Kunst auf dem Campus
Kreativer Ausgleich
Foto: Abena Appiah
Konkurrenz für Picasso? Studentische Kunst vor dem Q-West. Foto: Abena Appiah
Konkurrenz für Picasso? Studentische Kunst vor dem Q-West.

Campus. Den Pinsel in die Hand nehmen und kreativ sein: Dazu lud am 17. Mai Boskop die Studis mit einer Kunstaktion vor dem Q-West ein. 

Wer letzte Woche vor dem Q-West Leinwände und Staffeleien bemerkt hatte, sah dort keinen Ausflug der KunstgeschichtsstudentInnen oder einen Exkurs der ArchitektInnen. Sie sahen den 19-jährigen Pablo, der im Rahmen seines FSJs mit Acrylfaben, Kreide und mehreren Malutensilien auf eine Leinwand pinselte. In großen Lettern stand dort geschrieben „Kunst kann jeder!“ Dem Aufruf von Boskop sind am Ende viele Studierende gefolgt und haben auf verschiedenster Art und Weise ihre eigene Kunst dargestellt.

Keine falsche Scheu 

Die Neugierde für das Projekt war groß, doch am Anfang schauten die meisten mehr zu, als sich künstlerisch einzubringen.

„Ich möchte damit einfach zeigen, dass sich jeder künstlerisch einbringen kann und das man dafür nicht unbedingt talentiert sein muss, sondern das Kunst alle Formen und Farben haben kann“, meinte Pablo. „Nicht jeder ist Picasso oder van Gogh, aber jeder kann Kunst.“ Diese Ansicht unterstütze RUB-Student Jonas: „In meiner Schulzeit konnte ich recht wenig mit Kunst anfangen, aber ich hab vor Jahren mit einer Freundin gemalt und nun einen Freund kennengelernt, der unbedingt mit mir malen wollte.“ Jonas sei zwar technisch nicht so versiert, aber auch er ist der Meinung: Kunst könne jedeR.

Malen als Ausgleich 

Manchen Studierenden diente das Projekt als Ausgleich zum Unialltag und Überbrückung der Unterrichtseinheiten. „Ich male gerne und lasse mich einfach überraschen. Wenn wir schon sowas am Campus haben, warum soll man dann nicht mal vorbeischlendern und gucken, was man hier machen kann?“, fragte Inga. RUB-Studierende seien den ganzen Tag am Campus und empfänden das Projekt als schöne Abwechslung. Wie Inga sahen das auch andere Studierende und DoktorandInnen. Sie seien nicht kunstinteressiert, wollen aber gerne was anderes machen, was nicht mit Uni, DozentInnen, Hausarbeiten oder Ähnlichem zu tun habe. Es sei eine Art beruhigende Neubelebung, die man gerne annehme. Oder wie Lehramtsstudent Jonas sagte: „Spontan kreativ sein, ist immer gut.“

:Abena Appiah