VfL Bochum
Verbeek versus Bild: Ein Stück Fußball-Pöbel-Nostalgie
Wütendes Feedback: Beleidigt Verbeek bald auch die :bsz? Illustration: alx; Quelle: Paul Blank, Wikimedia Commons
Nach dem Eklat von VfL-Bochum-Trainer Gertjan Verbeek, der in einer Pressekonferenz wütend gegen die Zeitung ohne Nebensätze polterte, ruderte der Verein zurück und entschuldigte sich in einer offiziellen Pressemeldung für die Ausdrucksweise des niederländischen Coachs. Dabei sagte der doch nicht Anderes als das, was wir alle denken.
Das Revierderby spaltet jedes Jahr die Fußballfans im Pott – aber woher kommt die Abneigung?

Der VfL Bochum habe es schwer, sagt Sporthistoriker Andreas Luh. Trotz des aktuellen Erfolgs stehe der Verein stets im Schatten der Rivalität der beiden großen Nachbarn Schalke 04 und Borussia Dortmund, So weit kann ihm das Bochumer Publikum bei seinem Vortrag zu eben jener Rivalität am 9. September im Blue Square noch folgen – die nächste These des Sportwissenschaftlers sorgt jedoch für Diskussionen.

GELD SCHIESST TORE, TRADITION WIRFT BENGALOS? – Teil 4 der :bsz-Reihe zur Lage des Fußballs – Rezension: „111 Gründe, den VfL Bochum zu lieben“ ehrt die Zweite Liga
Galt einst als unabsteigbar: der VfL. - Cover: Schwarzkopf & Schwarzkopf

Der VfL Bochum: Ein Traditionsverein, die graue Maus der Liga, der Underdog, die Unabsteigbaren – einfach ein Stück Ruhrgebiet und von eminenter Wichtigkeit für eine Stadt, die nach dem Verlust von Nokia, BlackBerry und vor allem Opel auf Identitätsfindung ist und nach dem letzten Strohhalm greift, der übrig geblieben ist. Das klingt im ersten Moment hart, aber so kann auch das Buch von Tom MacGregor „111 Gründe, den VfL Bochum zu lieben“, beschrieben werden.

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