Bild: Die alte, die alt-neue und die neue Koordination der NRW-Studi-Vertretungen: (v. l.) Heraldo Hettich, Sonja Lohf, Michael ­Schema. , Das Landes-ASten-Treffen und seine Koordination Foto: Sonja Lohf

Jede Hochschule hat ihr eigenes Süppchen zu kochen. Das gilt auch für ihre Studierendenschaften. Manchmal aber tut es Not, dass alle Studierenden in ganz NRW an einem Strang ziehen, etwa wenn es darum geht, unsere Interessen gegenüber der Politik zu vertreten. „Studentische Meinungen werden leider immer noch viel zu wenig beachtet“, sagt Michael Schema aus Köln, der am vergangenen Mittwoch an der RUB zum Koordinator des Landes-ASten-Treffens gewählt wurde.

Er löst damit Heraldo Hettich aus Bonn ab. Wiedergewählt wurde Sonja Lohf, die in Bochum an der Evangelischen Hochschule (EFH)  studiert. Die beiden sind nun für ein Jahr damit beauftragt,  unter anderem die etwa jeden Monat stattfindenden Landes-ASten-Treffen zu organisieren und für die Kommunikation unter den ASten, aber auch nach außen zu sorgen – „Ministerien, Parteien, Gewerkschaften, andere überregionale Studierendenvertretungen und ähnliche“, listet Michael auf.

Mehr Einfluss für Studis

„Meine größte Motivation ist, die studentische Stimme nach außen hin hörbarer zu machen“, sagt der 23-jährige SoWi-Student. Insbesondere gegenüber der Politik brauchten die Studierenden im Land eine klare Vertretung, so wie es andere Interessengruppen ja auch haben.  „Die Entstehung des Hochschulzukunftsgesetzes hat gezeigt, dass andere Lobby-Gruppen nicht nur stärker vernetzt sind: Sie nutzen ihren Einfluss auch geschickt aus, um ihre Inhalte und Wünsche entsprechend zu platzieren.“

Studiendauer ist nicht alles

Michaels und Sonjas Aufgabe ist es tatsächlich, die studentischen Vertretungen NRWs zu koordinieren. Die Position der beiden ist also dezidiert keine SprecherInnen- oder gar Vorsitzendenstelle. Entscheidungen, Thesen und Positionen (wie zuletzt die Stellungnahme gegen die Überlegungen vonseiten der Politik, nachgelagerte Studiengebühren einzuführen)  werden im Konsens gefällt beziehungsweise geschlossen.

Das ist trotzdem eine Menge Arbeit, die viel Zeit beansprucht. Mit Folgen für die Studiendauer. Sich für die Studierenden einzusetzen, ist Michael aber wichtiger als das die Regelstudienzeit einzuhalten: „Da das Studium aber auch kein Selbstzweck ist, ist es für mich nicht tragisch, dass ich nicht der schnellste Absolvent sein werde.“
 

Infobox

Das Landes-ASten-Treffen, kurz LAT, versteht sich als landesweite Interessenvertretung der Studierendenschaften in NRW, also als Informationsstelle und Interessenverband der Studis. Damit können studentische Belange besser gebündelt etwa gegenüber dem Landtag vertreten werden. Die LAT-KO steht für die Koordination des Verbandes.

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