaumaßnahmen auf dem Campus laufen, und es bleibt zu hoffen, dass einige dieser Punkte in Angriff genommen werden – damit bei allem gern zelebrierten Fokus auf Forschung die Lehre nicht vollends unter den Tisch fällt.

      :Jan-Krischan Spohr 

 

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