Bild: Konstruktive Kritik sieht anders aus: Die Botschaft der RandaliererInnen soll nun entfernt werden., Gelassenheit trotz Graffiti Bild: Franziska Hesse

Campus. Unbekannte haben ihren Unmut über die Geschlechterforschung ausgedrückt: Am Koordinierungsbüro der Fakultät wurde über die Pfingstferien getaggt.

Großes Geheule unter den GegnerInnen der Gender Studies: „Mimimi-Studies Ihr Opfer*innen“ schmierten Unbekannte neben die Tür des Koordinationstellenbüros der Gender Studies. Die Koordinierungsstelle hat mittlerweile bei der Universitätsverwaltung beantragt, den Schriftzug zu entfernen. Eine Anzeige wegen Sachbeschädigung wurde nicht gestellt.

Gelassenheit beim Fachschaftsrat

In den Räumlichkeiten der G-Reihe fanden Studierende zudem an die Wände getaggte Sätze wie „Fuck Merkel“. „Kann sein, dass es eine Person oder eine Gruppe war, die sich da ausgetobt hat“, mutmaßt Kate Konkol vom Fachschaftsrat. Dort sehen sie die Anfeindungen relativ gelassen: „Einerseits nehmen wir das mit Humor, anderseits ist das beunruhigend“, so Konkol. 

Zwar sei es zum ersten Mal zu Vandalismus in den Räumlichkeiten gekommen. Dennoch wurde der wissenschaftliche Rang der Gender Studies auf dem Campus (unter anderem letztes Jahr auch in dieser Zeitung) öffentlich in Frage gestellt. Konkol:  „Gesamtgesellschaftlich gibt es einem Vorwurf, dass die Gender Studies keine Wissenschaft seien.“

Weitere Schritte

Der FSR möchte die Schmierereien in der nächsten Sitzung der FachschaftsvertreterInnen-Konferenz am 11. Juni thematisieren. „Wir wollen besprechen, wie das die anderen wahrnehmen“, sagt Konkol.

 

:Benjamin Trilling

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