Psychologie
Der Hans-Kilian-Preis geht in diesem Jahr an Prof. Dr. Jessica Rachel Benjamin

Zum dritten Mal wird am 24. April an der RUB der Hans-Kilian-Preis für die Erforschung und Förderung der metakulturellen Humanisation vergeben. Preisträgerin in diesem Jahr ist die amerikanische Psychoanalytikerin Prof. Dr. Jessica Rachel Benjamin. Der Hans-Kilian-Preis setzt die traditionelle Förderung durch die Köhler-Stiftung von wissenschaftlichen Untersuchungen fort, „die neue Einsichten in die geschichtliche und kulturelle Existenz des Menschen und seine veränderliche Psyche vermitteln“, heißt es in der Veranstaltungsankündigung.

Zweitleben Internet: Gefährlicher Sog in die virtuelle Welt
Luxusgut Realität: Immer weniger Kinder entdecken ihre Umwelt mit all ihren Sinnen, schließlich geht das per Bildschirm auch bequem von zu Hause aus. Foto: mb

Kennt Ihr auch diese Leute, die nur vorm Rechner sitzen und ihren Mitmenschen lediglich ein paar Mal die Woche in Form des Pizzaboten begegnen? Oder jene, die permanent in sozialen Netzwerken abhängen und ihr Smartphone immer in Sicht- oder Spürweite haben müssen? Die digitale Revolution hat uns zweifelsohne fest im Griff – bei manchen mündet das bis in die Internetabhängigkeit. Über dieses neue Phänomen informierte und diskutierte der Psychotherapeut und Ambulanzleiter der LWL Klinik Bochum, Bert te Wildt, letzte Woche Dienstag im BlueSquare.

Schubladendenken – ein Fluch, den alle Studierenden kennen
Das weit verbreitete Phänomen der Vorurteile: Schublade auf, die neue Kollegin Lara rein, Schublade wieder zu. Foto: Laura La Rocca

„Schöne Schuhe, wer hat dir die denn bezahlt?“, wurde Studentin Lara M. von ihrer Arbeitskollegin schnippisch gefragt. Nahezu jedeR Studierende wird zumindest hin und wieder mit solch vorurteilsbelasteten Aussagen konfrontiert. Der heutige Studierende ist faul, dumm, schlampig, pleite, schläft bis zum Nachmittag und hat hauptsächlich Bier im Kühlschrank und Party im Kopf.

Allgemein- und Fachwissen: Die wichtigen Theorien der Wissenschaften in Kurzform

Wer bei fachfremden Gesprächen schlau aussehen möchte, hat einige Optionen: Das nötige Wissen könnt Ihr Euch entweder in einer Vorlesung reinschaufeln, ein ausführliches Sachbuch zum jeweiligen Thema lesen oder Podcasts schauen. Aber es geht natürlich auch einfacher und zielgerichteter. Der Verlag Dorling Kindersley hat seine erfolgreichen Einführungsbücher zu den verschiedenen Wissenschaftsfeldern übersetzt. Sie stellen knapp und illustriert wegweisende Ideen vor, die zum Beispiel die Wirtschaft und Psychologie voran brachten. 

Immer auf Trab: Wie sich chronischer Stress auf unseren Organismus auswirkt
Der Tanz der Stresshormone: In der Klausurenphase feiern die Cortisol-Moleküle die größten und längsten Partys. - Foto: mb

Raus aus den Federn, rein in die Bib. Mit möglichst viel Stoff im Kopf wieder raus, auf zur Arbeit. Abends nach Hause, noch ein paar Brocken lernen – verdammt, das Referat und die Hausarbeit müssen ja auch noch fertig werden! Wie sich Stress anfühlt, wisst Ihr alle.

