Blaufärberei: Traditionelles Färbeverfahren, um weiße Muster auf blauem Grund aufzubringen. Wäre die RUB bereits jahrhundertealt, hätte sie zur damaligen Fünfzigjahrfeier diese Methode benutzt, um blaue Schirme, Kissen und Fahnen für die BlauPause herzustellen. Heute nutzt man da andere Druckverfahren. Mit den Tausenden blauen Werbetextilien am Samstag auf der Unistraße betrieb die Uni auch im übertragenen Sinne Blaufärberei. Schönfärberei betrieb gar Rektor Elmar Weiler-Potemkin auf dem Campus, den er so hübsch herausputzen ließ, wie ihn selbst Langzeitstudierende noch nie gesehen haben. Eine unretouchierte RUB war den Ehrengästen wohl nicht zuzumuten. MalerInnen verpassten der Uni-Brücke einen neuen – allerdings nicht blauen – Anstrich. Mit großen Farbrollen und kleinkalibrigem Pinselgerät übertünchten sie Tags und Graffiti; sogar das ikonische „Beton brennt doch“ wurde übermalt. Doch gewiss ist es bald wieder da, vielleicht ja diesmal auf Latein, hundertfach und in meterhohen Lettern – und natürlich blau.

:joop

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