Rassismus
Kommentar: Stadt spricht von „gekippter Stimmung“

​Nachdem etwa 50 Geflüchtete sich weigerten, in eine Zeltunterkunft am Kalwes zu ziehen und eine bessere Unterbringung forderten (siehe :bsz 1088/1087), hetzte nicht nur die CDU. Auch die rot-grüne Koalition wendete sich gegen den Protest der Flüchtlinge – mit den Forderungen werde angeblich eine rassistische Stimmung in der Bevölkerung angeheizt. Das ist nicht nur fremdenfeindliche Kommunalpolitik, sondern letztendlich ein Sieg der AfD.

RUB-Kampagne: „Erkenne die Grenze“

Studierende vor sich selbst zu schützen, war vielleicht eine der Motivationen der Ruhr-Uni und der Stadt Bochum, als sie die Kampagne „Erkenne die Grenze“ ins Leben rief. Aufklärung die andere. Mit überraschender Präsenz erfolgte beim RUB-Sommerfest das Kampagnen-Debüt. Doch die präventive und repressive Hilfe rief unterschiedliche Emotionen hervor.

Das Vorgehen am LiLi-Tisch wirft Fragen über die Campus-Kultur auf

Die unpolitische Doktrin der Uni, die politische Inhalte auf Campusfesten untersagt, ist für eine pluralistische Studierendenschaft nicht haltbar.

Mit Polizeischikanen gegen den Rechtsruck?
Heftige Polizeipräsenz: Unterdückungsversuch vom Staat. Foto: alx

Gegen den antirassistischen Protest beim AfD-Bundesparteitag oder antifaschistischen Demos wie in Bochum wurde mit Schikanen und Einschüchterungen vorgegangen. Versucht der Staat, BürgerInnen vom Engagement gegen den aktuellen Rechtsruck abzuschrecken?

One Billion Rising: Am 14. Februar demonstrieren AktivistInnen gegen Sexismus und Rassismus
Gegen Gewalt, Sexismus und Rassismus: Beim Aktionstag One Billion Rising wird tanzend demonstriert.    Plakat: OBR Bochum

Seit 2013 macht der weltweite Aktionstag One Billion Rising (OBR) mit symbolischen Tanzdemonstrationen und anderen Aktionsformen auf Gewalt an Frauen und Mädchen aufmerksam. Weltweit finden nun am 14. Februar tausende Veranstaltungen statt, allein in Deutschland sind hundert OBR-Events angekündigt, so auch in Bochum.

Wir bekennen Farbe: Aktion gegen Nazis &Fremdenfeindlichkeit
Feuer und Flamme gegen Frost und Nazis: Studierende bringen Plakate an. Foto: bent

Mit bunten Plakaten setzt die Initiative RUB bekennt Farbe ein Zeichen gegen Rassismus und Diskriminierung. Die :bsz hat die Aktion begleitet.

Studivertretung besorgt über rassistische Propaganda an der RUB

Letzte Woche fanden sich im Foyer des Studierendenhauses erschreckende Flugblätter im öffentlichen Flyerregal: Lausige Schwarzweißkopien mit einem wirrem Sammelsurium von undeutlichen Fotos und kryptischen Textfetzen, die ihren Mangel an Orthografie und Grammatik durch eine inflationäre Fülle von Ausrufezeichen wieder wettmachen zu wollen scheinen. Dennoch ist Vorsicht geboten: Was da letztlich steht, ist ausländerInnenfeindlich. Wer die Zettel verteilt und ob noch mehr davon im Umlauf sind, ist nicht bekannt. Der AStA mahnt aber „Augen auf!“ und ist für Hinweise dankbar.

Kommentar: In jeder Hinsicht kacke: Rechte zu dumm für Flyer
Glück im Unglück: Mit solch primitiven Propagandazetteln zieht man erfreulicherweise niemanden auf seine rechte Seite. Quelle: unbekannteR DeppIn

Es ist die vielleicht schlechteste Propaganda des Jahres. An der Uni wird man ja jeden Tag mit Flugblättern und Infomaterialien förmlich zugeschüttet. Es gibt professionelle Broschüren und dilettantische Flugblätter, teure Kärtchen und billige Handzettel. Aber was kürzlich im AStA-Foyer auftauchte, lässt sich wohl nur beschreiben mit: In jeder Hinsicht kacke.

Essay: Auch um die Identität der Südstaaten herrscht in den USA ein Kulturkampf
Das South Carolina State House: Beim Denkmal für die konföderierte Armee wehte bisher die Südstaatenflagge. Foto: HaloMasterMind (CC BY-SA 3.0)

Der Senat von South Carolina hat die Südstaatenflagge vor dem Regierungssitz des US-Bundesstaates entfernen lassen. Auslöser war das im Juni verübte rassistisch motivierte Massaker in einer afroamerikanischen Kirche in der Stadt Charleston. Vom Täter wurde die Südstaaten-Flagge zuvor für seine Propaganda im Internet verwendet. Infolge der Bluttat ist es in den USA zu einer kritischen Debatte um jenes umstrittene Symbol aus der Zeit des Bürgerkriegs gekommen.

Zum Gedenken an den Brandanschlag in Solingen vor 22 Jahren
Das Mahnmal in Solingen.

Am 29. Mai 1993 hatten vier junge Neonazis in Solingen das Haus der türkischen Familie Genç angezündet. Zwei Frauen und drei Mädchen starben; die anderen 14 BewohnerInnen erlitten zum Teil lebensgefährliche Verletzungen.

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