RUB
Kommentar: Datenschmutz: NSA, Sony, jetzt auch die Uni-Mailadressen

Datenmissbrauch und -schutz sind wieder einmal in aller Munde. Während sich der NSA Skandal, der Datenklau und Serverangriff gegen Sony-Pictures in der internationalen Sphäre abspielte, erreichte uns RUB-Studierende diese Problematik nun im Mikrokosmos der Uni. RUB Knallhart, eine Gruppe von unbekannten politischen Aktivisten à la Anonymous, nutzten RUB-E-Mail Adressen im Laufe der StuPa-Wahl, um Druck auf die Listen auszuüben. Dramatisch daran ist, dass sich kriminelle Potentiale eröffnen und dass die diplomatischen Beziehungen darunter leiden. Ob es nun die Hochschulpolitik oder die Beziehungen zwischen den USA und Nordkorea sind, sowohl das wenig vorhandene Vertrauen als auch die Handlungsspielräume werden geringer.

Von Open-Air-Kursen und Karrieremessen für KennerInnen chinesischer Dynastien
Die Pop-und Gender-Tagung war ebenfalls Teil von InSTUDIES.

Der vorgegebene Studienverlauf ist alternativlos? Wer im Studium bislang vergeblich nach Praxisbezug gesucht hat oder sich nach Abwechslung von immer gleichen Lehrkonzepten sehnt, ist eingeladen, Ideen für neue Studieninhalte einzubringen: bei inSTUDIES, der Förderung für studentische Projekte zur Verbesserung der Lehre.

Das Akronymicon – :bsz knackt den Gremiencode VII: Die hochschulpolitischen Listen der RUB – Teil 2: Oppositionslisten
Für einen glücklicheren Campus: Franziska Pennekamp und Patrick Vosen (Grüne Hochschulgruppe). – Foto: USch

In der letzten Ausgabe stellten wir Euch die derzeit fünf AStA-tragenden Listen an der RUB vor. Diesmal präsentieren wir die – ebenfalls fünf – in diesem Jahr kontinuierlich im Studierendenparlament (StuPa) aktiven Oppositionslisten, die zusammen über 15 der 35 StuPa-Sitze verfügen.
 

Vorbereitungen für StuPa-Wahl laufen: Reicht die KandidatInnenlisten ein! - Meldet Euch als WahlhelferInnen!

Die Vorbereitungen für die nächste Wahl zum Parlament der Studierenden (auch StuPa oder SP genannt) gehen in die heiße Phase!

RUB-Campus uncooler Unort? Fachschaftsrat Geschichte ohne Party-Location
Fachschaftsparty Geschichte: Kein Hut im KulturCafé. - Foto: mb

Der Sektempfang des Autonomen Schwulenreferats der Ruhr-Uni ist nicht das einzige Traditionsevent, das in diesem Semester den verschärften Party-Regelungen im KulturCafé zum Opfer fällt: Auch der Fachschaftsrat (FSR) Geschichte hat seine traditionelle „Hutparty“ fürs Wintersemester abgeblasen und unter anderem auf Facebook eine „Nicht-Hutparty“ ausgerufen. Geht die Party-Kultur auf dem RUB-Campus bald komplett den Bach runter?

Das Akronymicon – :bsz knackt den Gremiencode V: Der AStA verteilt Euer Geld – das StuPa entscheidet darüber
Schaut dem AStA über die Schulter: StuPa-Sprecher Felix Pascal Joswig. - Foto: Björn Jadzinski

Alle Jahre wieder wird der Campus mit Wahlplakaten zugepflastert und die hochschulpolitischen Listen werben um Eure Stimme, um ins Studierendenparlament, kurz StuPa, einziehen zu können. Doch was geht bei den Sitzungen vor sich, wenn die ParlamentarierInnen erst einmal im Amt sind? Im Zuge unserer Gremien-Reihe haben wir das StuPa mal genauer unter die Lupe genommen.

