Südafrika
Südafrika: Gewalt gegen MigrantInnen nimmt weiter zu
Von Armut und Rassismus geprägt: In Südafrika herrschen große soziale Widersprüche. Foto: Irene Allerborn

Im April diesen Jahres wurde Südafrika erschüttert von den zum Teil tödlichen fremdenfeindlichen Ausschreitungen in der Hafenstadt Durban und in Johannesburg. Mehr als 5.000 der betroffenen MigrantInnen aus ostafrikanischen Ländern flüchteten in sporadisch errichtete Camps oder kehrten verängstigt in ihre Herkunftsländer zurück. Schnell kamen Erinnerungen an die Unruhen in Johannesburg im Jahr 2008 hoch: damals jagten wütende Menschenmassen MigrantInnen durch die Straßen und zündeten sie zum Teil bei lebendigem Leib an – 62 Menschen starben.

Iliso Care Society & Youth Choir: Singen für die Völkerverständigung
Dürfen wir wiederkommen? Iliso gab ein begeisterndes Gastspiel in Bochum. Foto: USch

„Es gibt kein richtiges Leben im falschen“, schrieb Theodor Adorno einst in seinen „Minima moralia“. Mit einem stimmgewaltigen Jugendchor und vollem Programm versuchte die „Iliso Care Society“, im Rahmen einer „interkulturellen Woche“ vom 20. bis 28. September das Gegenteil zu beweisen: 29 SüdafrikanerInnen legten am vergangenen Freitag in der Luxus-Campusgastronomie „Q-West“ eine hochkarätige Chor-Performance hin.

18. Juli

Es war ein Todesfall, der im vergangenen Jahr die Welt aufrüttelte: Weltweit veröffentlichten die Medien Ende 2013 Nachrufe auf Nelson Mandela, der im Alter von 95 Jahren einer Lungenentzündung erlag. Mandela gilt aufgrund seines Engagements gegen die Rassentrennung in seiner Heimat Südafrika als Volksheld.

Deutsch-Südafrikanisches Wissenschaftsjahr neigt sich dem Ende
Das International Convention Centre in Kapstadt: Hier ging es los. Foto: DST/BMBF

Am 16. April wird in Berlin das Deutsch-südafrikanische Wissenschaftsjahr mit einem Festakt beendet. Es wird viel Schulterklopfen und symbolische Gesten geben. Im Ruhrgebiet hat man von dieser Kooperationsinitiative der Wissenschaftsministerien beider Länder in den letzten zwölf Monaten nicht viel gehört. Lediglich an der Nachbaruniversität Duisburg-Essen (UDE) ging die Aktion nicht ganz spurlos vorbei: Die Studentin Rebecca Nicklaus gewann den zweiten Platz beim Essay-Wettbewerb.