Luzide Nächte: Wie sich Träume mit etwas Übung lenken lassen
Schweben, Töne schmecken und Farben fühlen: In der Welt des Luziden ist nichts unmöglich, wie erfahrene KlarträumerInnen berichten. Foto: flickr.com, Lotus Carroll (CC BY-NC-SA 2.0)

Ausflüge ins All, heiße Dates oder mal kurz ‚ne Weltreise? Im Traum ist so gut wie alles möglich. Besonders, sobald man sich die Kunst des Luziden zu eigen gemacht hat – denn selbst ist der/die Schlafende! Wie Ihr lernen könnt, Eure Träume zu lenken, lest Ihr im Folgenden.

Hirnaktivität im Schlaf: Partieller Shutdown statt komplettem Standby
Heimliches Feuerwerk der Neuronen: Während wir seelenruhig schlummern, arbeitet das Gehirn unermüdlich weiter und sorgt so mitunter für abgefahrene Traumerlebnisse. Quelle: Wikimedia Commons, Lipedia (CC BY 3.0)

Ein Drittel unserer Lebenszeit verbringen wir mit Schlafen. Egal, ob komatös tiefer Schlummer oder unruhige Stunden – jedes Mal begleiten uns Träume durch das Reich der Nacht. Dabei sind sie weit mehr als Zufallsbilder oder Spinnereien des Unterbewussten. Manche Menschen können sie sogar willentlich steuern und so für sich nutzen.

Des Dichters Lebenskunst: Kommunikation, Konfrontation und Kreativität
Psychisch kaputter Poet? Tatsächlich hatte Goethe lebenslang mit Depressionen und Ängsten zu kämpfen, die er allerdings erfolgreich selbst therapierte. Kupferstich von 1791

Dichter, Politiker, Naturwissenschaftler – und zwar in allem einer der bedeutendsten seiner Zeit. Johann Wolfgang von Goethe war zweifelsohne ein vielseitiger Mensch. Doch auch er blieb nicht von Ängsten und seelischen Abgründen verschont. Wie seine autobiografischen Schriften und brieflichen Korrespondenzen zeigen, musste er sich sein ganzes Leben lang mit psychischen Problemen auseinandersetzen. Dies gelang ihm erstaunlich gut – ohne jegliches Fachwissen therapierte er sich nämlich selbst.

Proteste in Düsseldorf: Angehende PsychotherapeutInnen kämpfen gegen prekäre Arbeitsverhältnisse
Ob in Düsseldorf oder – wie hier im Bild – in Bamberg: Angehende TherapeutInnen demonstrieren für bessere  Arbeitsverhältnisse und eine gerechte Bezahlung. - Foto: Sebastian Martin / infranken.de

Von Arbeitslöhnen von 1,50 Euro pro Stunde bis zu Beschneidungen der ArbeitnehmerInnenrechte – wer PsychotherapeutIn werden will, muss während der Ausbildung einiges hinnehmen. Damit sich das in Zukunft ändert, protestierten in zahlreichen deutschen Städten PsychologInnen in Ausbildung (kurz PiA) gemeinsam mit Studierenden – auch in Düsseldorf. Erfahrt mehr zum Thema in unserem Beitrag (Alb-)Traumjob TherapeutIn.

PiA-Protest: PsychologInnen in Ausbeutung für bessere Bedingungen
Schluss mit Ausbeutung: In ganz Deutschland demonstrierten PsychologInnen in Ausbildung und Studierende für bessere Bedingungen. - Foto: Robbie Schröter

Habt Ihr schonmal für 1,50 Euro die Stunde gearbeitet? Wenn nicht, würdet Ihr es denn tun? Vermutlich nicht. Zahlreiche PsychologInnen müssen das trotz abgeschlossenem Studium tagtäglich. Nebenher finanzieren sie die Weiterbildung zum/zur TherapeutIn aus eigener Tasche. Klingt unmöglich? Ist es beinahe auch. Darauf machte der bundesweite Protest angehender PsychotherapeutInnen Dienstag vergangener Woche aufmerksam.

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