Pro: Scholl-Latour sollte die Ehrenprofessur entzogen werden
Grüne Hochschulgruppe beantragt Aberkennung seiner Ehrenprofessur: Peter Scholl-Latour. - Foto: wikimedia commonsGrüne Hochschulgruppe beantragt Aberkennung seiner Ehrenprofessur: Peter Scholl-Latour. - Foto: wikimedia commons

Peter Scholl-Latour war ein mutiger junger Mann. Sein Onkel ist im KZ Sachsenhausen wegen seiner jüdischen Herkunft ermordet worden. 1944 schloss er sich der französischen Partisanenarmee an, um gegen Nazideutschland zu kämpfen. Warum also lasse ich ihm nicht seine Ruhe? Im Herbst 2014 wollte die FDP-Fraktion in Bochum Scholl-Latour die Ehre zukommen lassen, eine Straße nach ihm zu benennen. Daraufhin beschäftigte ich mich näher mit ihm. Am Ende sah die FDP den Antrag als erledigt an – wohl auch aus der Angst, Applaus von ganz Rechts zu erhalten.

Contra: Scholl-Latour sollte seine Ehrenprofessur behalten
Grüne Hochschulgruppe beantragt Aberkennung seiner Ehrenprofessur: Peter Scholl-Latour. - Foto: wikimedia commons

Peter Scholl-Latour polarisiert. Es wird diskutiert, ihm die Ehrenprofessur abzuerkennen – auf Antrag der Grünen, ohne schriftliche Begründung und (besonders geschmackvoll!) drei Monate nach seinem Tode. Klingt so absurd wie die geforderte Verbannung von Kant aus den Lehrplänen der HU Berlin im Sommer, weil er „Rassist war“. Die Argumente gegen Scholl-Latour werden die altbekannten sein: Er habe ein stereotypes Islambild verbreitet, sich bei Einzelfakten geirrt und sei ein Egomane gewesen. Über „frustrierte deutsche Orientalisten“, die ihm seine Auflagenstärke missgönnten, konnte er nur schmunzeln (vgl. RUBENS 59).

Bezirksvertretung Bochum Süd lehnt Campus-Quartier-Pläne einstimmig ab – Grüne halten im Ratsausschuss dagegen
Initiative „Pro Lennershof“:  Seit mehr als fünf Jahren aktiv. – Foto: USch

Ein Gespenst geht seit nunmehr sechs Jahren um in Bochum-Querenburg; während die Ruhr-Universität mit dem „Gesundheitscampus“ nach Westen expandiert, soll im Rahmen des „Masterplans Universität-Stadt“ auch östlich der RUB mit dem „Campus-Quartier Lennershof“ ein großes Areal für „universitäre Einrichtungen“ erschlossen werden – und dabei auf bestehende Siedlungsstrukturen kaum Rücksicht genommen werden. Gegenüber den ein- bis zweigeschossigen Wohngebäude im Plangebiet, die laut Bebauungsplan „nicht mehr den aktuellen Wohnbedürfnissen“ entsprechen, wird durchschnittlich eine doppelte Geschosshöhe angestrebt. Zudem sollen Bürogebäude und sogar ein Hotel für GastdozentInnen („Boarding House“) in dem Wohngebiet angesiedelt werden, wenn es nach den ursprünglichen Plänen des Investors VBW (Verein für Bauen und Wohnen) sowie der Stadtverwaltung ginge. Doch aktuell erhielt die Planung einen nachhaltigen Dämpfer: Bezirksvertretung und Planungsausschuss legten das Ganze einstweilen auf Eis, während ausgerechnet ein Ausschussmitglied der Grünen, Martina Foltys-Banning (zugleich Mitglied im VBW-Aufsichtsrat) an der Planung festhalten will.

Wettbewerb in Bochum

In der Geschichte Bochums hat die RUB als älteste Uni im Ruhrgebiet einen festen Platz und ein eigenes Kapitel in der Chronik der Revierstadt. Wie ein solches Kapitel aussehen könnte, das möchte das Dezernat Hochschulkommunikation der RUB anlässlich des 50-jährigen Jubiläums der Uni von den Studierenden wissen. Im Rahmen des Wettbewerbs sollen 50 Plastiken gestaltet werden, die jeweils ein aufgeklapptes Buch darstellen. Die aufgeschlagene Doppelseite wird mit einer selbst designten Folie beklebt.
Sowohl Studierende als auch Bochumer BürgerInnen sowie öffentliche Bildungseinrichtungen sind dazu aufgerufen, ihre Entwürfe bis zum 15. November in Text- oder Bildform auf der Homepage der RUB unter www.rub.de/rub50/buecher einzureichen. Im Sommer 2015 werden die 50 besten Entwürfe, ausgewählt durch VertrerInnen der Uni sowie der Stadt Bochum,  feierlich enthüllt. Zudem winken den GewinnerInnen attraktive Preise.

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