Bild: Neue Leute in der neuen Stadt: es fehlt bei Studienbeginn häufig an Gelegenheiten sich auch privat zu treffen. , WhatsApp-Gruppen gegen die Vereinzelung Bild: CC0

Organisierte WhatsApp-Gruppen können Euch dabei helfen, trotz Online-Lehre Eure Kommiliton:innen besser kennenzulernen.

Für die meisten Studierenden, aber besonders für diejenigen, die grade erst ihr Studium beginnen, ist das Fehlen eines normalen Campus-Alltags ein schmerzlicher Verlust. Durch die fehlende Gemeinschaft im Seminarraum und den ausbleibenden Kaffee oder Mensabesuch im Anschluss, ist die Gefahr der Vereinsamung im Studium groß. Schnell kann sich das Gefühl einstellen, jede:r studiere für sich allein, denn mit dem Verlassen der Zoom-Sitzung sitzt man sofort wieder allein vor dem heimischen Laptop. Das alles sorgt dafür, dass es ganz schön schwierig wurde, im Studium neue Leute kennenzulernen, was ja eigentlich essenziell dazu gehört. Doch um dem entgegenzuwirken und eine Möglichkeit für Studienanfänger:innen zu schaffen, sich trotzdem miteinander, auch außerhalb der Lehrinhalte, in Verbindung zu setzen, wurden einige WhatsApp-Gruppen geschaffen.

Zu Beginn des vergangenen Wintersemesters gab es beispielsweise bereits fünf Austauschgruppen mit jeweils mindestens 200 Teilnehmer:innen. „Die Gruppen sind gemischt, aber natürlich bilden die Gruppenteilnehmer:innen auch selbstständig kleinere fachspezifische Gruppen. Gerade, weil manche Fachschaften keine eigenen Gruppen haben, ist das ein wirklicher Gewinn für die Erstis“, heißt es von den Initiator:innen der Gruppen, die Ihr unter instagram.com/rub_erstis_sose22 finden könnt. Jeden Tag tauschen sich hier Studierende aus, teilen Tipps und Tricks miteinander und können Fragen stellen. In erster Linie ist das Angebot zwar an Erstsemester gerichtet, doch es sind auch ausdrücklich alle anderen willkommen, denn ein gewisser Erfahrungsreichtum aus dem Studi-Alltag, kann für Neulinge schon mal extrem hilfreich sein. Dabei kann es sowohl um Fragen zu technischem Support als auch um Tipps für die besten Clubs in der Gegend gehen.

Dadurch, dass die Gruppen teilweise auch schon seit fünf Semestern existieren, haben sich auch schon Räume gebildet, die unabhängig von Uni-Themen auch einfach Menschen kennenlernen möchten. Um das zu erleichtern, werden auch regelmäßig gemeinsame Aktionen organisiert, die sowohl online als auch in Präsenz großen Anklang finden. Schon bald können interessierte Erstis zusammen ins Theater gehen oder gemeinsam LaserTag oder Bowling spielen. Außerdem ist für den Sommer auch schon ein Termin zum Grillen in Planung, während man im Winter zusammen den Weihnachtsmarkt besuchen kann. Grundsätzlich gibt es auch immer wieder Gelegenheiten zum Kennenlernen am Campus oder bei Kneipenabenden, aber auch bei Online-Spielerunden. Außerdem wird immer wieder zusätzlich auf ähnliche Aktionen aufmerksam gemacht, die vom AStA veranstaltet werden.

Auch für ausländische Studierende ist das Angebot besonders gut geeignet, um Kontakte zu knüpfen. „Wir haben Studierende aus der Ukraine, Türkei, Russland, Italien und vielen weiteren Staaten dieser Welt in den Gruppen und vernetzen sie und helfen Ihnen zusätzlich“, so Ugur Ince, Sprecher des Studienparlaments und Gründer der Gruppen. Wenn Ihr Interesse habt, auch in die Gruppen einzutreten und Euch anzuschauen, wie es dort vor sich geht, könnt Ihr ihm einfach unter der Nummer 0152/37181498 eine Nachricht schreiben.

Für das kommende Sommersemester haben sich zu diesem Zeitpunkt schon 150 Studierende in den Gruppen versammelt und es werden mit Sicherheit noch einige dazu kommen.             

                    :Henry Klur  

 

 

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