RUB
StuPa streitet um umfangreichen Nachtragshaushalt
Fachschaften in Finanznot: Keep on rollin’, Simon! Karikatur: ck

Für vier Steuerjahre rückwirkend will das Finanzamt der Studierendenschaft im laufenden Haushaltsjahr Steuernachzahlungen abknöpfen. Der Grund: Die Umsätze von Fachschaftspartys sollen 2013 rückwirkend für die Jahre 2008 bis 2011 aus Mitteln der Studierendenschaft entrichtet werden. Noch könnte gegen den horrenden Steuerbescheid Widerspruch eingelegt werden. Vorsorglich wurde am 13. November jedoch bereits ein umfassender Nachtragshaushalt im Studierendenparlament (StuPa) auf den Weg gebracht. „Insgesamt werden die Nachforderungen voraussichtlich mit etwa 70.000 Euro im Nachtragshaushalt zu Buche schlagen“, sagte AStA-Finanzreferent Simon Gutleben (Jusos) auf Nachfrage der :bsz. 

Elmar Weiler tritt zum dritten Mal zur Rektorwahl an – wieder ohne GegenkandidatIn
Weiler‘s kann: Elmar Weiler (Mitte) präsentiert zusammen mit Jürgen Schlegel (links) und Prof. Dieter Liermann sein Programm für die nächste Amtszeit. - Foto: mar

Elmar Weiler will zur vorgezogenen Wahl für eine dritte Amtszeit als Rektor der Ruhr-Universität antreten. Bereits am 7. Oktober hat die Findungskommission den alten Rektor zur Wahl vorgeschlagen. Die Gleichstellungsbeauftragte der Uni sprach einen Ausschreibungsverzicht aus. Wenn Hochschulrat und Senat in ihren nächsten Sitzungen den Rektor wählen bzw. bestätigen, bleibt der Prof. Dr. Dr. h. c. bis 2017 Oberhaupt der Hochschule. Wie er die Zukunft der RUB zu gestalten gedenke, stellte er in einer öffentlichen Stellungnahme und am  8. November persönlich im Hörsaal HZO 40 vor.

Eröffnet hat die Veranstaltung im nur zu etwa einem Viertel gefüllten – davon lediglich eine Handvoll Studierender – HZO 40 der Vorsitzende des Hochschulrats der RUB, Jürgen Schlegel. Die Findungskommission wollte an der Spitze der Universität einen „Rektor mit Erfahrung, Kontinuität, aber auch mit Visionen“. Die Wahl fiel dann auf den jetzigen, noch bis einschließlich November amtierenden Rektor, Professor Elmar Weiler, der nach einer von ihm gewünschten Bedenkzeit auch vom Senat „mit großer Mehrheit“ angenommen wurde. Dass dieser durchaus Visionen hat, zeigte sich in der Vergangenheit besonders an seinem Festhalten an der Teilnahme an der Exzellenzinitiative; allerdings ist es nie gelungen, die Ruhr-Uni Bochum zur Elite-Universität zu erheben. Auf dieses kostspielige Thema ist Weiler in seiner Rede auch nicht weiter eingegangen – wohl aber auf einen Teilbereich der Exzellenzinitiative, für die die RUB doch gefördert wird: auf die Research School, das Graduiertenkolleg der Uni.

Trotz Hausbrand setzt die OASE ihr Programm fort
Oasenbrand - Illustration: mar

„Die OASE – Ort für Austausch, Studium & Entwicklung ist eine Einrichtung der Zentralen Studienberatung der Ruhr-Universität Bochum. Sie ist ein Ort des Austausches und der gegenseitigen Unterstützung. Mit ihren niedrigschwelligen Angeboten richtet sich die OASE nicht nur an alle nationalen und internationalen Studierenden, sondern auch an alle weiteren Angehörigen der Universität sowie an interessierte Personen aus der Region.“

Vortrag „Wie machen wir Sex sexy?” am 25. November – Madeline Doneit im Gespräch
Will die Menschen zum Sprechen bringen: Madeline Doneit im Interview mit der :bsz. - Foto: as

Die Sexualpädagogin Madeline Doneit hat sich in ihrer Bachelorarbeit mit den Auswirkungen von gesellschaftlichen Machtverhältnissen auf unsere Vorstellungen von Sexualität auseinandergesetzt. Am 25. November wird sie dazu an der RUB einen Vortrag halten. Mit der :bsz sprach sie über ihre „Grauzonen“ und die Notwendigkeit beim Sex zu sprechen.

Burlesques „Theater der Verachteten“ am 9. und 10. November im Musischen Zentrum
„Wenn du Arbeit suchst, bist du im Theater falsch.“ Triops (Rico Großer, l.) führt  Maus (Billy Valentine) in die Truppe ein. - Foto: mar

„Grau, teurer Freund, ist alle Theorie“, dachte sich wohl nicht nur Goethes Mephisto, sondern auch Nathanael Ullmann. So beschloss der Theatermensch, seinem allzu grauen Studium der Theaterwissenschaft eine gehörige Portion Farbe hinzuzufügen. „Theater der Verachteten“ ist die zweite Aufführung des Ensembles ToM – Theater ohne Mittel und bringt am 9. und 10. November im Musischen Zentrum (MZ) der RUB bunt und ganz schön sexy die Frage auf den Tisch, „wie weit man mit dem Schauspiel gehen kann“ (Ullmann).

