Die Soziale Liste Bochum fordert „angesichts der Wirtschafts- und Finanzkrise sowie der Existenzkämpfe bei Opel, ThyssenKrupp, Karstadt und anderswo die Bochumer Stadtpolitik auf, zur Besinnung zu kommen”: Insbesondere sei es notwendig, bei den Vorbereitungen für das Kulturhauptstadtjahr wieder die Inhalte der eingereichten Projektideen in den Vordergrund zu rücken. Großprojekte wie das geplante Konzerthaus, die für die Ruhr.2010 GmbH bislang einen Förderungsschwerpunkt darstellen, kritisiert die Soziale Liste dagegen scharf. Da für das Konzerthaus-Projekt ohnehin schon seit Jahren die finanziellen Grundlagen fehlten, hatte die Liste bereits vor zweieinhalb Jahren vorgeschlagen, hierauf vollständig zu verzichten. Gerade angesichts der aktuellen Krisensituation werde nun offenkundig, dass eine Realisierung solcher Großprojekte bis zum Jahr 2010 ohnehin nicht mehr möglich sei. Generell spricht sich die Soziale Liste Bochum zudem gegen eine weitere Kommerzialisierung der Ruhr.2010 aus. Hingegen sollte es gerade Menschen mit geringem Einkommen in besonderer Weise ermöglicht werden, an der Ruhrkultur zu partizipieren.

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