Semesterticket
Uni Duisburg-Essen: Kein Straßenprotest nach Marketing-Veranstaltung von VRR-Chef Castrillo
Er war wieder da: VRR-Vorstand Castrillo zog auch an der Uni Duisburg-Essen seine Marketing-Show ab. Foto: USch

Die Zeichen standen auf Sturm: Fast 2.000 Studierende hatten sich via Facebook angesagt, bevor sich VRR-Chef José Castrillo letzten Donnerstag zu einem Marketing-Vortrag über die Preiserhöhungspläne beim Semesterticket im neuen Audimax auf dem Campus Essen einfand. Zeitgleich war in der WAZ zu lesen, dass der VRR ein alternatives Vertragsangebot von insgesamt 16 Hochschulen ablehne und weiterhin nicht zu Verhandlungen bereit sei. Die erste Spontandemo gegen die drohenden Preiserhöhungen lag in der Luft...

Wonderful Spam: Briefkampagne gegen den VRR
Los jetzt hier! The SPAM is mightier than the VRR. Darstellung: lux

Der Protest geht weiter: Die angekündigte Briefaktion gegen den VRR ist angelaufen. Studierende aller Fakultäten sind dazu aufgerufen, dem VRR schriftlich die Meinung zu geigen.

Wuppertal unterschreibt VRR-Vertrag: RCDS-AStA der Bergischen Uni verlässt Kampagne „So nicht, VRR!“
WDR-Interview vor der letzten VRR-Verwaltungsratssitzung vom 12.12.14 im Essener Rathaus: Marcus Lamprecht, Referent für Ökologie und Mobilität, AStA der Uni Duisburg-Essen. - Foto: USch

Viele von Euch werden es bereits bei der Überweisung des um 6,30 Euro nach oben korrigierten Semesterbeitrags (siehe Seite 2) gemerkt haben: „Das VRR-Ticket wird um 4,20 Euro teurer und das NRW-Ticket um 2,10 Euro“, erläutert Leon Schmitz von der Grünen Hochschulgruppe. Ersteres entspreche einer Erhöhung von 3,8 und  letzteres von 4,5 Prozent, aber nur die Preissteigerung beim VRR-Anteil sei durch den noch aktuellen Vertrag begrenzt – nämlich auf 3,9 Prozent.

Fachschaftsrat Slavistik/Russische Kultur diskutiert über „Rote-Punkt-Aktion“

Seit Monaten beschäftigen sich Fachschaftsräte (FSR) mit der Preiserhöhung des VRR-Tickets. In der FachschaftsvertreterInnenkonferenz (FSVK) der Ruhr-Uni werden diverse Ideen gesammelt. Der FSR Slavistik/Russische Kultur (RuKu) startete in einer Sitzung die Debatte über die einst erfolgreiche „Rote-PunSeit Monaten beschäftigen sich Fachschaftsräte (FSR) mit der Preiserhöhung des VRR-Tickets. In der FachschaftsvertreterInnenkonferenz (FSVK) der Ruhr-Uni werden diverse Ideen gesammelt. Der FSR Slavistik/Russische Kultur (RuKu) startete in einer Sitzung die Debatte über die einst erfolgreiche „Rote-Punkt-Aktion“. Das Pro und Contra wurde ausgiebig diskutiert.kt-Aktion“. Das Pro und Contra wurde ausgiebig diskutiert.

Proteste in Essen und Urabstimmung an der EFH Bochum
Markus Lamprecht, AStA-Vorsitzender der Uni Duisburg-Essen, nach der VRR-Sitzung beim WDR-Interview. Foto: USch

Studentischer Protest bei der Sitzung des VRR-Verwaltungsrats vom 12. Dezember im Essener Rathaus: Am Freitag fanden sich etwa 50 Studierende dort ein – fast alle davon von der Uni Duisburg-Essen (UDE).

VRR-Vorstand: „Sozialpolitik ist nicht unser Thema“
Scheint selbst gelangweilt von seinem eigenen Geschwafel: VRR-Vorstand José Luis Castrillo (r); links Nur Demir vom AStA und StuPa-Sprecher Felix P. Joswig. Foto: USch

Nach der Farce von Dortmund, wo José Luis Castrillo zwei Wochen zuvor ein Gastspiel gab (die :bsz berichtete), hat das VRR-Vorstandsmitglied auch bei seinem Auftritt im Studierendenparlament (StuPa) der Ruhr-Uni am vergangenen Mittwoch viel geredet und wenig Konkretes gesagt. Neue Verhandlungen über die geplanten bis zu fünfzigprozentigen Preissteigerungen beim Semesterticket jedenfalls soll es weiterhin nicht geben.

Die Listen über Mobilität auf dem Campus und im Ruhrgebiet
Was tun gegen überfüllte U-Bahnen? Foto: mb

Das Thema Mobilität ist derzeit in aller Munde: Metropolräder, Carscharing und der drohende Verlust des Semestertickets. Was halten die Listen für Lösungen bereit?

Semesterticket: Verkehrsverbund riskiert 66,5 Millionen Euro
Taube Ohren beim VRR: Wenn es nach dem Verkehrsverbund geht, wird das Semesterticket alles andere als bezahlbar bleiben. Foto: USch

Nachdem der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) den Studierendenschaften im Sommer die Semesterticket-Verträge gekündigt hat (die :bsz berichtete), gibt es hinter den Kulissen ein Tauziehen zwischen ASten und VRR-Vorstand um einen neuen Vertrag ab Wintersemester 2015/16. Mit der einseitigen Kündigung will der VRR Preiserhöhungen von über 40 Prozent durchdrücken und setzt zugleich feste Einnahmen von rund 66.524.000 Euro jährlich aufs Spiel. Die :bsz war für Euch dabei, als sich VRR-Chef José Luis Castrillo am vergangenen Donnerstag an der FH Dortmund erstmals der Kritik eines Studierendenparlaments (StuPa) stellte. Für Mittwoch, den 3. Dezember (18 Uhr, HZO 10), ist Castrillo ins StuPa der RUB eingeladen

DIE :BSZ-GLOSSE

Berührungsängste: Sich nicht rantrauen, sich abgrenzen, gar den Kontakt fürchten. Aber solche Ängste kann man bekämpfen, per Schocktherapie. Die Juso-Hochschulgruppe lädt zum Beispiel ein zur Veranstaltungsreihe „SozialdemokratInnen in Touch“. Das wär’s doch: Ein Date an der Uni mit der alten Dame SPD.

Semesterticket: VRR-Verkündigungsveranstaltung im Dortmunder FH-StuPa
Und er erschien doch: VRR zu Gast bei der StuPa-Sitzung der FH Dortmund. - Foto: USch

Das Auftreten von VRR-Vorstand José Luis Castrillo bei der Sitzung des Studierendenparlaments (StuPa) der Fachhochschule (FH) Dortmund war an Dreistigkeit kaum zu überbieten: Rund drei Stunden redete sich der Betriebswirt am 20. November vor mehreren hundert Studierenden in der vollbesetzten Mensa der Uni Dortmund um Kopf und Kragen – ohne viel Konkretes zu sagen. Nur eines wurde überdeutlich: Der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) ist offensichtlich nicht bereit, den vor Monaten vorgelegten neuen Vertragsentwurf zum Semesterticket nochmals grundlegend zu überarbeiten.

Seiten