Sexismus
Männerbünde im Fadenkreuz: rechtsextrem, nationalistisch, sexistisch
Einfach nur nationalistisch oder rechtsextrem? Das Bild der Männerbünde ist nicht immer eindeutig.      			   			  Illustration: alx
Verbindungen stehen im Kreuzfeuer der Blaupause. Sie sollten jedoch nicht aufgrund einer unzureichenden Moralvorstellung ausgegrenzt werden.
 
Studentenverbindungen bei der BlauPause: Demokratisch dulden oder boykottieren?
Duell der Ansichten. Karikatur: ck

Burschis bei der Blaupause! „Man sollte mit härteren Bandagen dagegen vorgehen und damit drohen, die Blaupause zu boykottieren, wenn Burschenschaften Stände bekommen.“ So wird die Grüne Hochschulgruppe im Protokoll der StuPa-Sitzung vom 26. März zitiert. Nun haben trotzdem drei „Burschenschaften“, wie Studentenverbindungen oft fälschlicherweise zusammenfassend genannt werden, ihre Stände bei der BlauPause und „es gibt keine rechtliche Handhabe, sie der Veranstaltung zu verweisen“, wie AStA-Vorsitzender David Schmidt (NAWI) erklärt. „Wenigstens“ habe man erreichen können, dass die Landsmannschaft Ubia Brunsviga Paleomachia, die Prager Burschenschaft Arminia und das Corps Neoborussia-Berlin zu Bochum ihre Stände alle gesammelt in der Nähe der Polizei und der Veranstaltungsaufsicht haben. „Wenn die nur einen Krümel gegen die Regeln verstoßen, werden sie direkt rausgeschmissen“, sagt Daniel Greger (GEWI) vom AStA-Vorstand.

Kommentar: Die rechtliche Definition der Vergewaltigung muss endlich überarbeitet werden
Manchmal helfen Gesetze nicht: Viel zu oft werden Grenzen nicht akzeptiert.  Symbolfoto: Patrick Henkelmann

Sexuelle Handlungen an einem Menschen gegen seinen Willen auszuüben, stellt ein Verbrechen dar. Was in unserer Gesellschaft selbstverständlich klingt, entspricht leider nicht in vollem Maße der momentanen rechtlichen Situation. Wenn beispielsweise eine Frau zum Sex zwar unmissverständlich Nein sagt, sie in Schockstarre jedoch keinen Widerstand gegen ihre Vergewaltigung leistet – so liegt laut Strafgesetzbuch keine Vergewaltigung vor. Solche schwerwiegenden Gesetzeslücken sollen bald geschlossen werden.

Computerspielfeministin Anita Sarkeesian zeigt, wie schwach sie argumentiert
Eine Fantasyheldin, die mehr trägt als einen Kettenbikini: Dieses Fanbild zu „Sword & Sworcery“ zeigt, wie das Spiel ohne dieses unlogische Klischee auskommt. Illustration: deviantart.com, AXL99

Die feministische Medienkritikerin Anita Sarkeesian klagte bis dato mit ihrer Youtube-Videoreihe „Tropes vs Women in Video Games“ mit ganz sichtbar erhobenem Zeigefinger, der auch mal zur aggressiven Moralkeule mutierte, Sexismus in Computerspielen an. Nun will sie es auch mit einem guten Beispiel versuchen und stellte am 31. März den ersten positiven Charakter vor: Die Skythin aus „Sword and Sworcery“.

Sexistisches Geschmier an der RUB
 Sexistisch und frauenfeindlich – wie geht die RUB damit um? Foto: as

In den Fluren der G-Gebäude sind Schmierereien aufgetaucht, deren Inhalte zutiefst sexistisch sind. Die meisten davon wurden inzwischen von den Hausmeistern entfernt.

Das Problem Sexismus scheint gelöst – ein Trugschluss!
Sexismus lässt sich auch durchaus kreativ im öffentlichen Raum anprangern. Quelle: flickr.com, kecko

Der Frühling naht. Endlich. Der Winter war lang und unbequem. Die Strandbar verkauft wieder Eis und das Sommersemester wartet mit reichlich gesetzlichen Feiertagen auf. Da können wir uns auf das Wiesenfläzen vor GA/GB freuen und uns gegenseitig beim Sehen und Gesehenwerden beobachten. Ein guter Moment, um über Sexismus an der Uni zu sprechen, denn es wird Zeit.

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