Bild: Mit Theater auf Diskriminierung und Rassismus aufmerksam machen: Die Anne Frank Kulturwochen des Theater Traumbaum., Das Theater Traumbaum macht auf Rassismus aufmerksam Symbolbild CC0

Schauspiel. Die Anne Frank Kultur Wochen 2021 des Theater Traumbaum im Resümee.

Das Kinder- und Jugendtheater Traumbaum im Kultur-Magazin führte in den vergangenen fünf Wochen im Rahmen der Anne Frank Kultur Wochen 2021 in Kooperation mit dem Bochumer Kulturrat e.V. ein breites Spektrum an Jugend- und Kindertheaterstücken gegen Rassismus und Gewalt, für Toleranz und Akzeptanz auf. Die Kultur Wochen fanden dieses Jahr als Bestandteil des Festjahres 1700 Jahre Jüdisches Leben in Deutschland satt und stehen für Menschlichkeit, Toleranz, Akzeptanz und Gewaltfreiheit und versuchen, vor allem junge Menschen gegen Rassismus, Gewalt, Extremismus und Antisemitismus zu sensibilisieren. Dabei setze man auf den öffentlichen Diskurs und Austausch. Nach jeder Vorstellung gibt es deshalb immer das Angebot an das Publikum, sich über das Geschehene auszutauschen, Fragen zu stellen, in Frage zu stellen, seine Meinung zu äußern und Stellung zu beziehen.

Aufgeführt wurden fünf Inszenierungen in insgesamt 25 Vorstellungen. In “Uns´re Oma fuhr im Hühnerstall Motorrad” wurde Zivilcourage einer alltäglichen Heldin thematisiert. “#Extreme” gab sich als Neuauflage des Rattenfängers und dreht sich um Jugendliche, die sich nach Gruppenzugehörigkeit und Orientierung sehnen. Dabei wurde auf die Manipulierung und radikal extremistische Instrumentalisierung von Jugendlichen aufmerksam gemacht und Gefahren und Alternativen aufgezeigt. Das “Schlamasel-Masel” erzählt phantasievoll und charmant jüdische Märchen und Geschichten und brachte Traditionen und Kultur näher, um zur Toleranz und Akzeptanz beizutragen. Im “Lumpenpott” wurde vor allem der Alltag von Juden im Ruhrgebiet in lebendigen Geschichten erzählt. Sowohl Geschichten von Tätern, Opfern, Wegguckern und Mitmachern wurden erzählt und machten den Terror des Nazi-Regimes mit lokalem Bezug deutlich. Die “Märzstürme an der brennenden Ruhr 1920” erzählten wie 1920 das erste Mal Hakenkreuze in das Ruhrgebiet einzogen und behandelt den Kapp-Lüttwichs Putsch bei dem Menschen unter Einsatz ihres Lebens Zivilcourage beweisen konnten und die Demokratie retteten.                                      

  :Artur Airich

 
 

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