Zentrum für politische Schönheit
Kunstaktion
Es gibt viele gute Möglichkeiten, Mahnmale und Gedenkstätten zu gestalten: Das Zentrum wählte keine davon. Symbolbild

Kommentar. Polarisierende Kunst ist wertvoll – doch nicht beim Zentrum für Politische Schönheit, das die Asche von KZ-Ermordeten ohne Rücksicht instrumentalisiert.

Ermittlungen gegen das ZpS

Kommentar. Dem Zentrum für politische Schönheit fällt eine seltsame Ehre zu: Sie seien eine kriminelle Vereinigung.
 

Kunstaktivismus
„Danke, liebe Nazis“: Das ZPS zeigt Bilder von Beteiligten der Demonstrationen und Ausschreitungen in Chemnitz.Bild: Screenshot: juma

Aktivismus. Das Zentrum für Politische Schönheit (ZPS) hat mit einer neuen Aktion für Aufsehen gesorgt. Das Künstler*innenkollektiv erstellte ein Fahndungsportal und polarisierte damit stark.

Provokant und Progressiv: „Theater trifft Aktion“ im Schauspiel Dortmund
Titten für den Populismus: Nach dem Verlesen des populistischen Manifestes ging es auf der Gründungsparty weiter. Foto: bent

Peng Collective und das Zentrum für Politische Schönheit an einem Wochenende: Unter dem Motto „Theater trifft Aktion“ kamen in Dortmund verschiedene KünstlerInnen der Theaterszene zusammen. Die :bsz sprach  mit Johannes Grenzfurthner von der Kunstgruppe monochrom.

Zentrum für politische Schönheit stürmt mit 5.000 Menschen auf den Platz der Republik
Massengrab Mittelmeer: Kunstaktion bringt tote Flüchtende symbolisch ins Herz der Republik. Foto: Kolja Schmidt

Ein Hauch von 1989: Am 21. Juni hatte das Zentrum für politische Schönheit (ZPS) weitere Beisetzungen von „unbekannten Einwanderern“ in Berlin geplant. Auf dem Vorplatz des Kanzleramts sollten „tote Opfer der militärischen Abriegelung Europas“ auf einem Gräberfeld ihre letzte Ruhe erhalten, das als Mahnmal „den unbekannten Einwanderern Europas“ gewidmet werden sollte.

Kommentar: Kunstintervention: Wer hat die Grenze überschritten?
Dunkle Wolken über dem KanzlerInnenamt: Die Toten kommen nach Berlin. Foto: Kolja Schmidt
Das Zentrum für politische Schönheit (ZPS) erregt seit Beginn der vergangenen Woche einmal mehr Aufsehen mit einer Performance auf der Grenze zwischen Kunst und Politik. Das KünstlerInnenkollektiv, das sich dem Thema Flucht und Migration verschrieben hat, überführt tote Einwanderer von den Außengrenzen der EU nach Berlin, um sie dort menschenwürdig zu bestatten. 
Interview: Berliner AktivistInnen wollen Europäischen Mauerfall – und treffen auf Polizeipanzer
Aufbruchstimmung: Nach einer Ansprache von Shermin Langhoff am Gorki-­Theater, Berlin. Foto: Hanna Aders

Am  Vorabend des 9. November brachen vom Berliner Maxim-Gorki-Theater aus einhundert AktionskünstlerInnen und PolitaktivistInnen rund um das Zentrum für politische Schönheit zu den Außengrenzen der EU auf. 14 Kreuze zum Gedenken an die ‚Mauertoten‘ an der ehemaligen innerdeutschen Grenze zwischen Ost- und Westberlin wurden am 25. Jahrestag des Mauerfalls für die Aktion ‚entliehen‘ und an drei Orten entlang der EU-Grenze aufgestellt: am Grenzzaun der spanischen Enklave Melilla in Marokko, in Griechenland sowie in Bulgarien. Dies entfachte eine breite mediale Debatte darum, was (politische) Kunst darf und was nicht. Erklärtes Ziel der AktivistInnen war es zudem, den europäischen Grenzzaun einzureißen, um so für den „Ersten Europäischen Mauerfall“ zu sorgen. Die beiden politischen AktivistInnen Kathrin und Jan waren mit dabei und berichten im Interview mit Gastautor Philipp Adamik für die :bsz.