Rottstraße
Weinen wird salonfähig: Das urbane „Weine vor Freude“-Festival war zum vierten Mal in Bochum
Prost! Auch auf der KAP-Bühne im Bermuda3eick konnten die BesucherInnen neben leckerem Essen auch ausgewählte Weine genießen.	 Foto: Weine vor Freude

Die vierte Ausgabe des urbanen Weinfestivals „Weine vor Freude“ verwandelte das sonst für Bier bekannte Bochum in ein großes Wein-Eldorado. Neben den üblichen Weinverköstigungen an unterschiedlichen Locations stellten der Veranstalter Oliver Sopalla und sein Team vier Cuvées mit dem passenden Namen „Glück Auf“ vor. Mehr AusstellerInnen und mehr Veranstaltungen machen deutlich: Es wird (auch) gerne Wein getrunken in Bochum.

 
Die Darstellenden Künste und ihre Geschichte
Eindrucksvoll: Das Denkmal der Schauspielerin Tana Schanzara vor dem Schauspielhaus Bochum. Foto: ck

Bochum ist eine der großen Kulturstädte im Ruhrgebiet und bietet Euch ein breites kulturelles Angebot. Schnell wird deutlich, dass unsere Unistadt mehr ist als geschlossene Nokia- und Opelwerke. Die Darstellenden Künste und die mehr als zehn Theater, die Euch offenstehen, sind hierfür der Beweis. Das Detroit-Projekt des Schauspielhauses Bochum und der Urbanen Künste Ruhr widmet sich der Neuorientierung und Identitätssuche Bochums. Das einjährige internationale Stadt- und Kulturfestival zeigt, wie das Theater mit Bochum verwoben ist. Hier entstehen Dialoge, hier wird gezeigt, wie sehr die Darstellenden Künste Bochum mitgestalten wollen und dass sich die Identität einer Stadt nicht nur durch ihre reine Wirtschaftlichkeit definiert.

Studierende präsentieren Macbeth-Premiere im Theater an der Rottstraße
Wahnsinn und Machthunger: Macbeth wütet im Theater unter den Bahngleisen. Foto: © Sabine Michalak

Eine kurze Unterbrechung ist notwendig, zum Verschnaufen. Macbeth ist hier ein Burn-out-Tyrann. Da braucht‘s erstmal eine Zigarettenpause. Direkt vor der ersten Reihe wird sich hingehockt, ein paar Schlucke aus der Wasserflasche, langsame Zigarettenzüge, bevor es mit einem fetten Monolog weitergeht. Mit dem blauen Dunst werden die shakespeare‘schen Blankverse in den Bühnenraum entlassen. Macbeths Untergang steht bevor, ist ihm längst in die Glieder gefahren.

Interview mit dem Veranstalter vom „Rottlicht“-Fest im Westend
Rotzig, doch mit hochwertigem Programm: Flugblätter für das Rottlicht-Fest. Illustration: R15

Am kommenden Samstag, den 26. Oktober, wird die Rottstraße in der westlichen Innenstadt gesperrt. Grund: Ein vielfältiges Kunst- und Mitmach-Programm auf der Straße im Rahmen des „Rottlicht“-Festes. Mit der Rottstraße verbinden einige das erfolgreiche Off-Theater mit der Hausnummer 5, manche einen Teil des Offline-/Kreativ-Viertels Bochums, die meisten aber wohl Sexshops und Peepshows. Dazu passt dann ja auch der Name der Festes. Veranstalter Martin Zöpel versichert allerdings, dass es ein jugendfreies Fest wird. Die :bsz sprach mit dem Besitzer der Kneipe R15, der das Potential des Viertels ins Licht der Öffentlichkeit rücken will.