Reinheitsgebot
500 Jahre Reinheitsgebot – Beer you, beer me, beer us together
Mythos und Vertrag: Der legendäre König Gambrinus brachte der Welt das Bier, die bayerischen Herzöge sorgten dafür, dass es rein bleibt. Illustration: mar; Quelle: Wikimedia Commons / clusternote

Deutschland feiert am 23. April den 500. Geburtstag des Reinheitsgebots. Aber warum heißt es eigentlich Reinheitsgebot und wie ist es entstanden? In Zeiten von Internationalisierung, Globalisierung und Craft-Beer-Brauereien fragen sich auch die Studis: Brauchen wir diesen Protektionismus und den Dreiklang der Zutaten überhaupt noch oder ist es ein Relikt aus einer schon längst vergangenen Zeit? 

Odd beer brewing trends
Between "Bottled Instinct" and the "Beard Beer": People tend to distance themselves from the classical beverage. Foto:mar

Many students from abroad may have noticed – either by consuming or by watching people consume – that Germans are extremely fond of beer. Its tradition dates back to the ancient world and is still lived today. Since the “Reinheitsgebot” (referred to as the “German Beer Purity Law”) celebrates its 500th birthday, this week‘s :bsz is dedicated to the beverage that, in most cases, consists of only water, hops and barley.

500 Jahre Reinheitsgebot: Slammen für den Gerstensaft
Poetry trifft auf Science Slam: Micha-El Goehre (Mitte) setzt sich durch gegen den Bochumer Benedikt Dercks (rechts), Christian Krumm (links) und Robert Kayser. Fotos: alx; Arrangement: mar

Das Reinheitsgebot von 1516 wird dieses Jahr am 23. April 500 Jahre alt. Einst von den bayrischen Herzögen Wilhelm IV. und Ludwig X. erdacht, um uns vor schlechtem Biere zu schützen, erfüllt es uns heute immer noch mit Stolz, wenn andere Nationen von unserem flüssigen Gold schwärmen.

Flüssig Brot: Biermuda bringt Biervielfalt nach Bochum
„Je stärker das Bier, umso größer die Flasche“: Max Zellmer, Inhaber des Brauspezialitätengeschäfts Biermuda, erklärt das Paradoxon amerikanischer Craft-Biere. Foto: mar

So ein Laden war schon längst überfällig: Obwohl die Deutschen nach den TschechInnen die zweitgrößten BiervertilgerInnen sind, geben sie sich entweder kommerziell-beliebig oder regional stur. Dass es in Deutschland und der Welt aber eine mannigfaltige Malz-und-Hopfen-Welt weit jenseits von Pils und Weizen gibt, präsentiert seit vergangener Woche das Biermuda in der Rechener Straße zwischen Hauptbahnhof und Bermuda3eck.