Pflanzen
Firlefanz mit der :bsz

Gärtnern. Jetzt ist die perfekte Zeit, die Grünanlagen in Euren Wohnungen zu expandieren. Ihr habt wahrscheinlich die Zeit dafür, und ein paar Pflanzen erhöhen die Lebensqualität schon zumindest ein wenig. Wenn Ihr euch clever anstellt, kommt Ihr günstig davon und könnt von Eurem kleinen In-Door-Garten auch noch profitieren. Darum, Blumenerde zu kaufen kommt Ihr wohl nicht herum, Blumentöpfe findet man jedoch günstig oder umsonst an beinahe jeder Ecke, ob im Second Hand Laden oder in der nächsten Give-Box. Nach Pflanzen fragt doch einfach mal Eure Freund:innen, Geschwister, Eltern, Arbeitskolleg:innen oder wer immer Euch grad einfällt. Vielleicht haben sie ja Pflanzen zuhause, von denen sie euch Ableger mitbringen können. Viele gängige Zimmerpflanzen lassen sich aus Stecklingen ziehen, auch ohne weitere Hilfsmittel. Ähnlich einfach ist Regrowing – aus Gemüseresten neue Pflanzen wachsen lassen, die man auch ernten kann. Am einfachsten ist das mit Frühlingszwiebeln, Stangensellerie, Lauch und ähnlichem Gemüse. Schneidet das Wurzelende ungefähr einen Fingerbreit ab, legt es in Wasser, und wechselt dieses so lange täglich, bis es anfängt zu sprießen. Dann ab in die Erde, und an einen hellen Ort stellen. Wenn Ihr den Dreh einmal raus habt, könnt Ihr Euch auch an schwierigeren Pflanzen versuchen. So kann man auch Kartoffeln, Pilze und sogar Ingwer nachwachsen lassen. Dafür braucht man aber deutlich mehr Zeit, Platz und/oder Ahnung von der Sache. Fangt klein an, und dann schaut weiter, es lohnt sich.

 Bild und Text :kjan

: „Campus Gardening“-Projekt an der RUB
So sieht es bald nicht mehr aus: Der Campus der RUB wird grüner und bunter werden. Bild: mag

Natur. Im Juni werden einige Beete an der RUB für „Campus Gardening“ freigegeben.

Normiertes Saatgut und privatisiertes Trinkwasser?
Bedrohte Vielfalt! Bald auch beim n.a.t.u.r.-Festival keine unbedrohte Saatgutvielfalt mehr? Foto: clu

Macht die EU nur noch Politik für Großkonzerne? Die aktuellen Bestrebungen der politischen Eliten, die Grundversorgung der Bevölkerung multinationalen Konzernen zum Fraß vorzuwerfen, lassen das vermuten: Wenn es nach der Europäischen Kommission ginge, würde nicht nur einer Privatisierung der Trinkwasserversorgung Tür und Tor geöffnet (siehe :bsz 945, Seite 4, „Sintflut oder Sturm im Wasserglas“), sondern künftig bei Obst und Gemüse fast ausschließlich kostspielig patentiertes Saatgut zugelassen. Durch europaweite Referenden gegen beide Vorhaben wird versucht, die basisferne Eurokratie zu zügeln – mit ersten Erfolgen. Wieviel bürokratische Bevormundung aus Brüssel verträgt Europa?