Bild: Ein Ausflug in die Wildnis: Mit Stücken aus „Das Dschungelbuch“ bringt das SBR Exotik in die Beton-Muschel auf dem Campus. , Sinfonisches Blasorchester spielt im Audimax Bild: lor

Musik. Während dieses Konzerts werden keine Tiger und Bären gebraucht: Unter dem Titel „Exotisch sinfonisch“ lädt das Sinfonische Blasorchester (SBR) der RUB zum Konzert und läutet mit Klängen aus „Das Dschungelbuch“ das Semesterende ein.

Konzentriert spielen die MusikerInnen das Stück. Voll klingen die BlechbläserInnen im ansonsten leeren Audimax an diesem Samstagmorgen. Immer wieder werden Passagen wiederholt, eingeübt. Alles soll sitzen für die Semesterabschlusskonzerte.

Unter dem Titel „Exotisch sinfonisch“ werden beim im Audimax stattfindenden Konzert des SBR klassische Stücke, Musicals, Originalkompositionen und Filmmusik zu hören sein. „Die Exotik beziehen wir natürlich auf das Dschungelbuch. Es sollen exotische Klänge sein, die da so kommen, wenn es einen Ausflug in den Dschungel gibt“, erklärt Dirigent Uwe Kaysler, der die musikalische Leitung innehat. Aufgrund des großen Interesses vonseiten der BesucherInnen spielen die BlechbläserInnen an zwei Abenden ihr Programm. 

Eigenbau 

2014 wollten Studierende eine neue musikalische Heimat für MusikerInnen mit Blechblasinstrumenten schaffen.„Wir haben uns damals gedacht, dass wir eine musikalische Ergänzung zum Uniorchester, was Streicher hat, haben wollen“, erzählt Steffi, die Teil der Gründungsgruppe gewesen ist und derzeit das Euphonium spielt. Gemeinsam mit weiteren KommilitonInnen habe sie angefangen, für die Idee zu werben: „Unter 50.000 Studenten müssen doch viele sein, die von weit weg hierherziehen und ihr Instrument in die Ecke legen, um zu studieren.“ Über Mund- und Plakatwerbung fanden sich für das erste Konzert 40 MusikerInnen zusammen. Mittlerweile variiere die Zahl der Mitglieder zwischen 70 und 80. Darunter seien allerdings nicht nur Studierende verschiedener Fachrichtungen der RUB, sondern auch von Nachbarunis. Auch Mitarbeitende der Universität sind Teil des Ensembles. 

Durch die Vielzahl an MusikerInnen sei jede Instrumentengruppe gut besetzt, so Kaysler – und dies mache gerade das SBR aus. Denn: „Jedes Instrument, was in einer klassischen Besetzung da sein sollte, haben wir auch besetzt, sodass wir diesen sinfonischen Klang wirklich erzeugen können.“ Auch das ist ein Grund für das hohe Niveau des Laienorchesters.  

Eigeninitiative

Eine weitere Besonderheit: Das SBR werde vollständig von Studierenden organisiert. Dirigent Kaysler brauche sich „nur um das Dirigieren kümmern“, der Rest werde von einem Organisationsteam, bestehend aus bis zu sechs Studierenden, organisiert, so Steffi.  „Dann machen wir solche verrückten Dinge, dass wir Instrumente selber bauen. Dann fahren wir in den Baumarkt, kaufen Holz und bauen das dann zusammen.“ Auch in Sachen Programmauswahl können die MusikerInnen mitreden, Wünsche äußern und sich somit aktiv einbringen. Finanziert wird die studentische Initiative durch Spenden aus den Konzerten. Wer selbst Lust hat, mitzumachen, kann sich jederzeit auf eine Liste einschreiben lassen. Zum Semesterbeginn werden dann die Infos zu Probenterminen und Stücken per Mail weitergegeben. Mehr Infos gibt es unter tinyurl.com/sbrrub sowie auf der Facebook-Seite (facebook.com/sbrbochum). 

ZEIT:PUNKTE

Samstag, 13. Januar, 19 Uhr und Sonntag, 14. Januar, 17 Uhr. Audimax, RUB. Eintritt frei. 
 

:Andrea Lorenz

 

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