Bild: Waffenverbote? Nicht mit Trump! Der findet Waffen und die verbundenen Einnahmen ganz toll. , Amoklauf in Amerika Bild: bena

Kommentar. Stell dir vor, Du setzt deine Mutter im Walmart ab und suchst einen Parkplatz und wirst sie nicht mehr lebend sehen.

So geschehen am 5. August in El Paso. Die Nachricht, dass ein erneuter Amoklauf in Amerika stattfand, erscheint durch die Häufigkeit in den letzten Jahren als Normalität im Alltag eines*r US- Amerikaners*in.
So normal, dass kugelsichere Schulranzen einer der Verkaufsschlager für Schüler*innen ist. Das Gute daran? Klar, ein Teil der Einnahmen kommt den Opfern von diversen Amokläufen zugute. Wahrlich ein netter Gedanke, doch wenn man in einem Land lebt, in dem knapp fünf Prozent der Weltbevölkerung lebt und davon die Hälfte im Besitz von mindestens einer Waffe ist, sollten Verantwortliche sich doch mal fragen, ob nicht eben der allgegenwärtige Besitz der Waffen das eigentliche Problem ist.
Wenn man jedoch aktuelle Stimmen zum letzten Amoklauf hört, wird einem deutlich, dass die Waffenlobby NRA zu viel Macht hat. Da kann es nämlich schon mal sein, dass US-Senator John Coryn (Texas) keine Antwort auf die Motivation, einen Amoklauf zu begehen, findet und es mit dem Mysterium der Obdachlosigkeit vergleicht. Und auch unser finest „Make America Great Again“-Chef Donald „Mein Toupet ist echt“-Trump hat auch nur eine vage Vermutung, was die Amokläufe in Amerika beeinflussen könnte.

Natürlich nicht sein hetzerisches Auftreten gegenüber anderer, nicht-weißer Personengruppen oder die Tweets, die er losfeuert und damit die „Fake News“ aus aller Welt relativiert. Genau, die bösen Videospiele sind das Problem. Und wie kann man dagegen vorgehen? Mit mehr Waffen! „So True“ in Trump-Voice. Und ehe der Verkauf von Waffen verboten wird, werden erstmal keine gewalttätigen Videospiele verkauft und in Läden wie Walmart beworben. Aber wer braucht Spiele, wenn er*sie in der „Shooting“-Abteilung genau die richtige Waffe für die passende Gelegenheit findet?

Die ersten lateinamerikanischen Länder bewerten die USA nicht mehr als sicheres Einreiseland, denn die Hetze gegen Latin@s hat Folgen. Mehrere Länder sollten nachziehen, denn am Ende ist dem*der Shooter*in egal, wer vor ihm*ihr steht.                                                         

:Abena Appiah

0 comments

You must be logged in to post a comment.