RUB
Frage 12
Mit dem Leihrad zum Schauspielhaus: Nicht nur wer Theaterwissenschaft und Sport studiert, darf in die Flatrate-Pedale treten... - Grafik: ln

Was haltet Ihr vom Vertrag zwischen Studierenden­schaft und „metropolradruhr“ sowie der „Theater-Flatrate“ mit dem Schau­spielhaus? Würdet Ihr den Studierenden raten, bei der kommenden Urabstimmung hierüber eher mit „Ja“ oder mit „Nein“ zu stimmen?

Wer darf wählen – wann und wo?
Damit Ihr Euch beim Wählen nicht verlauft: Der :bsz-Urnenfinder zur Stupa-Wahl. - Grafik: RUB / mar

Die Wahl zum 47. Studierendenparlament an der RUB findet in der Zeit vom 13. bis 17. Januar 2014 statt. An den Wahltagen dauert die Wahlzeit jeweils von 9 Uhr bis 16 Uhr. Die Wahlorte für die Studierenden der jeweils nachstehenden Fächer sind folgende:

CIP Insel IC 03: Fakultät für Maschinenbau, Fakultät für Bauingenieurwesen
Cafeteria ID: Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik, Angewandte Informatik
Cafeteria NA: Fakultät für Physik und Astronomie, Fakultät für Mathematik, Fakultät für Geowissenschaften, Arbeitswissenschaften, Deutschkurs, Studienkolleg
Cafeteria NC: Fakultät für Chemie und Biochemie, Fakultät für Biologie und Biotechnologie, Neuroinformatik, Neuroscience
Cafeteria MA: Medizinische Fakultät
Cafeteria GA: Fakultät für Evangelische Theologie, Fakultät für Katholische Theologie, Fakultät für Philosophie, Pädagogik und Publizistik, Fakultät für Psychologie, Fakultät für  Geschichtswissenschaft
Cafeteria GB: Fakultät für Philologie, Fakultät für Ostasienwissenschaften
Cafeteria GC: Juristische Fakultät, Humanitäre Hilfe, Fakultät für Wirtschaftswissenschaft, Fakultät für Sozialwissenschaft, Organisational Management, Development Management
SportlerLounge (Gesundheitscampus Nord, Haus Nr. 10): Fakultät für Sportwissenschaft

Wahlberechtigt sind die Mitglieder der Studierendenschaft, die am 6. Januar 2014 an der Ruhr-Universität eingeschrieben sind. Die Zugehörigkeit zu einem Wahlort richtet sich nach dem von der Ruhr-Universität geführten ersten Studiengang.

Auch im Netz bewegt sich die Antifa in rechtlichen Grauzonen
Kaum da, schon wieder weg: Gilt leider nur für Graffiti. Foto: USch

„Oh du Fröhliche“ sollte es zur Adventszeit heißen. An der RUB sieht das jedoch ganz anders aus: Nach der Neonazi-Outing-Plakataktion und den verkleideten Nikoläusen im Hörsaal informierten die Antifa-Mitglieder die Studierenden weiterhin über den Neonazi Michael B. In den darauffolgenden Tagen kam es zur Manipulation von Beamern in Hörsälen und zu einem Datenmissbrauch der E-Mail-Adressen. Um wieder eine friedliche Studierendenschaft zu erlangen, planen das Rektorat und der AStA die Kampagne „Uni ohne Vorurteile“.

Pro

Stell Dir vor, in Deiner Vorlesung sitzt einer der führenden rechtsextremen Kader im Lande und keiner weist Dich darauf hin. Nicht unwahrscheinlich, dass Du Dich dann schon bald zusammen mit einem der stellvertretenden Vorsitzenden der Partei Die Rechte in einer Arbeitsgruppe wiederfindest; und ohne Böses zu ahnen, offen­barst Du in seiner Gegenwart vielleicht sogar Deine politische Gesinnung als BefürworterIn von Mindestlöhnen oder einer liberalen Flüchtlingspolitik offener Grenzen. Und weil man ja in Arbeitsgruppen auch unter JuristInnen solidarisch miteinander umgehen sollte, gibst Du ihm eventuell noch Deine Vorlesungsmitschriften, um ihn für die bevorstehende Klausur zu unterstützen. Dumm nur, dass Du darin eine Telefonliste mit den Daten Deiner Mitstudierenden der örtlichen DGB-Jugend oder der AG Migrationspolitik vergessen hast, die Du am selben Wochentag immer besuchst. Dass diese Daten nun in den Händen von Rechtsextremen gelandet sind, ist echt blöd gelaufen...

Contra

Stell Dir vor, in Deiner Vorlesung sitzt einer der führenden rechtsextremen Kader im Lande. Oder ein verurteilter Kinderschänder. Eine Steuerhinterzieherin, ein Vegetarier oder eine Jüdin. Und keiner weist Dich darauf hin. Das ist der Normalfall – und sollte auch der Normalfall bleiben. Denn jeder Mensch hat das Recht, sich zu bilden und bilden zu lassen – ohne Wenn und Aber.

