Bild: Der öffentliche Dienst tritt in Aktion und streikt am 26. April: Bereits am 8 April hatte es eine Demo vor dem Rathaus gegeben. , Reallohnverlust abwenden: ver.di streikt, der öffentliche Dienst in NRW steht still Foto: mar

Für NRW hat die Gewerkschaft ver.di zum Warnstreik ausgerufen. Am 26. und 27. April kommt infolgedessen in 110 Kommunen weitflächig der öffentliche Dienst zum Erliegen. Betroffen sind nicht nur der Nahverkehr, sondern zum Beispiel auch Krankenhäuser, Flughäfen und Kitas. Ziel ist es, vor der dritten Tarifverhandlungsrunde den Druck auf die ArbeitgeberInnen zu erhöhen, um den Lohn und die betriebsbedingte Altersvorsorge der 2,14 Millionen Beschäftigten des Bundes und der Kommunen zu verteidigen. Ver.di erwartet mehrere zehntausend Streikende.

Als „Schlag ins Gesicht der Beschäftigten“ bezeichnet ver.di-Landesleiterin Gabriele Schmidt das erste Angebot der ArbeitgeberInnen. Gefordert wurde mehr Gehalt, die Übernahmebedingungen für Auszubildende und die Altersversorgung, von den ArbeitgeberInnen wurde jedoch lediglich eine Erhöhung von bis zu 1,2 Prozent angeboten. So versuchten sie mittels minimaler Erhöhungen einen Reallohnverlust zu erreichen, obwohl ihre Kassen voll seien. Insofern nehme sie dies als Provokation wahr, welche die öffentlichen Betriebe und Verwaltungen mit dem anstehenden Streik nun beantworten. 

Die Auswirkungen des Streiks treffen allerdings nicht nur die ArbeitgeberInnen, sondern auch die Bevölkerung zahlreicher Kommunen. So sollen alle Bereiche des öffentlichen Dienstes betroffen sein:  Nahverkehr, Müllabfuhr, Sparkassen, Stadtverwaltungen, Jobcenter, Kindertagesstätten, Krankenhäuser und Flughäfen.

Streik in Bochum

In Bochum ziehen voraussichtlich rund 10.000 Streikende am Dienstag, den 26. April, um zehn Uhr in fünf Demonstrationszügen durch die Bochumer Innenstadt zum Kundgebungsplatz (Massenbergstraße, Bongard-Boulevard). Ob die Streiks in NRW Wirkung gezeigt haben werden oder neue drohen, zeigt sich dann am 28. und 29. April in Potsdam, wenn die Verhandlungen in eine neue Runde gehen. Die ver.di-Außenstelle in Bochum und Herne geht jedoch davon aus, dass in dieser Woche keine Lösungen erreicht werden.

 

:Alexander Schneider

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