Bild: Kommentar: Ihr Kinderlein kommet… Keine schöne Bescherung für MitarbeiterInnen

Das Opelwerk, ein Sorgenkind Bochums und ein Stück Ruhrgebietsgeschichte geht zu Ende. Seit Jahren gab es Überkapazitäten bei der Herstellung und nun schließen sich die Tore, doch ab 2016 soll der Konzern wieder schwarze Zahlen scheiben. Zeit, sich besinnlich zu stimmen?

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Bild: Das Ende vor Augen: Über zehn Jahre kämpfte der Opel-Betriebsratsvorsitzende Rainer Einenkel für den Standort Bochum und dessen Belegschaft. Jetzt schließt das Werk endgültig., WDR5-Podiumsdiskussion: Opel geht – aber was kommt? Foto: tims

Am 5. Dezember 2014 läuft der letzte Opel im Werk vom Band. Nach 52 Jahren und gut 13 Millionen produzierten Autos wird der Standort Bochum geschlossen und rund 3.300 Arbeiterinnen müssen sich einen neuen Job suchen. WDR5 lud am vergangenen Donnerstag VertreterInnen aus Politik, Wissenschaft und Wirtschaft zu einer Podiumsdisskusion im Bahnhof Langendreer ein. Der Tenor des Abends: Endlich ist die Gewissheit da und der Kampf zu Ende!

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Bild: 50 Jahre nach Werkseröffnung: Die Werksschließung, Opel: Werksbesetzung 2022? Karikatur: Michael Holtschulte

Eine ganze Region steht unter Schock: 2016 sollen in den drei Bochumer Opelwerken endgültig die Lichter ausgehen, wovon nicht nur die rund viertausend Belegschaftsmitglieder, sondern auch zahlreiche Zulieferbetriebe in der Region betroffen wären. Die ökonomischen Folgen hätten laut einer Studie der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule Aachen direkte Auswirkungen auf etwa 45.000 Arbeitsplätze in der Region. Nachdem nun auch die Feierlichkeiten zum 50-jährigen Bestehen zum wiederholten Male abgesagt wurden, hält sich der Betriebsrat die Option offen, dies im Januar nachzuholen und hierbei mögliche Protestaktionen zu setzen. Dies nährt die Hoffnung, dass es noch vor 2022 zu einer ‚Betriebsbesetzung‘ kommen könnte, wenn das Werksgelände einer alternativen Nutzung zugeführt werden soll… 

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