Anonyme Antifa-AktivistInnen kleistern Campus voll
Achtung Nazi: Legitime Antifa-Aktion oder Verletzung der Persönlichkeitsrechte? Foto: koi

Wer am vergangenen Montag zur Uni kam, konnte sie nicht übersehen: Dutzende großformatige Plakate zeigten das Porträt eines RUB-Studenten – und stellten ihn als Neonazi dar. Einschlägige Links-Blogs im Netz schlagen in die gleiche Kerbe. Formulierungen legen nahe, dass hier die InitiatorInnen der Plakataktion zu verorten sind. Bilder zeigen den Dortmunder bei rechten Veranstaltungen und charakterisieren ihn als Mitglied des „harten Kerns“ der mittlerweile verbotenen Gruppierung „Nationaler Widerstand Dortmund.“ Eine ähnliche Kampagne wurde offenbar auch schon zuvor an der Abendschule des Betroffenen durchgeführt.

Was halten die Studis an der RUB von der Plakatkampagne? Ist es in Ordnung, politische GegnerInnen öffentlich zu outen? Die :bsz-RedakteurInnen Katharina Cygan und Christoph Koitka haben nachgefragt.

FSVK diskutiert über Latinum, die Anwesenheitspflicht und den neuen Optionalbereich
Stowasser bald auf dem Müllhaufen der Geschichte? Das Latinum wird zwar nicht gänzlich abgeschafft, soll aber nicht mehr Pflicht für angehende LehrerInnen sein. Foto: joop

Die vernetzten Fachschaften haben einige Süppchen am Kochen: Derzeit diskutiert und entscheidet die FachschaftsvertreterInnenkonferenz (FSVK) über eine Menge wichtiger Themen, die viele Studis betreffen. Die :bsz stellt euch die wichtigsten Themen in Kürze vor.

Hochschulsport an der RUB: Ein Balanceakt zwischen Angebot und Nachfrage
Auch wenn die Infrastruktur nicht immer optimal ist: Der Philosophie-Student Eduardo Kisse aus Rio de Janeiro jongliert entspannt den Uni-Stress weg. Foto: USch

Mit Einführung der seinerzeit nicht unumstrittenen „Sportkarte“ vor drei Jahren gab es im Hochschulsport an der Ruhr-Uni umfangreiche organisatorische Veränderungen: Seitdem ist der Zugang generell mit einer pro Semester zu entrichtenden Abgabe belegt, die derzeit 15 Euro beträgt; hinzu kommt ein Obolus für 172 der 213 aktuell angebotenen Kurse in 65 Sportarten. Immerhin: Die Entgeltpflicht im Hochschulsport ist zweckgebunden und steht nahezu einer Verdoppelung der Kursplätze gegenüber. Die :bsz hat diesbezüglich nachgehakt und zieht im Gespräch mit der Leiterin des Hochschulsports, Ines Lenze, eine Bilanz der letzten sechs Semester.

Metropolradruhr expandiert – und hinterlässt offene Fragen im StuPa
Schildbürgerstreich? Durchfahrtsverbot am metropolradruhr-Ständer im Uni-Center. - Foto: USch

Auf ein vielfach positives Echo stieß auf der 12. Sitzung des Studierendenparlaments (StuPa) vom 20. November eine Präsentation des Mobilitätsbeauftragten der RUB, Björn Frauendienst, zum aktuellen Stand in Sachen metropolradruhr. Frauendienst hebt gegenüber dem StuPa die bisherigen Erfolge des Projekts hervor: „Wir haben in Bochum mit deutlich weniger Metropolrad-Stationen doppelt soviel rausgeholt als in Dortmund.“ Die landesweit „intensivste Nutzung findet im Ruhrgebiet – und insbesondere in Bochum – statt“, betont der Mobilitätsbeauftragte. Auch der AStA-Vorsitzende Tim Köhler (Jusos) steht voll hinter dem metropolradruhr-Projekt: „Die Univerwaltung, das Akafö und die Stadt Bochum nehmen insgesamt eine Viertelmillion Euro in die Hand, um hier ein gutes Netz aufzubauen.“

Mehr als „Purer Unfug“: Sebastian23 moderiert Bochum und präsentiert neues Buch
Gets him plugged: Moderator Sebastian 23 und Teilsieger Julius Kühn. - Foto: USch

Wenn man schon kein Pech hat, kommt auch noch Glück dazu – da sich der frischgebackene Gewinner der 17. deutschsprachigen Meisterschaften im Poetry-Slam, der Dortmunder Jan Philipp Zymny, derzeit vor Auftrittsanfragen kaum retten kann, musste der Gewinner von 2008 einspringen: Sebastian23 moderierte am vorvergangenen Sonntag den sehr gut besetzten dritten Song-Slam im „Kugelpudel“. Tags darauf legte der beliebte Bochumer mit der Moderation des fünften Campus-Slams an der RUB im einmal mehr rappelvollen KulturCafé nach. Mit seiner aktuellen Buchpublikation „Purer Unfug“ hält der Multikünstler bei solchen Anlässen zudem immer ein lesenswertes Präsent bereit.

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