Bild: Vorher/Nachher: Das Wandbild oben wurde letzten Juni übermalt. Nun soll das Original wiederhergestellt werden. , Bis zur BlauPause: Gruppe „Bunt statt Grau“ gestaltet Sitzgruppen vor GA Foto: tims

Im Juni 2014 sorgte die Übermalung des Wandgemäldes „Träume, Ängste, Hoffnungen“ am Flachbau vor NA 02 durch den Schriftzug „HOPE“ für Aufsehen. Ursache war die Übermalung des 1979 entstandenen Werks des Bochumer Künstlers Bernd Figgemeier auf Beschluss der Univerwaltung. Maßgeblich sei gewesen, dass die Kunst „nicht offiziell registriert“ war. Ein Jahr später, am 50. RUB-Jubiläumstag (6. Juni), sollte im Rahmen einer Malaktion das Wandgemälde wiederherstellt werden – doch das Rektorat ruderte zurück.

Eigentlich war schon alles geklärt. Auf Initiative der Gruppe „Bunt statt grau“ sollte in der kommenden Woche pünktlich zur BlauPause  und zum 50. RUB-Jubiläumstag das übermalte Wandgemälde am NA-Gebäude durch Studierende im Rahmen einer gemeinsamen Malaktion wiederhergestellt werden. Auf der gesamten Wandbreite von 25 Metern sollten überlebensgroße Silhouetten angebracht und „über deren Köpfen insgesamt 40 Sprechblasen mit Campusbezug durch Studierende gestalten werden  – in Anlehnung an die Ursprungsform des Werks“, sagt Rebecca Schwegel von „Bunt statt grau“ der :bsz. Die Kostenfrage schien geklärt zu sein – der AStA gab grünes Licht, doch das Rektorat ruderte jetzt im letzten Moment ein wenig zurück. Das Rektorat verwies dabei auf die ungeklärte Frage eines möglichen Abrisses des vorgelagerten Flachbaus vor NA im Zuge der Campussanierung.

Plan B: Beton-Sitzgruppen vor GA gestalten!

Jetzt sollen ersatzweise die drei grauen Beton-Sitzgruppen vor den GA-Gebäuden durch eben diese Gruppe „Bunt statt grau“ im „Hundertwasser-Stil“ neugestaltet werden, um Farbe in die Betonlandschaft RUB zu bringen. Das Bau- und Liegenschaftsamt entscheidet jetzt über die Zukunft des Flachbaus – und somit auch über die mögliche Wiederherstellung des Wandgemäldes.

:Tim Schwermer

3 comments

  1. Reclaim the campus
    Danke für diesen Blick hinter die Betonkulissen! Wenn die Uni selbst nicht mehr das Entscheidungsrecht über die „eigenen“ Immobilien hat und inzwischen nur noch als „Mieter“ ihrer Räumlichkeiten begriffen wird, läuft irgendwas grundfalsch… Reclaim the campus – der 6. Juni bietet eine gute Gelegenheit dazu!

  2. Ein Anarchist

    Schwarze Ruhr-Uni-Workshop mit Campusverschönerung
    Es ist Zeit etwas Farbe in das Grau des Campus zu bringen!
    Lasst uns uns gemeinsam basteln und anschließend den Campus verschönern.
    Für alle die noch keine Idee haben, was sie basteln wollen wird es am Anfang des Workshops eine Kurzvortrag zu anarchistischer Symbolik geben. Wir werden Materialien bereit zu halten Wenn ihr noch was mitbringt wie (Sprüh-)Kreide, (buntes)Papier, Pappe, Stoff, Farbe, Folien, Stifte umso besser. Am Ende werden wir dann mit unseren Kunstwerken und Mitteln den Campus verschönern. Es gibt (veganen) Kuchen.

    Am 02.06.2015 um 18.00 Uhr vor der Cafete von GB.

  3. Hä?
    Was soll denn der Quatsch schon wieder? Da wird nur unnötig Geld ausgegeben. Wenn das Gebäude abgerissen wird, braucht man auch kein neues „Gemälde“ mit „Sprechblasen“. Und wenn man kein neues „Gemälde“ mit „Sprechblasen“ braucht, dann verbrennt der AStA das dafür vorgesehene Geld eben an anderer Stelle, die nichts mit dem Gemälde zu tun hat? Hier drängt sich der Eindruck auf, dass der AStA dieser Rebecca Schwegel unbedingt Geld zukommen lassen will: Ob das Gemälde neu gemacht oder irgendein anderer Grund gefunden wird, Rebecca Schwegel Geld zukommen zu lassen, scheint völlig egal! Hauptsache der AStA gibt ihr Geld ohne Ende. Für die Studis ist dann leider kein Geld mehr da, aber Hauptsache Rebecca Schwegel konnte mal „irgendwas machen“ und Geld verdienen… Hört sich alles nach Vetternwirtschaft an.

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