Rojava
Neue Offensiven

Krieg. Erneut startet die türkische Armee Angriffe auf autonome kurdische Gebiete, nun im Norden des Iraks. 

Frieden statt Krieg
Die Regenschirme sind gespannt: Die Demonstrierenden trotzen dem Regen. Bild: vitz

Protest. Am 1. November wurde der Welt-Kobanê-Tag gefeiert. Auch in Bochum gingen Menschen auf die Straße.

Türkischer Krieg gegen die KurdInnen
Einmarsch: Ziel der Bodenoffensive ist die mehrheitlich von  KurdInnen bewohnte Stadt Afrin (hier markiert). Screenshot: Google Maps; Bearbeitung: sat

Türkei. Die Vorgehensweise der Türkei gegen die kurdischen Gebiete in Syrien hat schon die ein oder andere Demonstration in Deutschland hervorgerufen. Die Hintergründe sind verstrickt und nicht leicht zu durchschauen. 

Türkischer Krieg gegen die KurdInnen
Freiheitskampf: Kurdische YPG und YPJ Einheiten in Rojava. Bild: Symbolbild:Kurdishstruggle CC BY 2.0 flickr.com

Konflikt. Die Türkei hat nach mehreren Luftangriffen auf kurdische Dörfer im Nordwesten Syriens eine Bodenoffensive gestartet. An vorderster Front dabei: deutsche Panzer. 

Ein Deutscher wollte in Syrien etwas gegen den IS ausrichten
Mit den kurdischen YPG kämpfte Christian Haller sieben Monate lang gegen den IS. Cover: riva Verlag

Christian Haller hatte in Deutschland ein normales, geregeltes Leben, mit gutem Job und fester Beziehung. Dennoch reiste er im November 2014 nach Syrien, um auf kurdischer Seite gegen den Islamischen Staat (IS) zu kämpfen. Nach sieben Monaten kehrte er ernüchtert zurück. Inzwischen hat Haller über seine Beweggründe und Erfahrungen ein Buch geschrieben, das interessante Einblicke in diesen Krieg gewährt.

Kommentar: Die türkische Außenpolitik ist der Schlüssel zum Sieg über den IS
Wiederaufbau nötig: Die BefreierInnen Rojavas eroberten oft Ruinen zurück. Foto: Kurdishstruggle (CC BY 2.0)

Frankreich reagiert auf die terroristischen Angriffe von Paris mit der Ausweitung seines Luftkrieges gegen den Islamischen Staat (IS). Um jenes unheilbringende Pseudo-Kalifat zu besiegen, braucht es jedoch mehr als militärische Symbolpolitik. Es bedarf insbesondere einer kritischen Auseinandersetzung mit der Rolle der Türkei – und die Bereitschaft zum Bruch mit Erdoğans Regime.

Sammelband beleuchtet Rolle Kurdistans im syrischen Bürgerkrieg
Ideologisch gewollt: Nicht zufällig beteiligen sich so viele Frauen an der Verteidigung Rojavas. Foto: Free Kurdistan (CC BY 2.0)

Im vergangenen Jahr gewann der kurdische Widerstand gegen die Terrororganisation Islamischer Staat (IS) weltweit Aufmerksamkeit, insbesondere durch die monatelange Verteidigung der Stadt Kobanê. Der nun erschienene Sammelband „Kampf um Kobanê“ beleuchtet politische und historische Hintergründe zu diesem Konflikt und seinem regionalen Umfeld. Dabei steht neben Rojava und dem IS auch die Türkei im Fokus.

Volles Haus im KulturCafe: Vortrag „Kampf um Kobanê“ über Rojava und den IS
Volles Haus im KulturCafe: Vortrag  „Kampf um Kobanê“  über Rojava und den IS. Foto. bent

Das kurdische Stalingrad? In Kobane entscheidet sich viel, nach wie vor droht die Stadt zu fallen: Die Welt schaut zu, wie der IS die demokratische Selbstverwaltung in Rojava (Westkurdistan) bedroht. Vor allem der türkische Staat unterstützt dabei die islamistische Terrororganisation, indem die Grenzen für KurdInnen nicht geöffnet werden. Aber was entsteht überhaupt in Rojava, welche demokratischen Strukturen wurden dort geschaffen? Darüber, wie auch über die Rolle des IS, drehte sich der Vortrag von Historiker Michael Knapp, der am 27. Oktober im KulturCafé vom kurdischen Studierendenverband YXK mit Unterstützung des AStA und des Autonomen AusländerInnenreferates organisiert wurde.