Bild: 44 Prozent unpünktlich, 11 Prozent fallen komplett aus: Enthüllungen aus Bochum., Deutsche Bahn verbreitet FakeNews – :bsz enthüllt Foto: ken

Satire. Vom Bundesverkehrsministerium in Auftrag gegebener Bericht stellt die Deutsche Bahn-AG als pünktlich dar. Wir haben für Euch in Erfahrung gebracht, wie pünktlich der öffentliche Nahverkehr in NRW wirklich ist. Eine ganz wahre Reportage.

Unter Gefahr für ihr eigenes Leben und (nur) unter falschem Namen hat sich unsere Außendienstkorrespondentin in die Krisengebiete NRWs gewagt: An den Bahnhöfen des berüchtigten Ruhrgebiets hat sich Sendra Kmielowski dem Versuch gestellt, den öffentlichen Personennahverkehr zu nutzen.

Bekannt für sein hohes Maß an Zuverlässigkeit inszeniert sich NRW in den hiesigen staatshörigen Medien. Kürzlich erst hat das NRW-Bundesverkehrsministerium einen Bericht in Auftrag gegeben. Das Kapitalistische Center für idiotische Themenfelder (KCITF) gab daraufhin bekannt: 84 Prozent des öffentlichen Nahverkehrs kommt pünktlich! Pünktlich bedeutet in dem Fall mit weniger als vier Minuten Verspätung. Nur 3 Prozent des Regionalverkehrs würde ausfallen. 

:bsz-Leak

Uns ist von einer geheimen Informantin zugetragen worden, dass diese Daten womöglich nicht den Tatsachen entsprechen könnten. Unsere Quelle, die lieber ungenannt bleiben möchte, berichtete von regelmäßigen Verspätungen und mehrmals an einem Tag auftretenden Verbindungsausfällen, besonders im Ballungsgebiet Nordrhein-Westfalens: im Ruhrgebiet. Auch deutete unsere Quelle Dinge an, die die Vermutung zulassen, dass es besonders im Winter einen Zusammenhang zwischen den Zugausfällen und den weißen Flocken gebe, die uns von der Regierung als „Schnee“ verkauft werden (eine weitere Quelle, die anonym bleiben möchte, sagte uns, es habe in NRW seit über vier Jahren keinen „richtigen Schnee“ mehr gegeben).

Wir haben gemäß journalistischer Sorgfaltspflicht weder Kosten, Mühen oder Risiken gescheut und präsentieren Euch hier die Resultate: Die Deutsche Bahn, geleitet vom Vorstandsvorsitzenden und Reptiloiden Richard Lutz, ist regelmäßig unpünktlich. Ausfallende Züge sind auch keine Seltenheit.

Unter Gefahr für das eigene Leben

Sonderkorrespondentin Sendra Kmielowski wagte den Sprung ins kalte Wasser. Erst später sollte ihr klar werden, dass das Wasser weniger kalt als eklig warm, übel riechend und allgegenwärtig sein würde. Sowohl in Essen als auch in Bochum konnte Sendra die Ergebnisse des KCITF nicht bestätigen. 44 Prozent der Züge in Bochum konnten mit Verspätung verzeichnet werden, 11 Prozent fielen komplett aus. Während des investigativen Vorgehens geriet Sendra selbst in gefährliche Situationen: Während sie auf den verspäteten Zug wartete, wurde sie hinterhältig von einem narkoleptischen Anfall überrascht. In letzter Sekunde konnte sie sich aus der Situation befreien, indem sie die Augen aufriss und sich mit einem koffeinhaltigen Warmgetränk wieder ins Jetzt zurückholte. Beinahe wäre sie auf die Gleise gekippt. 

Doch auch nachdem der Zug eingetroffen war, war Sendra nicht sicher – als Mitmenschen getarnte Bekannte von Richard Lutz versuchten sie im fahrenden Zug mit übel riechenden Körperflüssigkeiten gedanklich zu manipulieren. Leider hat sie den Trip ins Krisen-Ruhrgebiet nicht unbeschadet überstanden. Sendra ist derzeit in Behandlung wegen der traumatischen Erlebnisse in den wegen Zugausfällen völlig überfüllten Regionalexpressen des Ruhrgebiets.

:Kendra Smielowski

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