Rauchen
Zehn Jahre ist es her: Bilanz des Rauchverbots
Rauch nur noch vor der Tür: Gesetz schadet den Gastronomen.

An der Theke sitzen, ein Bier trinken und dazu eine Zigarette rauchen. Für viele eine Selbstverständlichkeit, die nun schon eine Dekade der Vergangenheit angehört. 2007 führte die deutsche Bundesregierung das Nichtraucherschutzgesetz übergreifend in Deutschland ein, was dazu führte, dass in allen Gastronomiebetrieben das Rauchen untersagt war. Vor allem Kneipen sind hierbei die großen Verlierer.  

Kommentar: Werbung für Zigaretten – bald Geschichte
Werbung verboten: Hilft das Verbot tatsächlich? Foto-Quelle: CC0 Public Domain pixabay.com

Sonnenuntergang. Ein Cowboy – ein Pferd – eine Zigarette. Sonst nichts. Plötzlich fällt ihm ein Kamel vor die Füße. Dieses muntere Potpourri an Sargnagelbeweihräucherung wird wohl bald niemand mehr verstehen, schließlich soll ab 2020 weitgehend Schluss sein mit öffentlicher Zigarettenwerbung. So beschloss das Bundeskabinett weniger Werbung und mehr Warnung für die Tabakindustrie.

 
Rauchen auf der Kippe – Ab dem 1. Mai gilt in NRW eines der schärfsten Rauchverbote
Rauchen: Ab Mai überall nur draußen. Foto: clu

Seit 2008 ist das Rauchen in NRW in öffentlichen Einrichtungen wie Schulen und Behörden verboten. Seitdem gilt das Verbot auch in Gaststätten, jedoch gab es bisher zahlreiche Ausnahmen. So konnten beispielsweise Gaststätten, die nicht größer als 75 Quadratmeter sind und in denen keine „zubereiteten Speisen“ angeboten werden, zu Raucherkneipen erklärt werden. Doch damit wird ab Mai Schluss sein: Dann tritt die Novellierung des Nichtraucherschutzgesetzes in Kraft – mit der Konsequenz, dass Rauchen in Kneipen überhaupt nicht mehr erlaubt ist. Weder in abgetrennten Raucherräumen noch in Raucherclubs.