Transplantation
Bochumer Ärzte retten durch experimentelle Gentherapie Kinderleben
Schema der verletzen Haut: 80 Prozent der Oberfläche wurden ersetzt.  Bild: modifiziert nach Hirsch  et al., 2017

Behandlungserfolg. Bochumer Ärzte konnten durch gentechnisch veränderte Stammzellen einem Jungen das Leben retten und sorgen damit auch international für Aufmerksamkeit. Es war die weltweit erste Transplantation gentechnisch veränderter Stammzellen in dieser Größenordnung.

Von zweiköpfigen Tieren und kopflosen Experimenten
Nicht den Kopf verlieren: Die Wissenschaft treibt manchmal seltsame Blüten. - Karikatur: Michael Holtschulte

(Philipp Pauli, koi) „Frankenstein“ ist in unserem Bewusstsein eine Geschichte fern jeglicher wissenschaftlicher Realität. Mary Shelley ließ 1818 ihren fiktiven gleichnamigen Wissenschaftler ein menschliches Wesen aus verschiedenen Körpern erschaffen. Aber ist die Geschichte des außer Kontrolle geratenen Monsters wirklich nur bizarre Science-Fiction?

Die Vorstellung, einen nach dem Bau­kastenprinzip zusammengehefteten Klumpen Fleisch mithilfe von Blitzableitern zum Leben zu erwecken, wurde tatsächlich nie in die Tat umgesetzt. Gefährlich weit fortgeschritten allerdings ist eine Reihe von Experimenten, die zwischen den 1930er und 1970er Jahren durchgeführt wurde. Während der Weltkriege von der Notwendigkeit inspiriert, Organe wie die Lunge und das Herz zu transplantieren, ging ein Russe noch weiter und meisterte die Königsdisziplin: Wladimir Demichow transplantierte komplette Köpfe.