Palästina
Nahost-Konflikt: Das Drama im Gazastreifen und Israel
Gewalt und Zerstörung auf beiden Seiten: Die Lage im Nahen Osten eskaliert erneut. - Grafik: alx

Der Konflikt im Nahen Osten kostete in der Vergangenheit tausenden Menschen das Leben. Inzwischen fordern neue Kämpfe, die durch Morde von Jugendlichen auf beiden Seiten begannen, wieder hunderte Leben. Was waren die ursprünglichen Streitpunkte des Nahost-Konflikts und welche Ereignisse führten zur Gewaltspirale der derzeitigen Situation? Welche Lösung könnte es geben?

Eine Exkursion der RUB ins Heilige Land
Früh übt sich: Bereits als Kind tragen manche orthodoxe Juden die Peot genannten Schläfenlocken. Foto: koi

Die mittelalterlichen Kreuzzüge sind lange vorbei- trotzdem sind sie in der Rhetorik der Moderne präsenter den je. Ob gegen den globalen Terror oder den Analphabetismus, gerne wird auch in unserer Zeit einmal ein Kreuzzug ausgerufen. Im Gegensatz zu letzteren besteht bei den Kreuzzügen des Mittelalters aber die Möglichkeit der wissenschaftlichen Auseinandersetzung. Auf den Spuren der Kreuzfahrerstaaten reiste jetzt eine Gruppe DozentInnen und Studierender des Historischen Instituts der RUB für eine Exkursion nach Israel und Palästina.

Ausweglos erscheinende Situation in Nahost macht klares Handeln unumgänglich
Jerusalem: ständiger Zankapfel im Zuge des Nahostkonflikts. Foto: rl

Das Votum der UN, Palästina den Status eines Beobachterstaates zu erteilen, war ein deutliches Zeichen der Weltgemeinschaft in Richtung Israel und zugunsten einer Zweistaatenlösung. Die Reaktion Israels, an die Palästinensische Autonomiebehörde (PA) gerichtete Steuergelder einzufrieren sowie den Siedlungsblock um Ostjerusalem auszubauen, demonstriert nicht nur, wie weit die Netanyahu-Regierung Israel ins internationale Abseits gestellt hat, sondern wird – falls vollständig implementiert – das Schicksal einer Zweistaatenlösung besiegeln. Eine deutliche Richtungsentscheidung über eine Ein- oder Zweistaatenlösung erscheint jedoch notwendiger denn je.