Tatsächlich ist es erst 25 Jahre her, dass die Weltgesundheitsorganisation (WHO) die Homosexualität aus ihrem Diagnosesystem ICD gestrichen hat. Der Beschluss dafür fiel am 17. Mai 1990 – daher wählte die „International Lesbian, Gay, Bisexual, Trans and Intersex Association“ (ILGA) passenderweise dieses Datum für den internationalen Tag gegen Homo- und Transphobie. Ironischerweise ist in den Ziffern auch eine Parallele zum Paragrafen 175 des deutschen Strafgesetzbuches erkennbar. Dieser stellte bis 1994 sexuelle Handlungen zwischen Personen männlichen Geschlechts unter Strafe.
Der internationale Tag gegen Homo- und Transphobie wird in mehr als 130 Ländern begangen und soll daran erinnern, dass Lesben, Schwule, Bisexuelle und Transgender, die offen mit ihrer Sexualität umgehen, immer noch mit starken Vorurteilen und Diskriminierung zu kämpfen haben. In manchen Staaten droht ihnen nicht nur Verfolgung, sondern – wie etwa in Saudi-Arabien – sogar die Todesstrafe.
 

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