Aktuelle Entwicklungen zur PCB-Belastung in allen Universitätsgebäuden

Nach Aussagen des Allgemeinen Studierendenausschusses (AStA) ist der erste Abschnitt der PCB-Sanierungsmaßnahmen in den N-Gebäuden abgeschlossen. Dafür wurden zwischenzeitlich neue Messungen der Giftstoffe in den G-Gebäuden und MA durchgeführt; die Ergebnisse erfordern teilweise sofortige Maßnahmen. Die Arbeitsgruppe „PCB an der RUB“ der Stabsstelle Arbeitssicherheit und Umweltschutz koordiniert die Sanierungs- und Präventionsmaßnahmen, die studentischen VertreterInnen von AStA und FachschaftsvertreterInnenkonferenz (FSVK) beschäftigen sich ebenfalls mit der Sache. Das Hochschulpolitik-Referat des AStA hat einen PCB-Stammtisch für alle interessierten Studis eingerichtet.

Mit dem Semester begann die Spielzeit der Studiobühne des MZ
Tragen doch nicht etwa das Theater zu Grabe? VertreterInnen der einzelnen Ensembles vor und hinter der Kulisse zu „Zombies – Es leben die Toten!“ Foto: mar

17 Veranstaltungen mit insgesamt 19 Aufführungen, neun Premieren, davon drei von ganz neuen Ensembles, insgesamt 300 Personen auf der Bühne; ganz frische, eigene Produktionen und unbekannte Klassiker; der erste RUB-ImproCup – so präsentiert sich das Programm der Studiobühne des Musischen Zentrums (MZ) im Wintersemester 2013/14. Viel Unterhaltung für wenig Geld. Wir stellen kurz vor, was der wuchtige Klotz an der Unibrücke in den nächsten Monaten für Euch bereit hält.

Pilotphase der Theaterflatrate für RUB-Studis gestartet
Ein „Schauspielhaus-Euro“: Für diesen Betrag können die Studierenden der RUB für ein Semester die Schauspielhaus-Flatrate nutzen. Foto: koi

Endlich ist sie da: Die sogenannte Theater-Flatrate. Seit diesem Semester können Studierende der RUB sooft sie wollen Vorstellungen im Bochumer Schauspielhaus besuchen – für lau! Finanziert wird dies über den Sozialbeitrag, den (so gut wie) jedeR Studierende zum Semesterbeginn überweist. Von diesen 260,62 Euro geht ein Euro an das Schauspielhaus, das knapp fünf Prozent seiner Plätze für Studis freihält. Im Januar stimmen die Studis ab, ob diese Kooperation auch in den nächsten Semestern aufrecht erhalten wird. 

Auch hier gilt die Devise – mit ein „bisschen Geld“ ist fast alles möglich
Keine Chance: Bereits 2009 lag der NC für das Fach Humanmedizin an der Ruhr-Universität Bochum bei 1,1. Foto: ck

Das Studienfach Medizin ist in Deutschland äußerst beliebt und nachgefragt. Viele Abiturientinnen und Abiturienten träumen bereits während und vor der Schulzeit davon, einmal Arzt oder Ärztin zu werden. Dass dieser Traum für viele AbsolventInnen nicht in Erfüllung geht und wie eine Seifenblase zerplatzt, ist keine Seltenheit. Oftmals reicht der Numerus Clausus (NC) nicht aus, um den gewünschten Studiengang studieren zu können. Entweder erfolgt eine Absage durch die „Stiftung für Hochschulzulassung“ (SfH) oder man muss sich mit lästigen Wartesemestern arrangieren. Alternativen gibt es in der Regel nicht – oder vielleicht doch? 

Semesterticket-Verteuerung: Studis lassen sich nicht VRRarschen
Von Milchlikör bis Preisroulette: Kreativer Protest gegen Semesterticket-Verteuerung vor dem Duisburger Hauptbahnhof. Foto: USch

Aufgrund des massiven Drucks der Studierenden ist der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) von seinem ursprünglichen Plan abgerückt, die Semesterticket-Gebühr um bis zu 43 Prozent (die :bsz berichtete) zu erhöhen. Beschlossen wurde einstweilen nur eine reguläre tarifliche Preisanhebung von 3,3 Prozent. Damit es auch in Zukunft bei solch einer moderaten Erhöhungen bleibt, demonstrierten am 27. September um die 200 Studierende in der Duisburger Innenstadt und setzten auf den Publikumstribünen im Rathaus bei der Sitzung des VRR-Verwaltungsrats ein starkes Zeichen des Protestes. Auch eine unwillige Security sowie ein grundloser Brand­alarm konnten sie daran nicht hindern.

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