Bild: Diskutierte lebhaft mit den Studierenden: Christian Lindner bezog die Zuhörer*innen in seinen Vortrag mit ein. , Politiker*innen im Hörsaal reloaded Bild: kubu

Politik. Nächste Runde von der Politiker*innen im Hörsal-Reihe: Der FDP-Politiker referierte bereits zum zweiten Mal an der RUB.

Die Ruhr-Universität durfte am vergangenen Mittwoch, dem 19. Juni, einen prominenten Gast begrüßen, denn der AStA hatte wieder einmal zur Veranstaltung „Politiker*innen im Hörsaal“ eingeladen. Bei besagtem Gast handelte es sich um einen alten Bekannten, den Bundesvorsitzenden der FDP, Christian Lindner. Bereits vor zwei Jahren war er im Rahmen der Veranstaltungsreihe für einen Vortrag an die RUB gekommen. Dieser Auftritt hatte durch lautstarke Gegenproteste von Studierenden Bekanntheit erlangt.

Auch Lindner selbst scheint diese Aktion noch im Gedächtnis gewesen zu sein, so fragte er zu Beginn seines Vortrags mit einem Augenzwinkern, ob erneut Aktivist*innen anwesend seien. Doch diesmal blieb es, mit Ausnahme von ein paar Zwischenrufen, relativ ruhig im Hörsaal. Thematisch versuchte der FDP-Politiker in seinem Vortrag die wichtigsten aktuellen Fragen der Politik abzuarbeiten. Er blieb jedoch nicht bei einem Monolog, sondern ließ auch Studierende zu Wort kommen und sie Fragen stellen. Dabei musste er sich auch die ein oder andere kritische Bemerkung zur Politik der FDP gefallen lassen und diskutierte mit den Zuhörenden.
 

Zu Beginn beklagte Lindner, dass sich, anders als nach dem Ende des kalten Krieges erhofft,  liberale Werte nicht überall durchgesetzt haben. Im Gegenteil: einmal erkämpfte Errungenschaften könnten auch wieder verloren gehen, wie beispielsweise der Wahlerfolg eines Donald Trumps zeige. Gerade deshalb, so appellierte er an die Zuhörenden, sei das politische Engagement in der heutigen Zeit so wichtig. Dabei sei es egal, zu welcher politischen Richtung man tendiere, auch wenn er zwei nicht näher spezifizierte Randpositionen davon ausschloss.

Ein weiteres wichtiges Thema sei die Veränderung der Gesellschaft durch Digitalisierung. Große Konzerne in dieser neuen Sparte, wie Apple und Google, würden sehr schnell sehr mächtig. Die Gesetzgebung müsse sich an diese neuen Gegebenheiten anpassen und den Staat vor zu mächtigen Konzernen schützen. Dabei beteuerte er, dass er erst für Steuererhöhungen stehen würde, wenn diese großen Konzerne ihren fairen Teil zahlen würden. Auch die Klimapolitik kam nicht zu kurz. In der Vergangenheit war er bereits durch negative Kommentare zur Fridays-For-Future Bewegung aufgefallen. Auch diesmal kritisierte er Forderungen von Klimaschützern und verglich ihre Ansätze zur Regulierung der Industrie mit sozialistischer Planwirtschaft.                      

:Philipp Kubu

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