Nachgehört. Dass der Pott musikalisch ist, solltet Ihr mittlerweile wissen. Moment, ist Marl noch so richtig Pott? Na, machen wir ma(r)l ‘ne Ausnahme! 

Vier Jungs im Alter von 18 bis 28 Jahren machen was genau im Keller? Blues-Rock, so blau wie aus den Staaten, wo er herkommt. Und dabei kommen sie aus der beschaulichen 85.000 Einwohner Stadt, im nördlichen Ruhrgebiet, die nicht so ganz als offensichtliche Blues-Metropole in dieser Welt bekannt ist: Marl.
Doch auch in Marl kann man Blue sein, wie die vier Jungs, die die Band Bring Your Own Beer formen, mit ihrer ersten EP, die ab dem 26. September auf allen Streaming-Plattformen zur Verfügung steht, beweisen wollen. Doch wie klingt Blues aus Marl im Jahr 2020? Wir durften vorab schon mal in die EP reinhören und konnten uns ein Bild machen. 

Wer den vergangenen Bandcontest „Campus RuhrComer 2020 – Online Edition“ mitverfolgt hat, konnte die Band bereits im Livestream der zweiten Vorrunde des Wettbewerbs erleben. Schon da gab es für Bochumer Ohren den Blus aus Marl zu hören. Das Bier wurde nur bei diesem Anlass ausnahmsweise nicht mitgebracht, sondern daheim vor dem Laptop getrunken, Coroni lässt grüßen. Doch bevor es wieder mit einem kühlen Blonden vor die Bühne geht, erstmal noch Bring Your Own Beer digital erleben. Die kommende EP der Band trägt den Namen „Between Road ‘n Heaven“. Sie besteht aus fünf Songs mit den Titeln (in Reihenfolge der Tracklist): „Cruise
Blues“; „Sinner“; „Blues on my mind“; „Black Rose“; und „Song to remember“. Der Song „Sinner“ ist bereits auf Spotify und Co. zum hören und für potentielle Fans und Blues-Freund:innen zum abfeiern freigegeben. Doch wer nicht mehr bis zum 26. September warten kann, hat schon am 19. September die Möglichkeit, die Band beim Waltroper Parkfest zu sehen und einen Vorgeschmack auf ihre Debüt-EP zu erhaschen. 

Genau! Zurück zur EP! Die fünf Songs gehen beim ersten Hören sehr gut runter. Man kriegt alles von Musiker:innen-Träumereien, über Einsichts-Balladen bis zu den süßen Sünden des Lebens. Virtuose Gitarrenriffs und virtuoser, kräftiger Gesang bilden dabei oft die Spielart der Band, wobei gerade der aus dieser Regel etwas herausfallende Song „Black Rose“ überzeugt. Hier hat man sogar kurz das Gefühl irgendwo zwischen Incubus, Nine Inch Nails und Audioslave unterwegs zu sein. Auch der Opener der EP „Cruise Blues“ macht viel Spaß, und repräsentiert eher den Gesamtsound der EP. Man denkt an Bands wie Wolfmother, Royal Republic oder The Black Keys, Aber hier und da hätte ich vielleicht gerne noch ein bisschen mehr an The Gaslight Anthem gedacht.  

Für passionierte Bluesrock-Fans und Gitarrenmusikliebhaber:innen ist die EP, beziehungsweise sind Bring Your Own Beer generell, auf jeden Fall ein Anspieltipp. Und wer die EP lieber mit den freundlichen Gesichtern von Sänger Christian Reclik, Gitarrist Florian Putz, Bassist Philipp Pfetzing und Drummer Finn Wenzel sehen und hören möchte, bekommt auch diesen Wunsch von den Jungs erfüllt. Pünktlich zum digitalen Release in den Stores wird es am 26. September auch eine Releaseparty im Livestream geben mit der Band The Honeyclub und Reggae-Singer-Songwriter Philipp Artmann als Support. Alles Live aus dem Theater an der Niebuhrg ab 19 Uhr. Also worauf wartet Ihr noch? Wenn Eure Seele gern den Blues fühlt, markiert Euch den 26. September unbedingt im Kalender!                

:Christian Feras Kaddoura

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