Raubbau
Deutschland importiert Steinkohle aus den USA
Angerichtet durch das „Mountaintop Removal“-Verfahren: Der Kayford Mountain oder besser, was von ihm übrig geblieben ist nach insgesamt 500 Bergkuppensprengungen. Foto: Kate Wellington (CC BY 2.0)

Die schleppende Energiewende und der Ausstieg aus der Atomindustrie macht Deutschland immer mehr abhängig von einem doch scheinbar aus der Mode gekommenen Brennstoff, der Steinkohle. Und dieser stammt längst aus Übersee: Die USA (10,5 Mio Tonnen/Jahr), Russland (10) und Kolumbien (8) füttern die hungrige deutsche Wirtschaft mit dem fossilen  Brennstoff, der unter sehr zweifelhaften Bedingungen gewonnen wird.

Umstrittener Nicaragua-Kanal: Intransparent, unsozial und eine Katastrophe für die Umwelt
Wildwechsel unmöglich: Die Konkurrenz zum Panamakanal pflügt sich durch den ­Regenwald. Karte: mar; ­Quelle: nature.com

Ende Dezember haben die Arbeiten für eines der größten Bauprojekte der Menschheitsgeschichte begonnen: Mit dem Nicaragua-Kanal, der dem Panamakanal Konkurrenz machen soll, erhofft sich das zweitärmste Land Amerikas einen enormen wirtschaftlichen Aufschwung. Doch ebenso groß (und vielfältig) wie die Visionen sind die Zweifel und Befürchtungen im Zusammenhang mit El Gran Canal: Einzigartige Ökosysteme sind der Zerstörung ausgeliefert, die Landbevölkerung und indigene Völker haben Angst, enteignet und umgesiedelt zu werden, der wirtschaftliche Nutzen wird angezweifelt und am Ende steckt die chinesische Regierung hinter der ganzen Sache.